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Mo, 13:17 Uhr
18.03.2002

Standpunkte wurden konkretisiert

Nordhausen (nnz). Der neue Vorstand des SPD-Ortsvereins Nordhausen stellte sich heute der Öffentlichkeit vor. Er präsentierte Standpunkte, Ziele und Vorstellungen. nnz hörte zu.


„Unsere Bücher sind sauber, außerdem gibt es in dieser Region keine potenten Spender für die SPD“ erklärte Schatzmeister Manfred Breitrück mit Blick auf die Spendenaffäre. Einig waren sich die Vorständler darüber, dass ein solches Verhalten von SPD-Genossen in den alten Bundesländern natürlich auch dem Image der Partei hier vor Ort schaden könnte.

Trotzdem wollen sich die Nordhäuser Sozialdemokraten in den kommenden Wochen und Monaten natürlich in den Bundestagswahlkampf einbringen. Mit Eckhard Ohl hätte die SPD einen Kandidaten, der das Zeug zum einem Wahlsieg im Wahlkreis 190 habe. Ihn zu unterstützen sei demzufolge nicht nur Partei-, sondern auch Herzenssache der SPD in Nordhausen.

Erstmals formulierten die Sozialdemokraten der Rolandstadt ihren Standpunkt zum Industriegebiet in der Goldenen Aue sehr deutlich. Bisher wurde sich um dieses Thema in der Öffentlichkeit mehr oder weniger gedrückt. Andreas Wieninger, der neue Ortschef, sprach im Namen des Vorstandes von einem klaren Votum für die weitere Planung des Gebietes. Beschäftigt hätten sich die Genossen auch mit den Alternativen, diese könnten aber nur als Gewerbegebiete entwickelt werden. Für ein Industriegebiet mit einer Mindestfläche von 100 Hektar kämen diese Standorte nicht in Frage. Das habe man auch der Bürgerinitiative deutlich mitgeteilt. Einen Kompromiß, der alle Seiten „befriedigt“, der wird hier nicht möglich sein. Das Wohl einzelner Personen müsse unbedingt dem Gemeinwohl untergeordnet sein, so die Vorständler.

Positiv sprachen sich der Vorstand darüber hinaus auch zu etwaigen Fusion der Krankenhäuser in Nordhausen und Sondershausen aus. Im Mittelpunkt einer solche Zusammenarbeit müsse die weitere effektive Betreibung der Einrichtungen stehen. Eine Fusion wäre hierzu der richtige Ansatzpunkt. In den kommenden Wochen will sich die Nordhäuser Sozialdemokratie noch deutlicher in den Gipskonflikt einbringen. Die bisher ausgewiesenen Flächen müssen für die Industrie reichen, einem weiteren Abbau von Rohstoffen darüber hinaus müsse Einhalt geboten werden.

Bereits in vier Wochen will sich der neue Vorstand intensiv mit den Arbeiten zur Vorbereitung der Landesgartenschau auseinandersetzen. Mitte April soll es dazu eine Begehung der Baustellen im Stadtgebiet geben. Der 120 Genossen starke Ortsverein sei in den vergangenen Monaten inhaltlich näher mit dem Kreisverband zusammengerückt. Vorbei sei die Zeit kontroverser Standpunkte, die zumeist an persönlichen Befindlichkeiten ausgemacht waren. Auch die Zusammenarbeit mit den SPD-Fraktionen in Stadtrat und Kreistag sei besser geworden. Die derzeitige personelle Zusammensetzung im Vorstand des Ortsverein könne hier in Richtung einer Verzahnung sehr hilfreich sein, betonte Wieninger.
Autor: nnz

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