Do, 08:26 Uhr
21.02.2002
nnz-Rückspiegel: 21. Februar 2001
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Handgranate, K.O.-System, GMD Stangel
Anrufer und Handgranatenträger eine Person?
Den gestrigen Arbeitstag hätten sich die Mitarbeiter des Nordhäuser Arbeitsamtes anders vorgestellt. Ein anonymer Anrufer hatte angekündigt, daß ein Anschlag geplant sei. Heute stellte die Polizei der nnz erste Ermittlungsergebnisse vor. Der anonyme Anruf beim Arbeitsamt kam von einer Telefonzelle am Nordhäuser Marktkauf. Ein Mann solle auf dem Weg zum Arbeitsamt sein. Statt der sonst üblichen Unterlagen soll er zwei Handgranaten bei sich haben. Auch einen Namen nannte der Telefonierer. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt konnte der Anrufer schließlich identifiziert werden, so die Pressestelle der Polizei. Der Gesuchte und Gefundene wurde gestern nachmittag in Polizeigewahrsam genommen. Er stritt bei den Vernehmungen alle Vorwürfe ab und verlangte nach einem Anwalt. Zu den Untersuchungen der Kriminalpolizei gehören in diesem Fall auch Stimmvergleiche, die im Landeskriminalamt analysiert werden sollen. ausführlich im nnz-Archiv
Unterschiedliche Reaktionen auf Stangel-Ankündigung
Die Ankündigung von Generalmusikdirektor Peter Stangel hat in Nordhausen und Sondershausen unterschiedliche Reaktion ausgelöst. nnz hat sie zusammengefaßt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Theater Nordhausen/Lohorchester Sondershausen GmbH, Klaus Wahlbuhl, will sich vor der nächsten Gesellschaftersitzung überhaupt nicht zu den jüngsten Vorgängen am Theater äußern. Der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins des Lohorchsters, Wolfgang Wytrieckus, bedauert die Entwicklung. Mit Stangel habe das Lohorchester nicht nur zu einer Kontinuität gefunden, der GMD habe dem Klangkörper auch wieder zu einen hervorragenden Ruf über die Nordthüringer Grenzen hinweg verholfen. Es könne nicht sein, daß der zweite Mann des Hauses von einem Verwaltungsdirektor Hausverbot erhalte oder mit Polizeigewalt von einer Probe angehalten werden sollte. Der Verwaltungschef solle sich lieber ums Zählen der Bleistifte kümmern und sich nicht an der Demontage eines fähigen Mannes und damit des gesamten Theaters beteiligen. Kritik richtet Wytrieckus auch an die Gesellschafter und den Aufsichtsrat der GmbH. Beide Gremien hätten gegen die drohende Entwicklung nichts unternommen. ausführlich im nnz-Archiv
Nordthüringer Zweckverband favorisiert Müllverbrennung?
Nach Ansicht von Kreistagsmitglied Matthias Jendricke (SPD) favorisiert der Zweckverband Abfallwirtschaft (ZAN) immer noch den Bau einer Müllverbrennungsanlage in Nordthüringen. Ein in die Planung gefaßter Standort soll Nentzelsrode bei Nordhausen sein. Nicht nur Jendricke befürchtet derartige Planungen, auch Landrat Joachim Claus (CDU) kann derzeit nicht verstehen, warum der Verband bei seinen Planungen so auf Eile setze. Den Druck, den vor allem der Landkreis Eichsfeld gegenwärtig ausübt, den werde ich nicht mit tragen, so Claus gestern vor dem Kreistag. Zur Zeit wird für den ZAN ein Gutachten erarbeitet, daß in einen möglichen Ausschreibungstext für eine Restabfallverarbeitungsanlage müden soll. Joachim Claus favorisiert nicht die Variante einer Müllverbrennung, sondern eine mechanisch-biologische Alternative. Mit diesem Standpunkt hat der Landkreis Nordhausen gegenüber dem Landkreis Eichsfeld einen schweren Stand. Sowohl der ZAN-Geschäftsführer Sachse als auch der Verbandsvorsitzende, Landrat Dr. Henning, kämen schließlich aus dem Eichsfeld und da sei kein Standort vorgesehen. ausführlich im nnz-Archiv
Martin Höche: Nicht weiter um den heißen Brei reden!
Mit aller Schärfe hat Martin Höche (CDU) während der Kreistagssitzung den Finger in die Wunde der Kreisverwaltung gelegt. Die Personalkosten. nnz hat bei dem Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein nachgefragt. Es war auch gestern für mich unverständlich, daß während der gesamten Kreistagssitzung wieder nur um den heißen Brei herum geredet wurde. Wir Kreistagsmitglieder müssen den Mut haben, das Kind beim Namen zu nennen, so Höche. Für den CDU-Fraktionär sei klar, daß der Kreistag gewählt wurde, um für das Wohl und Wehe der Bürger im Landkreis Nordhausen zu sorgen. Es könne nicht sein, daß die rund 500 Mitarbeiter der Kreisverwaltung auf immer und ewig ein sicheres Auskommen hätten, und das angesichts der Entwicklungen in den zurückliegenden Jahren. Höche spannt dabei den Bogen von der IFA bis hinzu ASTRAL oder der Deusa. ausführlich im nnz-Archiv
Neuer FHN-Rektor wurde im K.O.-System gewählt
Der Hochschulrat der Fachhochschule Nordhausen hat heute einen neuen Rektor gewählt. Der neue Mann tritt die Nachfolge von Gründungsrektorin Gisela Rauschhofer an. Prof. Dr. Christian Juckenack wird neuer Rektor der Fachhochschule Nordhausen (FHN). Er wurde mit absoluter Mehrheit heute von den Mitgliedern des vorläufigen Hochschulrates gewählt. Prorektoren sind Prof. Dr. Reinhard Herboth und Prof. Dr. sc. Gerd-Reiner Vollmer. Juckenack übernimmt ab 1. März das Amt von Gründungsrektorin Gisela Rauschhofer, die seit 1997 die Hochschule in Nordhausen aufgebaut hat und nun in den Ruhestand geht. Zur Wahl für das Rektoramt hatten sich insgesamt vier Professoren gestellt. ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzHandgranate, K.O.-System, GMD Stangel
Anrufer und Handgranatenträger eine Person?
Den gestrigen Arbeitstag hätten sich die Mitarbeiter des Nordhäuser Arbeitsamtes anders vorgestellt. Ein anonymer Anrufer hatte angekündigt, daß ein Anschlag geplant sei. Heute stellte die Polizei der nnz erste Ermittlungsergebnisse vor. Der anonyme Anruf beim Arbeitsamt kam von einer Telefonzelle am Nordhäuser Marktkauf. Ein Mann solle auf dem Weg zum Arbeitsamt sein. Statt der sonst üblichen Unterlagen soll er zwei Handgranaten bei sich haben. Auch einen Namen nannte der Telefonierer. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt konnte der Anrufer schließlich identifiziert werden, so die Pressestelle der Polizei. Der Gesuchte und Gefundene wurde gestern nachmittag in Polizeigewahrsam genommen. Er stritt bei den Vernehmungen alle Vorwürfe ab und verlangte nach einem Anwalt. Zu den Untersuchungen der Kriminalpolizei gehören in diesem Fall auch Stimmvergleiche, die im Landeskriminalamt analysiert werden sollen. ausführlich im nnz-Archiv
Unterschiedliche Reaktionen auf Stangel-Ankündigung
Die Ankündigung von Generalmusikdirektor Peter Stangel hat in Nordhausen und Sondershausen unterschiedliche Reaktion ausgelöst. nnz hat sie zusammengefaßt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Theater Nordhausen/Lohorchester Sondershausen GmbH, Klaus Wahlbuhl, will sich vor der nächsten Gesellschaftersitzung überhaupt nicht zu den jüngsten Vorgängen am Theater äußern. Der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins des Lohorchsters, Wolfgang Wytrieckus, bedauert die Entwicklung. Mit Stangel habe das Lohorchester nicht nur zu einer Kontinuität gefunden, der GMD habe dem Klangkörper auch wieder zu einen hervorragenden Ruf über die Nordthüringer Grenzen hinweg verholfen. Es könne nicht sein, daß der zweite Mann des Hauses von einem Verwaltungsdirektor Hausverbot erhalte oder mit Polizeigewalt von einer Probe angehalten werden sollte. Der Verwaltungschef solle sich lieber ums Zählen der Bleistifte kümmern und sich nicht an der Demontage eines fähigen Mannes und damit des gesamten Theaters beteiligen. Kritik richtet Wytrieckus auch an die Gesellschafter und den Aufsichtsrat der GmbH. Beide Gremien hätten gegen die drohende Entwicklung nichts unternommen. ausführlich im nnz-Archiv
Nordthüringer Zweckverband favorisiert Müllverbrennung?
Nach Ansicht von Kreistagsmitglied Matthias Jendricke (SPD) favorisiert der Zweckverband Abfallwirtschaft (ZAN) immer noch den Bau einer Müllverbrennungsanlage in Nordthüringen. Ein in die Planung gefaßter Standort soll Nentzelsrode bei Nordhausen sein. Nicht nur Jendricke befürchtet derartige Planungen, auch Landrat Joachim Claus (CDU) kann derzeit nicht verstehen, warum der Verband bei seinen Planungen so auf Eile setze. Den Druck, den vor allem der Landkreis Eichsfeld gegenwärtig ausübt, den werde ich nicht mit tragen, so Claus gestern vor dem Kreistag. Zur Zeit wird für den ZAN ein Gutachten erarbeitet, daß in einen möglichen Ausschreibungstext für eine Restabfallverarbeitungsanlage müden soll. Joachim Claus favorisiert nicht die Variante einer Müllverbrennung, sondern eine mechanisch-biologische Alternative. Mit diesem Standpunkt hat der Landkreis Nordhausen gegenüber dem Landkreis Eichsfeld einen schweren Stand. Sowohl der ZAN-Geschäftsführer Sachse als auch der Verbandsvorsitzende, Landrat Dr. Henning, kämen schließlich aus dem Eichsfeld und da sei kein Standort vorgesehen. ausführlich im nnz-Archiv
Martin Höche: Nicht weiter um den heißen Brei reden!
Mit aller Schärfe hat Martin Höche (CDU) während der Kreistagssitzung den Finger in die Wunde der Kreisverwaltung gelegt. Die Personalkosten. nnz hat bei dem Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein nachgefragt. Es war auch gestern für mich unverständlich, daß während der gesamten Kreistagssitzung wieder nur um den heißen Brei herum geredet wurde. Wir Kreistagsmitglieder müssen den Mut haben, das Kind beim Namen zu nennen, so Höche. Für den CDU-Fraktionär sei klar, daß der Kreistag gewählt wurde, um für das Wohl und Wehe der Bürger im Landkreis Nordhausen zu sorgen. Es könne nicht sein, daß die rund 500 Mitarbeiter der Kreisverwaltung auf immer und ewig ein sicheres Auskommen hätten, und das angesichts der Entwicklungen in den zurückliegenden Jahren. Höche spannt dabei den Bogen von der IFA bis hinzu ASTRAL oder der Deusa. ausführlich im nnz-Archiv
Neuer FHN-Rektor wurde im K.O.-System gewählt
Der Hochschulrat der Fachhochschule Nordhausen hat heute einen neuen Rektor gewählt. Der neue Mann tritt die Nachfolge von Gründungsrektorin Gisela Rauschhofer an. Prof. Dr. Christian Juckenack wird neuer Rektor der Fachhochschule Nordhausen (FHN). Er wurde mit absoluter Mehrheit heute von den Mitgliedern des vorläufigen Hochschulrates gewählt. Prorektoren sind Prof. Dr. Reinhard Herboth und Prof. Dr. sc. Gerd-Reiner Vollmer. Juckenack übernimmt ab 1. März das Amt von Gründungsrektorin Gisela Rauschhofer, die seit 1997 die Hochschule in Nordhausen aufgebaut hat und nun in den Ruhestand geht. Zur Wahl für das Rektoramt hatten sich insgesamt vier Professoren gestellt. ausführlich im nnz-Archiv

