Fr, 10:15 Uhr
15.02.2002
Wird Preistreiberei hingenommen?
Nordhausen (nnz). In Nordhausen sollte gestern eine Initiative gegen Preistreiberei bei der Bargeldeinführung des Euro gegründet werden. Viel Resonanz fand der Aufruf dazu nicht.
Initiator des Aufrufs war kein Euro-Gegner, wie man das hätte annehmen können, sondern der Nordhäuser Kreischef der Europa-Union, Tim Schäfer. Es sei nicht hinnehmbar, dass in Deutschland die Euro-Einführung zur Preistreiberei genutzt werde. Vor allem seien die sogenannten Waren des täglichen Bedarfs betroffen, aber auch die Gaststätten hätten voll zugeschlagen. Nach nnz-Recherchen haben sich die Preise für Speisen rund um zwei Euro verteuert.
So begründete zum Beispiel der Großhandel den Preisanstieg bei Obst und Gemüse mit schlechten Ernten oder schlechten Witterungsbedingungen in den südlichen Ländern. Warum aber erhöhen sich dann die Preise für holländische Tomaten oder Gurken aus den riesigen Gewächshäusern?
Tim Schäfer saß bei der gestrigen Gründungsveranstaltung mit zwei Damen ziemlich verlassen im Ratskeller. Die Preistreiberei rege zwar jeden auf, aber aus der warmen Stube sei damit vermutlich niemand zu locken. Tim Schäfer will nicht aufgeben, will sich jetzt an die Kammern wenden. Zwar müssten die großen Unternehmen angesprochen werden, jedoch seien Aktionen im kleinen Rahmen durchaus denkbar. So könnten sich zum Beispiel die Mitglieder Werbegemeinschaft verpflichten, über den 1. März hinaus die Preise sowohl in DM als auch in Euro zu deklarieren. Aber auch ein Schreiben an den Bürgerbeauftragten der EU sei denkbar, kündigte der Euro-Fan gegenüber der nnz an.
Autor: nnzInitiator des Aufrufs war kein Euro-Gegner, wie man das hätte annehmen können, sondern der Nordhäuser Kreischef der Europa-Union, Tim Schäfer. Es sei nicht hinnehmbar, dass in Deutschland die Euro-Einführung zur Preistreiberei genutzt werde. Vor allem seien die sogenannten Waren des täglichen Bedarfs betroffen, aber auch die Gaststätten hätten voll zugeschlagen. Nach nnz-Recherchen haben sich die Preise für Speisen rund um zwei Euro verteuert.
So begründete zum Beispiel der Großhandel den Preisanstieg bei Obst und Gemüse mit schlechten Ernten oder schlechten Witterungsbedingungen in den südlichen Ländern. Warum aber erhöhen sich dann die Preise für holländische Tomaten oder Gurken aus den riesigen Gewächshäusern?
Tim Schäfer saß bei der gestrigen Gründungsveranstaltung mit zwei Damen ziemlich verlassen im Ratskeller. Die Preistreiberei rege zwar jeden auf, aber aus der warmen Stube sei damit vermutlich niemand zu locken. Tim Schäfer will nicht aufgeben, will sich jetzt an die Kammern wenden. Zwar müssten die großen Unternehmen angesprochen werden, jedoch seien Aktionen im kleinen Rahmen durchaus denkbar. So könnten sich zum Beispiel die Mitglieder Werbegemeinschaft verpflichten, über den 1. März hinaus die Preise sowohl in DM als auch in Euro zu deklarieren. Aber auch ein Schreiben an den Bürgerbeauftragten der EU sei denkbar, kündigte der Euro-Fan gegenüber der nnz an.

