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Sa, 11:44 Uhr
14.07.2007

Wacker-Rückblick: Sommer 1977

Nordhausen (nnz). Vor dreißig Jahren sorgte im gerade zu Ende gegangenen Liga-Spieljahr der Staffel E (zweithöchste Spielklasse der DDR) aus Sicht des damaligen Bezirkes Erfurt allein Motor Nordhausen mit einem sehr guten vierten Platz für Lichtblicke. Ein Rückblick von Klaus Verkouter.

Die Mannschaft der Saison 1978/79 (Foto: Archiv Verkouter) Die Mannschaft der Saison 1978/79 (Foto: Archiv Verkouter)

Wie im Jahre 2007 schaffte mit Wismut eine Geraer Mannschaft, die aber nicht Vorgänger des jetzigen Aufsteigers 1. FC war, den Sprung in die Oberliga. Noch eine Übereinstimmung: Wie in den letzten Monaten war Udo Hoffmann 1977 Nordhäuser Trainer, der bei Aufstellungsschwierigkeiten als Stopper sogar noch selbst seine Töppen anzog.

In der über dreimonatigen Sommerpause wurden immerhin 15 Vorbereitungsspiele mit 10 Heim- und 5 Auswärtsspielen ausgetragen, woran heute allein aus finanziellen Gründen gar nicht zu denken wäre. Die ersten vier Begegnungen dienten der speziellen Vorbereitung auf das „Internationale Turnier 1050 Jahre Nordhausen“ und endeten mit unterschiedlichem Erfolg (1:1 bei Lok Halberstadt, 0:3-Niederlage bei Empor Buttstädt, 3:2-Sieg bei Aufbau Benneckenstein, 8:1 gegen den „Westverein“ SV 1924 Eberbach zu Hause).

Dann trug der Verein den Namen der Stadt Nordhausen in russische, tschechische und slowakische Regionen. In der Vorrunde des Turniers zu Ehren des Stadtjubiläums verlor Motor gegen den CSSR-Oberligisten Roter Stern Bratislava 0:2 und schlug Glückauf Bleicherode 3:0. Im Spiel um Platz 3 traf man auf Poldi Kladno aus der CSSR und wurde stolzer 1:0-Sieger. Im Endspiel gewann der UdSSR-Vertreter vom SASK Elstal mit 1:0 gegen Bratislava.

Die Mannschaft der Saison 1971/72 (Foto: Archiv Verkouter) Die Mannschaft der Saison 1971/72 (Foto: Archiv Verkouter)

Bei Motor Gotha wurde später 2:1 gewonnen. 2500 Zuschauer strömten dann am 20. Juli 1977 in den AKS, um bei dunklen Regenwolken Motors 2:1-Erfolg gegen den Oberligisten FC Rot-Weiß Erfurt zu erleben. Horst Weißhaupt, Erich Paufler und Jürgen Heun erzielten die Treffer.

Nach einem 1:0-Heimsieg über Motor Ammendorf (Tor durch Lutz Kästner) folgte der nächste Knüller. Die bulgarische Spitzenmannschaft Lok Plovdiv zeigt Motor beim 0:3 schon einmal, das die Trauben noch nicht in den Himmel wachsen. Auch das vereinbarte Rückspiel in der Slowakei gegen Roter Stern Bratislava ging mit 1:3 verloren.

Aber es wurde auch gewonnen – gegen Rotes Banner Trinwillershagen von der Ostseeküste gab es ein 3:0, Motor Gotha wurde beim zweiten Treffen in diesem Sommer gar mit 7:0 abgefertigt. Ein weiterer Höhepunkt in der Vorbereitungsphase war das Auftreten des DDR-Meisters Dynamo Dresden im AKS. Doch die mit Nationalspielern gespickten Gäste ließen nichts anbrennen und verließen als 4:0-Sieger den Rasen.

Vor dem Punktspielstart 1977/78 in Steinach (0:3 verloren) schied Motor in der ersten Hauptrunde des FDGB-Pokals bei Stahl Blankenburg nach Verlängerung mit 2:3 aus. Auch das kommende Spieljahr beginnt mit zwei Auswärtsspielen im Pokal und um Punkte in Ruhla und Gotha. Geduldig baute Hoffmann in den Folgejahren eine Mannschaft auf, die 1981/82 als Staffelsieger sogar selbst ans Oberligator klopfte. Wünschen wir Burkhard Venth ein ähnlich glückliches Händchen unter weit schwierigeren Bedingungen für den Verein als vor dreißig Jahren mit „jungen Wilden“. Zuvor freuen wir uns aber auf die zwei Heimvorbereitungsspiele gegen Kraja und Leipzig.
K. Verkouter
Autor: nnz

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