Do, 18:50 Uhr
14.03.2002
Krankenhäuser vor Fusion?
Nordhausen/Sondershausen (nnz). Das Nordhäuser Krankenhaus ist nicht nur der größte Arbeitgeber der Nordhäuser Region, sondern besitzt über die Kreisgrenzen hinaus Ausstrahlungskraft. Diese Kraftfelder sind seit einigen Wochen auch in Sondershausen angekommen.
In Sondershausen gibt es das Kyffhäuser-Kreiskrankenhaus. Das befindet sich in der Hoheit des Landkreises. Seit einigen Wochen wird - mal laut, mal leise - über neue Strukturen der Einrichtung nachgedacht. Gedacht wird quer durch den Kyffhäuserkreis. Daß es dabei unterschiedliche Blickwinkel zwischen den Altkreisen Sondershausen und Artern gibt, ist nicht verwunderlich, sie sind historisch gewachsen und werden ab und zu auch ordentlich ausgelebt.
Neu ins Spiel gekommen ist nun aber der Landkreis Nordhausen. Der hat ein stabiles, gut funktionierende Krankenhaus. Mit Bedacht wurde nach der Wende die Form einer gemeinnützigen GmbH (gGmbH) gewählt. Und das, so bekundeten Stadt und Landkreis, soll auch künftig so sein. In Sonderhausen und Nordhausen wird nun in kommunalpolitischen Kreisen über eine mögliche Fusion beider Einrichtungen nachgedacht. Landrat Joachim Claus (CDU) bestätigte gegenüber der nnz bereits unverbindliche Gespräche. Und übrigens würden beide Einrichtungen schon seit längerer Zeit erfolgreich zusammenarbeiten. Das betrifft unter anderem die Ausbildung, die gemeinsam genutzte Wäscherei und die Abstimmungen hinsichtlich vorhandener OP-Kapazitäten.
So gespalten wie der Kyffhäuserkreis zwischen Ost und West ist, so gespalten sind die Meinungen zur Zukunft des Kreiskrankenhauses in Sondershausen. Wie die nnz erfahren hat, gibt es in diesem Landkreis mehrere Lager. Die einen, zu denen die CDU-Kreistagsfraktion gehört, favorisieren zwar eine gGmbH, jedoch nur als Vorstufe einer Privatisierung des Hauses. Ein weiterer Teil setzt sich bereits jetzt unverhohlen für eine Zusammenarbeit mit dem Nordhäuser Klinikum ein. Dazu sollen einflussreiche Persönlichkeiten der Stadt Sondershausen gehören, wie zum Beispiel Bürgermeister Kreyer oder Pfarrer Hauskeller.
Intern soll im Kyffhäuserkreis bereits eine 18-Punkte-Liste kursieren, die Vorteile für eine Fusion auflistet. Dagegen macht vor allem die Region Artern Front. Deren Vertreter in Politik und Verwaltung sehen eine Beteiligung des DRK am künftigen Krankenhaus-Konstrukt liebend gern. In Bad Frankenhausen zum Beispiel befindet sich bereits ein Krankenhaus in der Trägerschaft des Wohlfahrtsverbandes, Landesverband Thüringen.
Und nun ist richtig Stimmung angesagt. Angeheizt wird die Debatte vermutlich auch noch durch die heutige Sitzung des Stadtrates. Da wollen die Nordhausen-Sympathisanten ein Bekenntnis zur weiteren kommunalen Trägerschaft des Kreiskrankenhauses erwirken. Vielleicht auch zu einer künftigen Zusammenarbeit mit dem Südharz-Krankenhaus in Nordhausen? Joachim Claus formulierte es gegenüber nnz wie folgt: Wichtig ist die Stärkung der kommunalen medizinischen Einrichtungen. Diese müssen dem kommenden Kostendruck standhalten. Eine Fusion könnte vielleicht ein Schritt in diese Richtung sein.
Autor: nnzIn Sondershausen gibt es das Kyffhäuser-Kreiskrankenhaus. Das befindet sich in der Hoheit des Landkreises. Seit einigen Wochen wird - mal laut, mal leise - über neue Strukturen der Einrichtung nachgedacht. Gedacht wird quer durch den Kyffhäuserkreis. Daß es dabei unterschiedliche Blickwinkel zwischen den Altkreisen Sondershausen und Artern gibt, ist nicht verwunderlich, sie sind historisch gewachsen und werden ab und zu auch ordentlich ausgelebt.
Neu ins Spiel gekommen ist nun aber der Landkreis Nordhausen. Der hat ein stabiles, gut funktionierende Krankenhaus. Mit Bedacht wurde nach der Wende die Form einer gemeinnützigen GmbH (gGmbH) gewählt. Und das, so bekundeten Stadt und Landkreis, soll auch künftig so sein. In Sonderhausen und Nordhausen wird nun in kommunalpolitischen Kreisen über eine mögliche Fusion beider Einrichtungen nachgedacht. Landrat Joachim Claus (CDU) bestätigte gegenüber der nnz bereits unverbindliche Gespräche. Und übrigens würden beide Einrichtungen schon seit längerer Zeit erfolgreich zusammenarbeiten. Das betrifft unter anderem die Ausbildung, die gemeinsam genutzte Wäscherei und die Abstimmungen hinsichtlich vorhandener OP-Kapazitäten.
So gespalten wie der Kyffhäuserkreis zwischen Ost und West ist, so gespalten sind die Meinungen zur Zukunft des Kreiskrankenhauses in Sondershausen. Wie die nnz erfahren hat, gibt es in diesem Landkreis mehrere Lager. Die einen, zu denen die CDU-Kreistagsfraktion gehört, favorisieren zwar eine gGmbH, jedoch nur als Vorstufe einer Privatisierung des Hauses. Ein weiterer Teil setzt sich bereits jetzt unverhohlen für eine Zusammenarbeit mit dem Nordhäuser Klinikum ein. Dazu sollen einflussreiche Persönlichkeiten der Stadt Sondershausen gehören, wie zum Beispiel Bürgermeister Kreyer oder Pfarrer Hauskeller.
Intern soll im Kyffhäuserkreis bereits eine 18-Punkte-Liste kursieren, die Vorteile für eine Fusion auflistet. Dagegen macht vor allem die Region Artern Front. Deren Vertreter in Politik und Verwaltung sehen eine Beteiligung des DRK am künftigen Krankenhaus-Konstrukt liebend gern. In Bad Frankenhausen zum Beispiel befindet sich bereits ein Krankenhaus in der Trägerschaft des Wohlfahrtsverbandes, Landesverband Thüringen.
Und nun ist richtig Stimmung angesagt. Angeheizt wird die Debatte vermutlich auch noch durch die heutige Sitzung des Stadtrates. Da wollen die Nordhausen-Sympathisanten ein Bekenntnis zur weiteren kommunalen Trägerschaft des Kreiskrankenhauses erwirken. Vielleicht auch zu einer künftigen Zusammenarbeit mit dem Südharz-Krankenhaus in Nordhausen? Joachim Claus formulierte es gegenüber nnz wie folgt: Wichtig ist die Stärkung der kommunalen medizinischen Einrichtungen. Diese müssen dem kommenden Kostendruck standhalten. Eine Fusion könnte vielleicht ein Schritt in diese Richtung sein.

