Fr, 09:40 Uhr
21.09.2007
Anklage erhoben
Nordhausen (nnz). 200.000 Euro sind verschwunden, mehr als 500 Anleger um ihr Geld gebracht. Jetzt hat die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Finanzjongleur aus Nordthüringen erhoben.
Dem 45jährigen aus Sondershausen werden Betrug und Untreue in mehr als 500 Fällen sowie unerlaubte Bankgeschäfte vorgeworfen. Den Ermittlungen zufolge war der Mann seit Oktober 2005 Geschäftsführer einer Finanzfirma mit Sitz in Großbritannien. Seit Anfang 2006 betrieb dieses Unternehmen eine Online-Plattform, wo interessierten Anlegern der Handel mit so genannten Differenzgeschäften vorgetäuscht wurde. Dabei handelt es sich um Geschäfte zwischen dem Kaufpreis und der Verkaufspreis eines Finanzinstruments, die es ermöglichen, mit Preisveränderungen, zum Beispiel von Aktien, Rohstoffen oder Währungen, zu spekulieren, ohne diese besitzen zu müssen.
Abgesehen davon, dass der Angeklagte nicht über die erforderliche Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht verfügte, sollen auch keinerlei Tauschgeschäfte für die Anleger ausgeführt worden sein. Auf der Internetplattform ließen sich bis Juni 2006 mehr als 800 Interessenten registrieren. Davon zahlten 504 Kunden einen Geldbetrag von insgesamt über einer Million Euro auf ein Konto der Firma ein. Das Geld floß schließlich in die Taschen des Angeklagten. Ein großer Teil des eingezahlten Geldes konnte noch sichergestellt werden. Ein Betrag von mehr als 200.000 Euro war jedoch verschwunden. Die Anleger werden vermutlich auf 40 Prozent ihrer Anlagebeträge verzichten müssen.
Der bislang einmal strafrechtlich in Erscheinung getretene Angeklagte ist verheiratet und derzeit ohne Arbeit. Er ist Vater zweier Kinder und hat sich den Vorwürfen bislang nicht geäußert:
Autor: nnzDem 45jährigen aus Sondershausen werden Betrug und Untreue in mehr als 500 Fällen sowie unerlaubte Bankgeschäfte vorgeworfen. Den Ermittlungen zufolge war der Mann seit Oktober 2005 Geschäftsführer einer Finanzfirma mit Sitz in Großbritannien. Seit Anfang 2006 betrieb dieses Unternehmen eine Online-Plattform, wo interessierten Anlegern der Handel mit so genannten Differenzgeschäften vorgetäuscht wurde. Dabei handelt es sich um Geschäfte zwischen dem Kaufpreis und der Verkaufspreis eines Finanzinstruments, die es ermöglichen, mit Preisveränderungen, zum Beispiel von Aktien, Rohstoffen oder Währungen, zu spekulieren, ohne diese besitzen zu müssen.
Abgesehen davon, dass der Angeklagte nicht über die erforderliche Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht verfügte, sollen auch keinerlei Tauschgeschäfte für die Anleger ausgeführt worden sein. Auf der Internetplattform ließen sich bis Juni 2006 mehr als 800 Interessenten registrieren. Davon zahlten 504 Kunden einen Geldbetrag von insgesamt über einer Million Euro auf ein Konto der Firma ein. Das Geld floß schließlich in die Taschen des Angeklagten. Ein großer Teil des eingezahlten Geldes konnte noch sichergestellt werden. Ein Betrag von mehr als 200.000 Euro war jedoch verschwunden. Die Anleger werden vermutlich auf 40 Prozent ihrer Anlagebeträge verzichten müssen.
Der bislang einmal strafrechtlich in Erscheinung getretene Angeklagte ist verheiratet und derzeit ohne Arbeit. Er ist Vater zweier Kinder und hat sich den Vorwürfen bislang nicht geäußert:


