Do, 11:20 Uhr
11.10.2007
Unterschiedliche Reaktionen
Nordhausen (nnz). Nachdem nun auch anderen Thüringer Medien über einen eventuell neuen Standort für das Kinderhospiz Mitteldeutschland berichten, fallen die Reaktionen in Nordhausen recht unterschiedlich aus. Die reichen vom Vorwurf des Betrugs bis hin zu Verständnis.
Die Nordhäuser Stadtverwaltung sieht momentan noch keinen Anlaß zu einer offiziellen Reaktion. Wir haben noch keinen Bescheid vom Stiftungsvorstand, ließ Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) über die städtische Pressestelle ausrichten.
Wenn es für die künftigen Betreiber eines solchen Kinderhospiz an anderer Stelle bessere Bedingungen als in Nordhausen gibt, dann muss ich die Entscheidung akzeptieren, so SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Wieninger zur nnz. Gleichzeitig aber würde er diesen Schritt bedauern. Letztlich jedoch müssen die Fachleute entscheiden.
Wenn die Pläne für den Standort Krimderode ad acta gelegt werden sollten, dann ist das ein Betrug an Nordhäuser Firmen, Bürgern und am Stadtrat, meint Norbert Klodt. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtrat würde sich vor allem dann hintergangen fühlen, wenn die Gespräche mit einem Grundstückseigentümer in Tambach-Dietharz bereits seit mehreren Wochen laufen, es seitens der Stiftung aber noch Lippenbekenntnisse für Nordhausen gegeben hat. Vor allem das Zitat in einer regionalen Zeitung sorgt bei Klodt für Ärger. Dort wird Klaus-Dieter Heber folgendermaßen zitiert: Von den Spendengeldern fürs Kinderhospiz kommt nur ein Prozent aus Nordhausen. Diese Aussage empfindet Norbert Klodt als Brüskierung all derer, die sich bislang für den Standort in Krimderode eingesetzt haben.
Noch drastischer formuliert es Helmut Peter. Der Chef der gleichnamigen Autohaus-Gruppe ist bekannt für seine ablehnende Haltung gegenüber den agierenden Personen im Stiftungsvorstand und fühlt sich mit der aktuellen Entwicklung bestätigt. Ich war von Anfang an dagegen. Nicht gegen die Idee, sondern gegen die wirtschaftlichen Art und Weise ihrer Umsetzung. Hinter vorgehaltener Hand haben sich Landes- und Kommunalpolitiker immer skeptisch geäußert und mir in meiner Auffassung Recht gegeben. Allerdings wurde von einigen Personen in der Stiftung das Kinderleid mißbraucht. Und in Richtung Nordhäuser Rathaus meint der Unternehmer: Wenn einige gutgläubige Jungpolitiker darauf abfahren, dann sollten sie noch einmal auf die Schulbank.
Die nnz hatte bereits am Montag über die Absichten der Stiftung berichtet, das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz zu errichten. Auch Sie, liebe nnz-Leser können Ihre Meinung zu diesem Thema schreiben.
Autor: nnzDie Nordhäuser Stadtverwaltung sieht momentan noch keinen Anlaß zu einer offiziellen Reaktion. Wir haben noch keinen Bescheid vom Stiftungsvorstand, ließ Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) über die städtische Pressestelle ausrichten.
Wenn es für die künftigen Betreiber eines solchen Kinderhospiz an anderer Stelle bessere Bedingungen als in Nordhausen gibt, dann muss ich die Entscheidung akzeptieren, so SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Wieninger zur nnz. Gleichzeitig aber würde er diesen Schritt bedauern. Letztlich jedoch müssen die Fachleute entscheiden.
Wenn die Pläne für den Standort Krimderode ad acta gelegt werden sollten, dann ist das ein Betrug an Nordhäuser Firmen, Bürgern und am Stadtrat, meint Norbert Klodt. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtrat würde sich vor allem dann hintergangen fühlen, wenn die Gespräche mit einem Grundstückseigentümer in Tambach-Dietharz bereits seit mehreren Wochen laufen, es seitens der Stiftung aber noch Lippenbekenntnisse für Nordhausen gegeben hat. Vor allem das Zitat in einer regionalen Zeitung sorgt bei Klodt für Ärger. Dort wird Klaus-Dieter Heber folgendermaßen zitiert: Von den Spendengeldern fürs Kinderhospiz kommt nur ein Prozent aus Nordhausen. Diese Aussage empfindet Norbert Klodt als Brüskierung all derer, die sich bislang für den Standort in Krimderode eingesetzt haben.
Noch drastischer formuliert es Helmut Peter. Der Chef der gleichnamigen Autohaus-Gruppe ist bekannt für seine ablehnende Haltung gegenüber den agierenden Personen im Stiftungsvorstand und fühlt sich mit der aktuellen Entwicklung bestätigt. Ich war von Anfang an dagegen. Nicht gegen die Idee, sondern gegen die wirtschaftlichen Art und Weise ihrer Umsetzung. Hinter vorgehaltener Hand haben sich Landes- und Kommunalpolitiker immer skeptisch geäußert und mir in meiner Auffassung Recht gegeben. Allerdings wurde von einigen Personen in der Stiftung das Kinderleid mißbraucht. Und in Richtung Nordhäuser Rathaus meint der Unternehmer: Wenn einige gutgläubige Jungpolitiker darauf abfahren, dann sollten sie noch einmal auf die Schulbank.
Die nnz hatte bereits am Montag über die Absichten der Stiftung berichtet, das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz zu errichten. Auch Sie, liebe nnz-Leser können Ihre Meinung zu diesem Thema schreiben.


