Mo, 14:19 Uhr
27.08.2007
Spät, aber noch...
Nordhausen (nnz). Die Bundesregierung will eine nationale Bildungsoffensive starten. Was der Mittelstand in Nordthüringen dazu sagt, das hat die nnz erfahren.
Das Problem des Facharbeitermangels ist nun endlich auch auf der Agenda der Großen Koalition angekommen. Mit einer neuen Bildungsinitiative will die Bundesregierung gegensteuern. Was aber an Details unter dem viel versprechenden Schlagwort Nationale Qualifizierungsoffensive durchsickert, scheint sich einmal mehr auf Änderungen an dem bestehenden System zu beschränken. Dabei ist es höchste Zeit, die Weichen für ein zukunftsfähiges und altersunabhängiges Bildungssystem zu stellen. Der Fachkräftemangel ist nicht allein durch verschiedene Einzelmaßnahmen für bestimmte Personengruppen zu lösen, so die Reaktion von Volker Beiersdorf, Kreisgeschäftsführer des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW). Das Problem liege an anderer Stelle: Wissen ist nicht erst gegenwärtig einer rasanten Entwicklung unterworfen. ‚Neue Erkenntnisse’ sind je nach Branche schnell ‚von gestern’. Erworbene Qualifikationen veralten heutzutage schneller als noch vor zehn Jahren.
Deshalb dürfen wir nicht ausschließlich auf traditionelle Konzepte setzen, sondern müssen uns der Herausforderung des ‚lebenslangen Lernens’ – im Sinne von lebenslangem NEU-Lernen – stellen. Ein Schlüssel dazu sind altersunabhängige Aus- und Weiterbildungssysteme. Der Bildungsmarkt muss sich in alle Richtungen öffnen, so Beiersdorf.
Viele Möglichkeiten sind denkbar, um dem Mangel an qualifiziertem Fachpersonal entgegen zu wirken. Warum sollte ein Zweitstudium mit 40 nicht üblich sein? Nicht nur Politik und Wirtschaft, auch die Universitäten und Fachhochschulen in Thüringen sowie privatwirtschaftliche Bildungsträger sind hier als regionale Ansprechpartner gefragt.
Autor: nnzDas Problem des Facharbeitermangels ist nun endlich auch auf der Agenda der Großen Koalition angekommen. Mit einer neuen Bildungsinitiative will die Bundesregierung gegensteuern. Was aber an Details unter dem viel versprechenden Schlagwort Nationale Qualifizierungsoffensive durchsickert, scheint sich einmal mehr auf Änderungen an dem bestehenden System zu beschränken. Dabei ist es höchste Zeit, die Weichen für ein zukunftsfähiges und altersunabhängiges Bildungssystem zu stellen. Der Fachkräftemangel ist nicht allein durch verschiedene Einzelmaßnahmen für bestimmte Personengruppen zu lösen, so die Reaktion von Volker Beiersdorf, Kreisgeschäftsführer des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW). Das Problem liege an anderer Stelle: Wissen ist nicht erst gegenwärtig einer rasanten Entwicklung unterworfen. ‚Neue Erkenntnisse’ sind je nach Branche schnell ‚von gestern’. Erworbene Qualifikationen veralten heutzutage schneller als noch vor zehn Jahren.
Deshalb dürfen wir nicht ausschließlich auf traditionelle Konzepte setzen, sondern müssen uns der Herausforderung des ‚lebenslangen Lernens’ – im Sinne von lebenslangem NEU-Lernen – stellen. Ein Schlüssel dazu sind altersunabhängige Aus- und Weiterbildungssysteme. Der Bildungsmarkt muss sich in alle Richtungen öffnen, so Beiersdorf.
Viele Möglichkeiten sind denkbar, um dem Mangel an qualifiziertem Fachpersonal entgegen zu wirken. Warum sollte ein Zweitstudium mit 40 nicht üblich sein? Nicht nur Politik und Wirtschaft, auch die Universitäten und Fachhochschulen in Thüringen sowie privatwirtschaftliche Bildungsträger sind hier als regionale Ansprechpartner gefragt.

