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Mi, 17:19 Uhr
08.08.2007

Damit der Urlaub nicht zum Albtraum wird

Nordhausen (nnz). Am Urlaubsort angekommen lauern vielfältige Gefahren auf Touristen. Alle rechnen mit der Gutgläubigkeit der Urlauber, so auch die Ganoven. Bewahren Sie sich ihr gesundes Misstrauen, auch wenn Sie die Urlaubsstimmung vieles vergessen lässt. Weitere Tipps des Thüringer Landeskriminalamtes in Ihrer nnz.


Deponieren Sie unmittelbar nach Ankunft am Urlaubsort Ihre Wertsachen, Bargeld und Dokumente im Safe oder Schließfach des Hotels. „Verstecken“ Sie keine Sachen im Zimmer, die Diebe kennen diese Verstecke auch! Camper sollten ihre Wertsachen in fest mit dem Fahrzeug oder Wohnwagen verbundene Wertbehältnisse einschließen. Der Fachhandel hält entsprechende Produkte bereit.

In den Urlaubsgebieten wird man immer wieder angesprochen, Bargeld der Landeswährung wesentlich günstiger zu tauschen. Der vermeintliche Umtauschvorteil stellt sich leider oft als Nachteil heraus. In vielen Fällen handelt es sich um sogenannte Wechselfallen. Ihnen wird aus einem Bündel Geldscheinen das Tauschgeld gezeigt und vorgezählt. Durch eine Nebensächlichkeit werden Sie kurz abgelenkt. Nach einem „Taschenspielertrick“ erhalten Sie ein Bündel mit gewickelten Geldscheinen, von dem Sie glauben, Sie hätten es zuvor gezählt.

Danach geht alles sehr schnell und die „freundlichen Wechsler“ sind verschwunden. Sie bleiben mit ein oder zwei Geldscheinen und wertlosem Papier zurück. Um Ihre Urlaubskasse nicht durch so etwas plündern zulassen, tauschen Sie Bargeld nur an den dafür vorgesehenen öffentlichen Stellen oder am Automat. Sie ersparen sich auch Unannehmlichkeiten, sollte man Ihnen eventuell Falschgeld angedreht haben.

Bargeld und Dokumente immer am Körper tragen. Geldbörsen und Brieftaschen gehören nicht in die Gesäßtasche! Wenn man bei leichter Sommerbekleidung keine geeigneten Taschen in der Kleidung hat, dann immer eine Bauchtasche oder einen Brustbeutel benutzen, auch wenn es nicht der letzte modische Schrei ist!

Taschendiebe nutzen ihre Möglichkeiten im Gedränge. Achten Sie in Personenansammlungen besonders auf Ihr Eigentum. Sichern Sie Handtaschen durch Unterklemmen mit dem Arm oder tragen Sie diese vor dem Körper.

Lassen Sie sich von der ausgelassenen Urlaubsstimmung nicht zu Rechtsgeschäften verleiten, welche Sie sonst möglicherweise nicht abgeschlossen hätten. Gemeint ist das Timesharing, also das Recht, zu einer bestimmten Zeit in einer Immobilie Urlaub machen zu können. Neben wenigen seriösen Anbietern gibt es eine Unmenge von Betrügern. Sie nutzen Gesetzeslücken der Urlaubsländer aus und ziehen Ihnen das Geld aus der Tasche. Sollten Sie sich für ein solches Modell interessieren, informieren Sie sich vorab von zu Hause aus. Unterschreiben Sie vor Ort ohne umfangreiche Kenntnisse keine Verträge und leisten Sie keine Zahlungen. Beachten Sie immer, dass sich der Rechtsstand dann im Ausland befindet und Sie alle juristischen Aus-einandersetzungen auch dort führen müssten. Sie sollten auch immer beachten, Timesharing ist keine preiswerte Urlaubsart, da Sie die An- und Abreise und die Unterhaltung immer selbst tragen müssen. Vielleicht ist es günstiger und interessanter, für dasselbe Geld jedes Jahr Pauschalreisen in andere Regionen zu unternehmen.

Wie groß wäre Ihre Überraschung, wenn nach dem Urlaub die Kreditkartenabrechnung einen horrenden Betrag aufweißt, den Sie sich nicht erklären können. Behalten Sie aus diesem Grunde Ihre Kreditkarten immer im Auge. Manch ein Urlauber hat schon eine wertlose Dublette mit nach Hause genommen, aber sein Konto war leergeräumt.

Lassen Sie sich nicht animieren, an Hütchenspielen teilzunehmen. Sie können nicht gewinnen! Sie spielen gegen eine ganze Gruppe, auch wenn Ihnen das nicht bewusst ist. Ob Spielführer, Spieler oder zufälliger Passant – alle wollen Sie zum Spiel verleiten. Nach einem anfänglichen Gewinn werden Sie immer verlieren!

Erkundigen Sie sich nach den Zollbestimmungen Ihres Reiselandes für die Ein- und Ausreise. Manch einer hat sich schon gewundert, warum er plötzlich von Zollbeamten peinlich genau unter die Lupe genommen wurde.

Für seine Sicherheit und seinen Eigentumsschutz ist in erster Linie jeder selbst verantwortlich, die Polizei kann Sie dabei nur unterstützen! Weitere Tipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de .
Autor: nnz

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