Mo, 09:41 Uhr
22.10.2007
Heute ging es los
Nordhausen (nnz). Sie haben sich so etwas wie einen kleinen Traum erfüllt – die 135 Mitarbeiter des insolventen Fahrradherstellers Bike Systems. Sie bauen wieder Fahrräder zusammen. Feuerrot sind die und damit auch Ausdruck von Solidarität.
Ute Pauli war aufgeregt, Andrè Kegel hatte eine unruhige Nacht hinter sich, wie er im Interview mit der Landeswelle verriet. Sie sind beide zwar nicht an ihrem Ziel, dem Erhalt der Arbeitsplätze, angekommen. Eine Etappe haben sie jedoch geschafft. Punkt sieben Uhr wurden in der Montagehalle die beiden Bänder angefahren. Zuvor bedankte sich Andrè Kegel bei allen, die den heutigen Produktionsstart möglich gemacht hatten.
Die Kollegen der FAU aus Hamburg, die Vertreter der IG Metall, Gewerkschafter aus Frankreich, der Betriebsrat von Opel aus Eisenach, die Parteien in Nordhausen und im Land Thüringen, sie alle wollten diesen Moment miterleben. Es ist heute der Tag 105 der Betriebsbesetzung in Nordhausen. Es ist für Ute Pauli ein besonderer Tag.
Wir können zeigen, was wir drauf haben. Hier können noch Fahrräder gebaut werden. In den Tagen der Besetzung des Unternehmens sind wir alle enger zusammengerückt. Wir zeigen, daß Gemeinsamkeit stark macht. Unsere Aktion hat sich gelohnt, so beschreibt die junge Frau ihre Gefühle. Den anderen geht es ähnlich, sie haben jetzt nicht mehr die Zeit für lange Interviews. Sie bauen wieder Fahrräder zusammen.
Knallrote Strike-Bikes, exakt 1.805, werden es bis zum Freitag sein. Die sind per Vorkasse bestellt worden. Kurz vor 7.30 Uhr verließen die roten Bikes dann die Montagehalle in Richtung Versand. Die ersten 100 Solidaritätsräder werden nach Hamburg verschickt, an das Cafè Libertad, einem der Initiatoren der Aktion.
Ab 1. November werden die 135 Frauen und Männer dann in die Transfergesellschaft gehen. Dort werden sie umgeschult und qualifiziert, damit sie am Arbeitsmarkt Chancen auf neue Jobs haben. Vielleicht aber gibt es ja auch den Interessenten für eine Übernahme, die Gespräche laufen weiter. Hinter verschlossenen Türen.
In Nordhausen aber, da laufen die Bänder, surren die Schrauber und werden wieder Fahrräder hergestellt. Die Aktion ist auch deshalb ein Zeichen, sie belegt einen Spruch: Wer sich aufgibt, der hat bereits verloren!.
Autor: nnzUte Pauli war aufgeregt, Andrè Kegel hatte eine unruhige Nacht hinter sich, wie er im Interview mit der Landeswelle verriet. Sie sind beide zwar nicht an ihrem Ziel, dem Erhalt der Arbeitsplätze, angekommen. Eine Etappe haben sie jedoch geschafft. Punkt sieben Uhr wurden in der Montagehalle die beiden Bänder angefahren. Zuvor bedankte sich Andrè Kegel bei allen, die den heutigen Produktionsstart möglich gemacht hatten.
Die Kollegen der FAU aus Hamburg, die Vertreter der IG Metall, Gewerkschafter aus Frankreich, der Betriebsrat von Opel aus Eisenach, die Parteien in Nordhausen und im Land Thüringen, sie alle wollten diesen Moment miterleben. Es ist heute der Tag 105 der Betriebsbesetzung in Nordhausen. Es ist für Ute Pauli ein besonderer Tag.
Wir können zeigen, was wir drauf haben. Hier können noch Fahrräder gebaut werden. In den Tagen der Besetzung des Unternehmens sind wir alle enger zusammengerückt. Wir zeigen, daß Gemeinsamkeit stark macht. Unsere Aktion hat sich gelohnt, so beschreibt die junge Frau ihre Gefühle. Den anderen geht es ähnlich, sie haben jetzt nicht mehr die Zeit für lange Interviews. Sie bauen wieder Fahrräder zusammen.
Knallrote Strike-Bikes, exakt 1.805, werden es bis zum Freitag sein. Die sind per Vorkasse bestellt worden. Kurz vor 7.30 Uhr verließen die roten Bikes dann die Montagehalle in Richtung Versand. Die ersten 100 Solidaritätsräder werden nach Hamburg verschickt, an das Cafè Libertad, einem der Initiatoren der Aktion.
Ab 1. November werden die 135 Frauen und Männer dann in die Transfergesellschaft gehen. Dort werden sie umgeschult und qualifiziert, damit sie am Arbeitsmarkt Chancen auf neue Jobs haben. Vielleicht aber gibt es ja auch den Interessenten für eine Übernahme, die Gespräche laufen weiter. Hinter verschlossenen Türen.
In Nordhausen aber, da laufen die Bänder, surren die Schrauber und werden wieder Fahrräder hergestellt. Die Aktion ist auch deshalb ein Zeichen, sie belegt einen Spruch: Wer sich aufgibt, der hat bereits verloren!.











