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Di, 12:01 Uhr
26.02.2002

Kultur von Weltrang im Harz

Nordhausen (nnz). Der Regionalverband Harz wird im Sommer eine hochrangige kulturelle Veranstaltung durchführen: Einen Workshop von Steinbildhauern aus Simbabwe und Holzbildhauern aus Deutschland. nnz hat sich jetzt schon mal einige Exponate angesehen.


Abstrakt Die Steinbildhauer vom Volk der Shona aus Simbabwe und Holzbildhauer aus Deutschland sollen drei Wochen zusammen leben und arbeiten, um sich gegenseitig zu inspirieren; gleichzeitig setzen die Künstler ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit und demonstrieren im besten Sinne die Achtung vor der Kunst des Anderen. Die Bildhauer arbeiten vor Publikum im Kurpark von St. Andreasberg, wo eine offene Werkstatt eingerichtet wird. Dort können sie von den Bürgern und den vielen Gästen der Nationalparkgemeinde sowie allen anderen Interessierten besucht und bei ihrer Arbeit beobachtet werden. Der Workshop erfüllt die viel beschworene, aber nur selten verwirklichte Forderung nach einer qualitativen Aufwertung von Kultur und Tourismus im Harz in vorbildlicher Weise und wird nach dem Willen der Veranstalter zukunftsweisend sein. Die während des Workshops entstandenen Kunstwerke sollen von den Künstlern verkauft oder in Sankt Andreasberg ausgestellt werden können.

Die Steinbildhauer vom Volk der Shona sind bekannt für ihre Kunstwerke, die sich im Wesentlichen auf das Verhältnis „Natur-Mensch“ konzentrieren. Ihre Werke sind heute international als große zeitgenössische Kunst Afrikas anerkannt. Entstanden in den 50er Jahren, stellt die Arbeit der Shona eine der jüngsten, bedeutendsten und eigenständigsten Entwicklungen in der Kunstszene dar. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie in den 60er Jahren, als es mit der Unterstützung potenter Mäzene gelang, Ausstellungen in bedeutenden Museen, wie beispielsweise dem Museum of Modern Art in New York oder dem Musée Rodin in Paris zu verwirklichen. Das weltweite Ansehen verdeutlicht ein 1987 veröffentlichter Artikel der Newsweek, demzufolge „Shona Bildhauerei (...) wahrscheinlich eine der wichtigsten neuen Kunstformen dieses Jahrhunderts (ist).” Und der Chefkritiker des Londoner Sunday Telegraph erklärte 1988 drei Shona-Künstler zu den größten lebenden Bildhauern der Welt.

Der Regionalverband Harz e.V., der Nationalpark Harz und die Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg, wollen mit dem Workshop-Thema „Natur und Mensch“ einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Akzeptanz des Nationalparks wie des Naturparks Harz leisten. Beide Schutzgebiet stehen für die Verknüpfung von Natur- und Kulturlandschaft und deren Weitervermittlung an den Menschen. Der geplante Workshop liefert diesbezüglich eine neue Qualität für die Region Harz: Bildende Kunst wird als Mittel genutzt, um Menschen zu sensibilisieren für die immense Bedeutung, die die natürliche Umwelt und deren Erhalt für ihr Leben hat. Das künstlerische Gestalten von Naturmaterialien symbolisiert schonenden und fantasiereichen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen und regt zu Diskussionen über eine nachhaltige im Harz an.

Eine besondere Form der Vernetzung stellt auch die Möglichkeit dar, an einigen Tagen während der drei Wochen „Schüler der Steinbildhauerkunst“ bei einem der fünf Shona-Künstler zu sein. Jeder Shona-Künstler ist bereit, zwei Schüler neben der eigenen Arbeit zu betreuen. Interessenten melden sich dafür direkt bei der Nationalparkverwaltung in Oderhaus (Frau Nörenberg, Tel. 05582 / 9189-42). Die Region Harz kann sich auf ein künstlerisches Ereignis auf höchstem Niveau freuen. Der Regionalverband Harz, die Bergstadt St. Andreasberg und der Nationalpark Harz hoffen auf einen regen Besucherzuspruch, der als Ansporn für künftige Projekte von ähnlicher Qualität dienen würde.
Autor: nnz

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