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Do, 17:15 Uhr
14.03.2002

Alles für den Frosch?

Nordhausen (nnz). Einige haben einen Frosch im Hals, andere wiederum essen gerne Froschschenkel. Wie aber die hüpfenden Tiere besonders geschützt werden, lesen Sie nur in der nnz.


Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises haben einen vorzeitigen Beginn der Krötenwanderung festgestellt. Die Gründe dafür liegen in der für diese Jahreszeit ungewöhnlich milden Witterung. Die Amphibien sind jetzt bereits auf dem Weg zu ihren Laichplätzen (ruhende Gewässer). Seit Jahren gehören Überwachung und Hilfsmaßnahmen in der Zeit der Amphibienwanderungen (Frühjahr und Herbst) zu den Aufgaben der Mitarbeiter der Naturschutzbehörde. Der Mensch greift im Normalfall in die Wanderung der Tiere nicht ein. Doch wo Verkehrsadern den Kröten die Wege abschneiden, sind helfende Hände erforderlich.

Sechs Standorte haben sich im Landkreis naturbedingt herausgebildet, an denen flexible Schutzeinrichtungen aufgestellt wurden. An diesen Einrichtungen werden jährlich etwa 20.000 bis 25.000 Amphibien beobachtet. Durch das großartige Engagement freiwilliger
Helfer, wie Volkmar Sauerbier, Volker Hänel, Hartmut Will, Walter Strunk sowie der Zivis des städtischen Umweltamtes, konnte die Verlustrate deutlich reduziert werden. Zwei bis dreimal täglich sind die Naturfreunde an den Schutzzäunen zu Gange, um die Tiere
einzusammeln und über die Fahrbahnen zu tragen. Darüber hinaus war es durch Ausgleichsmaßnahmen im Naturschutz möglich (zum Beispiel im Bereich der Iberg-Talsperre), drei stationäre Hilfseinrichtungen (Krötentunnel) zu bauen.

Erstmals werden in diesem Jahr Auszubildende aus dem Forstwirt-schaftsbetrieb Ilfeld beim Krötenschutz mit eingesetzt. Da sich die Azubis dieser neuen Aufgabe mit Begeisterung stellen, hat das Forstamt diese Tätigkeit fortan in das Ausbildungsprogramm mit aufgenommen. Übrigens: Wer im nächsten Jahr bei den Schutzmaßnahmen für die Amphibien mithelfen möchte, melde sich unter 03631/911436 bei Herrn Taeger, Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Nordhausen. Geeignete freiwillige Helfer erhalten einen Vertrag und Aufwandsentschädigung gibt es obendrein.
Autor: nnz

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