eic kyf msh nnz uhz tv nt
Mi, 11:29 Uhr
18.07.2007

Mit einander reden

Nordhausen (nnz). In einem Gebäude der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) in Nordhausen traf sich am Vormittag Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) mit dem Geschäftsführer von Bike Systems, Frederick Müller. Anschließend besuchte Reinholz die Mitarbeiter des Unternehmens. Die nnz war für Sie dabei.

Kirchner, Reinholz, Drissen (Foto: nnz) Kirchner, Reinholz, Drissen (Foto: nnz)

Als Gesprächsort hatte sich der Nordhäuser Jürgen Reinholz den so genannten „Adlerhorst“ im LEG-Gebäude am Hüpedenweg ausgesucht. Von dort oben geht der Blick über die Hallen der ehemaligen IFA bis hin zu Bike Systems. Dessen Geschäftsführer Frederick Müller habe Reinholz dahingehend unterrichtet, dass die Gesellschafter von Bike Systems sehr wohl an der Ausarbeitung eines Sozialplanes interessiert seien.

Unternehmerische Masse sei dazu vorhanden. Bleibe die Frage, was wird mit dem Geld des Unternehmens gemacht? Entweder in Form von Gehältern und Löhnen auszahlen oder in einen Sozialplan stecken. Jürgen Reinholz plädiert für die Sozialplanvariante. Parallel dazu werde er sich gemeinsam mit der LEG und dem Unternehmen für die Etablierung einer Auffanggesellschaft einsetzen, deren Schwerpunkt auf der Qualifizierung der Arbeitnehmer liegen müsse. Hier könnten das Land und die LEG ihre Erfahrungen einbringen.

Nach dem Gespräch mit Müller, an dem auch Ministeriums-Abteilungsleiter Johannes Drissen teilnahm, besuchte der Minister die Mitarbeiter bei Bike Systems. Dort ließ er sich von der Vorsitzenden des Betriebsrates, Heidrun Kirchner, aus Sicht der Arbeitnehmervertreter über die aktuelle Situation informieren. Jürgen Reinholz regte dabei unter anderem an, noch einmal ein sachliches Gespräch mit der Geschäftsführung zu suchen, an dem auch der Rechtsanwalt der Arbeitnehmerseite teilnehmen sollte.

Gemeinsam mit der LEG werde sich Reinholz bemühen, Investoren für das Fahrradwerk in Nordhausen zu suchen. Nach nnz-Informationen soll es dazu bereits Gespräche geben. Kontakte seien bis nach Shanghai in China aufgenommen worden. Sollte es zu einer Weiterführung des Betriebes mit einem anderen Investor kommen, dann könnten in Nordhausen sicher nicht mehr Fahrräder im Niedrigpreissegment gebaut werden. Hier müsse etwas Exklusives produziert werden, um so eine Nische im Markt zu finden. Gerade für Investoren aus dem fernen Osten bieten sich nach Meinung von Reinholz interessante Perspektiven. Der Transport der in China hergestellten Fahrräder überschreite jetzt schon die Produktionskosten. Warum also sollen chinesische Investoren nicht die Bikes in Nordhausen fertigen lassen? Allerdings müsse man sich hierbei auf langfristige Verhandlungen einstellen, bremste Minister Reinholz eine eventuell aufkommende Euphorie.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)