Fr, 17:38 Uhr
09.11.2007
Nicht wegsehen
Nordhausen (nnz). Nicht wegsehen, forderte heute Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. Nach beinahe 70 Jahren sind die Geschehnisse der Pogromnacht immer noch aktuell. Einmal im Jahr denken die Nordhäuser ganz besonders daran.
Mit Blumen und Kränzen gedachten heute Nordhäuser ihrer am 9. November 1938 getöteten jüdischen Mitbürger. Am Stein für die damals zerstörte Synagoge legten hielten sie eine Schweigeminute.
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) kritisierte, daß die Nordhäuser damals weggesehen haben und deshalb den Nazis die Chance gaben die Vernichtung der Juden im großen Stil voranzutreiben. Das Thema ist auch im Hinblick auf die Landtagswahlen sehr aktuell. Wir dürfen die Gefahr von rechts nicht verharmlosen. Jeder muß etwas tun, sagte sie.
Nordhausen unterhält gute Kontakte nach Beth Shemesh in Israel. In der nächsten Woche will sich eine Delegation auf den Weg dorthin machen. Oft gab es auch Besuch aus der Partnerstadt. Niemand soll sich bei uns wegen seiner Religion oder Hautfarbe fürchten müssen, wünschte sich die Oberbürgermeisterin.
Autor: wfMit Blumen und Kränzen gedachten heute Nordhäuser ihrer am 9. November 1938 getöteten jüdischen Mitbürger. Am Stein für die damals zerstörte Synagoge legten hielten sie eine Schweigeminute.
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) kritisierte, daß die Nordhäuser damals weggesehen haben und deshalb den Nazis die Chance gaben die Vernichtung der Juden im großen Stil voranzutreiben. Das Thema ist auch im Hinblick auf die Landtagswahlen sehr aktuell. Wir dürfen die Gefahr von rechts nicht verharmlosen. Jeder muß etwas tun, sagte sie.
Nordhausen unterhält gute Kontakte nach Beth Shemesh in Israel. In der nächsten Woche will sich eine Delegation auf den Weg dorthin machen. Oft gab es auch Besuch aus der Partnerstadt. Niemand soll sich bei uns wegen seiner Religion oder Hautfarbe fürchten müssen, wünschte sich die Oberbürgermeisterin.


