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Mi, 08:22 Uhr
18.07.2007

Quo vadis – Rehungen?

Nordhausen/Sollstedt (nnz). Die Gemeinde Rehungen hat keinen beschlossenen Haushalt in diesem Jahr, Kreisumlage kann auch nicht gezahlt werden. Nun suchen die Verantwortlichen das Heil in der Flucht. Naheliegender Fluchtpunkt wäre Sollstedt. Sind die Rehunger dort aber auch willkommen? Gestern fiel die Entscheidung.


Mit großer Mehrheit hatte der Sollstedter Gemeinderat der Eingliederung von Rehungen und dem Abschluss eines Eingemeindungsvertrages zugestimmt, berichtet Bürgermeister Jürgen Hohberg (pl) der nnz. Er sei nun beauftragt worden, seine Unterschrift unter den Vertrag zu setzen. Gleiches werde sein Rehunger Kollege Detlef Schacht tun. In diesem Jahr noch in das Gesetzgebungsverfahren zu kommen, das wird nicht möglich sein. Das Thüringer Innenministerium hatte den Sollstedtern signalisiert, bis Februar kommenden Jahres alle erforderlichen Unterlagen einzureichen, damit beim nächsten Gesetzgebungsverfahren auch die Rehunger Eingemeindung bedacht werden kann.

Bürgermeister Hohberg sei dankbar für die klare Mehrheit. Er hatte zuvor dem Gemeinderat die negativen Folgen der Eingemeindung klar gemacht, letztlich um alle Fakten auf den Tisch zu legen. Jetzt kann es nicht mehr heißen: Das hatten wir nicht gewußt.

Die Baumaßnahme des Abwasserzweckverbandes wird in Rehungen erst einmal ohne finanzielle Beteiligung von Sollstedt über die Bühne gehen müssen. Da die Gemeinde Rehungen ihren Anteil kaum aufbringen kann, wird zur kompletten Finanzierung entweder der Verband herangezogen oder die Fördermittel müssen aufgestockt werden.
Autor: nnz

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