Do, 09:43 Uhr
23.08.2007
Bilanz kann sich sehen lassen
Nordhausen (nnz). Wer bisher dachte, eine Kriminalpolizei würde es lediglich bei der normalen Polizei geben, der irrt. Auch die Steuerbehörden im Freistaat verfügen über diese Ermittler. Und die haben im vergangenen Jahr viel ermittelt. Die nnz mit Zahlen.
Die Kriminalpolizei der Thüringer Steuerverwaltung hat nach Aussage von Finanzministerin Birgit Diezel im Jahr 2006 ein Mehrergebnis von rund 27,5 Millionen Euro ermittelt. Damit hätten die 55 Thüringer Steuerfahnder das Vorjahresergebnis um rund 50 Prozent - das seien rund 9 Millionen Euro übertroffen, so die Ministerin. Schwerpunkte der Tätigkeit blieben weiterhin Geldwäschedelikte, länderübergreifender Umsatzsteuerbetrug sowie illegale Beschäftigung. Die Qualifizierung der Fahnder komme dabei nach wie vor eine große Bedeutung zu. Die Erfahrung zeige, dass die kriminelle Energie immer wieder neue Wege finde. Dem müsse die Steuerfahndung weiterhin Rechnung tragen, so Diezel weiter.
Das Mehrergebnis sei dabei im Vergleich stärker angestiegen als die Zahl der durchgeführten Prüfungen, erläuterte die Ministerin. Die Fahndungsprüfungen seien von 463 auf 410 zurückgegangen. Auch die Zahl der eingeleiteten Strafverfahren sei mit 236 zu 245 Fällen leicht rückläufig. Anderseits habe sich die Höhe der Geldstrafen sowie der Geldbußen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht erhöht. So habe sich zum Beispiel die Summe festgesetzten Zahlungen von rund 227.000 auf 286.000 Euro erhöht. Darüber hinaus seien Freiheitsstrafen wegen steuerlicher Delikte in Höhe von knapp 11 Jahren verhängt und über 1400 Stunden gemeinnützige Arbeit angeordnet worden.
Diese Ergebnisse zeugen von der kriminellen Energie Einzelner, so Diezel. Umso wichtiger sei der Beitrag der Steuerfahndung im Kampf gegen Wettbewerbsverzerrung. Diesen Grundsatz habe die Thüringer Steuerfahndung auch im vergangenen Jahr durchgesetzt. Die Wahrung eines gleichmäßigen Steuervollzuges und die Verfolgung von Steuerstraftaten bleiben Kernaufgaben des Staates in der sozialen Marktwirtschaft, so Diezel abschließend.
Autor: nnzDie Kriminalpolizei der Thüringer Steuerverwaltung hat nach Aussage von Finanzministerin Birgit Diezel im Jahr 2006 ein Mehrergebnis von rund 27,5 Millionen Euro ermittelt. Damit hätten die 55 Thüringer Steuerfahnder das Vorjahresergebnis um rund 50 Prozent - das seien rund 9 Millionen Euro übertroffen, so die Ministerin. Schwerpunkte der Tätigkeit blieben weiterhin Geldwäschedelikte, länderübergreifender Umsatzsteuerbetrug sowie illegale Beschäftigung. Die Qualifizierung der Fahnder komme dabei nach wie vor eine große Bedeutung zu. Die Erfahrung zeige, dass die kriminelle Energie immer wieder neue Wege finde. Dem müsse die Steuerfahndung weiterhin Rechnung tragen, so Diezel weiter.
Das Mehrergebnis sei dabei im Vergleich stärker angestiegen als die Zahl der durchgeführten Prüfungen, erläuterte die Ministerin. Die Fahndungsprüfungen seien von 463 auf 410 zurückgegangen. Auch die Zahl der eingeleiteten Strafverfahren sei mit 236 zu 245 Fällen leicht rückläufig. Anderseits habe sich die Höhe der Geldstrafen sowie der Geldbußen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht erhöht. So habe sich zum Beispiel die Summe festgesetzten Zahlungen von rund 227.000 auf 286.000 Euro erhöht. Darüber hinaus seien Freiheitsstrafen wegen steuerlicher Delikte in Höhe von knapp 11 Jahren verhängt und über 1400 Stunden gemeinnützige Arbeit angeordnet worden.
Diese Ergebnisse zeugen von der kriminellen Energie Einzelner, so Diezel. Umso wichtiger sei der Beitrag der Steuerfahndung im Kampf gegen Wettbewerbsverzerrung. Diesen Grundsatz habe die Thüringer Steuerfahndung auch im vergangenen Jahr durchgesetzt. Die Wahrung eines gleichmäßigen Steuervollzuges und die Verfolgung von Steuerstraftaten bleiben Kernaufgaben des Staates in der sozialen Marktwirtschaft, so Diezel abschließend.


