Mi, 14:49 Uhr
06.03.2002
80jähriger Nordhäuser wurde betrogen
Nordhausen (nnz). In Nordhausen ist derzeit ein Betrüger unterwegs. Mit einer haarsträubenden Geschichte ergaunerte sich der Unbekannte Geld. Jüngstes Opfer war ein 100jähriger Mann.
Der rüstige Senior, der im Januar seinen 100. Geburtstag feierte, ging in dieser Woche in der Semmelweißstraße spazieren. Rein zufällig fragte ihn ein Mann nach dem Weg zum August-Bebel-Platz und verwickelte sein auserkorenes Opfer in ein Gespräch. Wie ein Schauspieler ließ er die Tränen kullern und gab an ein Jude zu sein. Der alte Mann nahm ihn mit in seine Wohnung. Dort ging die Familien-Saga weiter: Seine Frau sehr schwer krank, in Nordhausen müsse er ein Grab pflegen, könne dafür aber nicht das nötige Geld aufbringen. Geschenkt wollte er Geld jedoch nicht haben. Zwei Armbanduhren von unermesslichem Wert wollte er dem älteren Ehepaar geben.
Die beiden alten Nordhäuser hatten denn auch Mitleid und gaben dem Mann, der auf 40 bis 45 Jahre geschätzt wird, 350 Euro. Der vermeintliche Jude nahm das Geld und ward nie wieder gesehen. Erst Tage später informierten die Opfer die Polizei. Die warnt nun die Bürger. Es könnte durchaus möglich sein, dass der Betrüger sich mit der gleichen oder einer ähnlichen Masche erneut Geld erschleichen wird.
Neu: Korrektur des Alters! Die nnz wurde am Morgen von der Pressestelle der Nordhäuser Polizeidirektion über den Betrug informiert. Die Kollegin entnahm den internen Polizeiformularen das Geburtsalter des älteren Mannes. In sämtlichen Unterlagen stand: Geburtsjahr 1902 - macht bei einem Geburtstag im Januar exakt 100 Lebensjahre. Dann rief die nette Kollegin bei der Familie an und erfuhr, dass der Mann nicht 100, sondern 80 Jahre alt ist. Übrigens auch ein stolzes Alter. nnz bittet die Leser, das Versehen zu entschuldigen, auch wenn die Quelle dafür bei der Polizei lag. Und da soll noch einer was von Polizistenwitzen erzählen - das seien ja nur Anekdoten, wird gemunkelt.
Autor: nnzDer rüstige Senior, der im Januar seinen 100. Geburtstag feierte, ging in dieser Woche in der Semmelweißstraße spazieren. Rein zufällig fragte ihn ein Mann nach dem Weg zum August-Bebel-Platz und verwickelte sein auserkorenes Opfer in ein Gespräch. Wie ein Schauspieler ließ er die Tränen kullern und gab an ein Jude zu sein. Der alte Mann nahm ihn mit in seine Wohnung. Dort ging die Familien-Saga weiter: Seine Frau sehr schwer krank, in Nordhausen müsse er ein Grab pflegen, könne dafür aber nicht das nötige Geld aufbringen. Geschenkt wollte er Geld jedoch nicht haben. Zwei Armbanduhren von unermesslichem Wert wollte er dem älteren Ehepaar geben.
Die beiden alten Nordhäuser hatten denn auch Mitleid und gaben dem Mann, der auf 40 bis 45 Jahre geschätzt wird, 350 Euro. Der vermeintliche Jude nahm das Geld und ward nie wieder gesehen. Erst Tage später informierten die Opfer die Polizei. Die warnt nun die Bürger. Es könnte durchaus möglich sein, dass der Betrüger sich mit der gleichen oder einer ähnlichen Masche erneut Geld erschleichen wird.
Neu: Korrektur des Alters! Die nnz wurde am Morgen von der Pressestelle der Nordhäuser Polizeidirektion über den Betrug informiert. Die Kollegin entnahm den internen Polizeiformularen das Geburtsalter des älteren Mannes. In sämtlichen Unterlagen stand: Geburtsjahr 1902 - macht bei einem Geburtstag im Januar exakt 100 Lebensjahre. Dann rief die nette Kollegin bei der Familie an und erfuhr, dass der Mann nicht 100, sondern 80 Jahre alt ist. Übrigens auch ein stolzes Alter. nnz bittet die Leser, das Versehen zu entschuldigen, auch wenn die Quelle dafür bei der Polizei lag. Und da soll noch einer was von Polizistenwitzen erzählen - das seien ja nur Anekdoten, wird gemunkelt.


