Fr, 16:23 Uhr
20.07.2007
Wacker-Rückblick: Vor 20 Jahren
Nordhausen (nnz). Der vierte Teil des Sommer-Rückblicks in 10-Jahres-Schritten von Klaus Verkouter führt ins Jahr 1987. Da werden wir einem Spieler begegnen, der im bundesdeutschen Fußball ganz oben mit agiert...
18 Jahre ohne Unterbrechung spielte Motor Nordhausen mit Beendigung der Saison 1986/87, die mit einem guten 5. Platz hinter dem HFC, Zwickau, Böhlen und Hoyerswerda abgeschlossen wurde, in der DDR-Liga. Der jetzige Trainer des Bundesligisten Energie Cottbus, Petrick Sander, hatte in Motordiensten als schlitzohriger Vollstrecker 15 der 54 Nordhäuser Tore und damit den 2. Platz in der Torschützenliste der Liga erzielt.
Sander (Foto: Archiv Verkouter)
Der damalige Motor-Trainer Albert Krebs hatte es verstanden, fünf Neulinge erfolgreich in die Mannschaft zu integrieren (neben Sander hießen sie Alf Boegelsack, Frank Ludwig, Steffen Schlegel und Frank Hegeholz). Anschlusskader wie René Kiel oder Ulrich Kaseletzky waren vollwertige Stammspieler geworden. Uwe Etzrodt wurde noch vor den eben genannten Akteuren zum Spieler der Saison gewählt.
Eine ähnliche Situation hat auch Trainer Venth in diesem Sommer zu meistern: Bisher gibt es fünf gemeldete Neulinge und wie damals mit Sander verlässt auch dieses Jahr der beste Torschütze (Torsten Klaus) den Verein, um höherklassig zu spielen. Auch Krebs hatte sich um eine moderne Spielweise seiner Männer bemüht. Rückschläge und viele Gegentore waren beklagt worden.
Übrigens musste Motor im Sommer 1987 nicht weniger als sieben Abgänge verkraften. Die Vorbereitungszeit auf die neue Saison war wie in diesem Jahr mit gut drei Wochen sehr knapp, denn Anfang August gab es schon den ersten Punktspieltag.
Der erste Testgegner, Oberligist FC Carl Zeiss Jena, kam entschieden zu früh und ließ Motor im Ernst-Abbe-Sportfeld mit 6:1 keine Chance. Die Jenaer standen zu dieser Zeit bereits im Saft, weil sie im europäischen IFC-Wettbewerb schon Begegnungen absolviert hatten. In englischen Wochen (Wochenende und Mittwoch) ging es weiter. Union Mühlhausen unterlag im Albert-Kuntz-Sportpark 1:3 und drei Tage später an gleicher Stelle besiegte Oberligist FC Rot-Weiß Erfurt die Nordhäuser mit 3:0.
Nach drei Trainingstagen reiste Motor am 25. Juli 1987 in die Messestadt, um gegen den gerade im Endspiel des Europacups der Pokalsieger gegen Ajax Amsterdam mit 0:1 unterlegenen 1. FC Lok Leipzig zu bestehen. Das gelang nicht so richtig, denn 5:0 wurde verloren.
Es blieben nur noch zwei Vorbereitungsspiele zu Hause am 28. und 30. Juli, um sich den letzten Schliff zu holen. Einheit Wernigerode wurde mit 7:2 besiegt, zwei Tage später gegen DDR-Ligist Motor Schönebeck war beim 0:3 die Kraft verbraucht. Zweifacher Torschütze für die Gäste war der Magdeburger Ex-Nationalspieler Steinbach.
Am 7. Spieltag gelang der Mannschaft damals der erste Punktspielsieg gegen Tiefenort. Erst am letzten Spieltag konnte durch das bessere Torverhältnis auch im 19. Jahr die DDR-Liga gehalten werden.
Klaus Verkouter
Autor: nnz18 Jahre ohne Unterbrechung spielte Motor Nordhausen mit Beendigung der Saison 1986/87, die mit einem guten 5. Platz hinter dem HFC, Zwickau, Böhlen und Hoyerswerda abgeschlossen wurde, in der DDR-Liga. Der jetzige Trainer des Bundesligisten Energie Cottbus, Petrick Sander, hatte in Motordiensten als schlitzohriger Vollstrecker 15 der 54 Nordhäuser Tore und damit den 2. Platz in der Torschützenliste der Liga erzielt.
Sander (Foto: Archiv Verkouter)
Der damalige Motor-Trainer Albert Krebs hatte es verstanden, fünf Neulinge erfolgreich in die Mannschaft zu integrieren (neben Sander hießen sie Alf Boegelsack, Frank Ludwig, Steffen Schlegel und Frank Hegeholz). Anschlusskader wie René Kiel oder Ulrich Kaseletzky waren vollwertige Stammspieler geworden. Uwe Etzrodt wurde noch vor den eben genannten Akteuren zum Spieler der Saison gewählt.Eine ähnliche Situation hat auch Trainer Venth in diesem Sommer zu meistern: Bisher gibt es fünf gemeldete Neulinge und wie damals mit Sander verlässt auch dieses Jahr der beste Torschütze (Torsten Klaus) den Verein, um höherklassig zu spielen. Auch Krebs hatte sich um eine moderne Spielweise seiner Männer bemüht. Rückschläge und viele Gegentore waren beklagt worden.
Übrigens musste Motor im Sommer 1987 nicht weniger als sieben Abgänge verkraften. Die Vorbereitungszeit auf die neue Saison war wie in diesem Jahr mit gut drei Wochen sehr knapp, denn Anfang August gab es schon den ersten Punktspieltag.
Der erste Testgegner, Oberligist FC Carl Zeiss Jena, kam entschieden zu früh und ließ Motor im Ernst-Abbe-Sportfeld mit 6:1 keine Chance. Die Jenaer standen zu dieser Zeit bereits im Saft, weil sie im europäischen IFC-Wettbewerb schon Begegnungen absolviert hatten. In englischen Wochen (Wochenende und Mittwoch) ging es weiter. Union Mühlhausen unterlag im Albert-Kuntz-Sportpark 1:3 und drei Tage später an gleicher Stelle besiegte Oberligist FC Rot-Weiß Erfurt die Nordhäuser mit 3:0.
Nach drei Trainingstagen reiste Motor am 25. Juli 1987 in die Messestadt, um gegen den gerade im Endspiel des Europacups der Pokalsieger gegen Ajax Amsterdam mit 0:1 unterlegenen 1. FC Lok Leipzig zu bestehen. Das gelang nicht so richtig, denn 5:0 wurde verloren.
Es blieben nur noch zwei Vorbereitungsspiele zu Hause am 28. und 30. Juli, um sich den letzten Schliff zu holen. Einheit Wernigerode wurde mit 7:2 besiegt, zwei Tage später gegen DDR-Ligist Motor Schönebeck war beim 0:3 die Kraft verbraucht. Zweifacher Torschütze für die Gäste war der Magdeburger Ex-Nationalspieler Steinbach.
Am 7. Spieltag gelang der Mannschaft damals der erste Punktspielsieg gegen Tiefenort. Erst am letzten Spieltag konnte durch das bessere Torverhältnis auch im 19. Jahr die DDR-Liga gehalten werden.
Klaus Verkouter



