Mo, 18:01 Uhr
11.06.2007
Nichts genaues weiß man nicht
Nordhausen (nnz). So in etwa definiert sich der Wissenstand der Nordhäuser Kreisverwaltung, wenn es um die Kommunalisierung von jetzigen Landesaufgaben geht. Einige Beispiele sollen das deutlich machen.
Unter anderem soll die so genannte Sozial- und Versorgungsverwaltung des Landes auf die kreisfreien Städte sowie die Landkreise delegiert werden. Vier Versorgungsämter gibt es in Thüringen, für den Landkreis Nordhausen ist das in Erfurt zuständig. Nach Aussagen der zweiten Beigeordneten, Loni Grünwald (Linkspartei.PDS), klappt das mit den regelmäßigen Sprechstunden sehr gut. Es geben keine Beschwerden. Neben allen Fragen und Problemen, die es im Zusammenhang einer Schwerbeschädigung gibt, kümmern sich diese Ämter auch um die Bearbeitung des Blindengeldes.
Nun aber sollen - geht es nach dem Willen der Landesregierung – diese vier Ämter aufgelöst werden. Wie viele Mitarbeiter da pro Landkreis benötigt werden, darüber gibt natürlich die unterschiedlichsten Auffassungen. Der Landkreistag sieht den Bedarf bei etwa acht Mitarbeitern, das Sozialministerium in Erfurt geht von vier so genannten VbE aus. Ob nun acht oder vier, vielleicht auch sechs, zwei Jahre übernimmt das Land die Bezahlung direkt, dann wird indirekt aus einem großen Topf bezahlt.
Es sei allerdings nur schwer vorstellbar, dass Mitarbeiter, die in Erfurt arbeiten, unbedingt nach Nordhausen wollen oder gar hier herziehen, gab Grünwald zu bedenken. Außerdem greife bei vielen das Beamtenrecht, was die Sache zusätzlich erschwere. Zu den Personalproblemen kommen weitere, wie zum Beispiel der Hardwarebereich. Zwei unterschiedliche Hard- und Softwarekomponenten stehen sich quasi unversöhnlich gegenüber.
Bei der Kommunalisierung der staatlichen Umweltämter sieht es ähnlich aus. Hier sollen sich die mehr als 300 Mitarbeiter entscheiden, wo sie hin wollen. Aber erst vor kurzem sei mit ihnen gesprochen worden. Wer zieht künftig wohin? Solle der Wasserfachmann aus Sondershausen künftig andere Aufgaben in Nordhausen übernehmen?
Landrat Joachim Claus (CDU) erhofft sich ein wenig Klarheit, zumindest über die Position der Landkreise von der nächsten Landräte-Konferenz.
Autor: nnzUnter anderem soll die so genannte Sozial- und Versorgungsverwaltung des Landes auf die kreisfreien Städte sowie die Landkreise delegiert werden. Vier Versorgungsämter gibt es in Thüringen, für den Landkreis Nordhausen ist das in Erfurt zuständig. Nach Aussagen der zweiten Beigeordneten, Loni Grünwald (Linkspartei.PDS), klappt das mit den regelmäßigen Sprechstunden sehr gut. Es geben keine Beschwerden. Neben allen Fragen und Problemen, die es im Zusammenhang einer Schwerbeschädigung gibt, kümmern sich diese Ämter auch um die Bearbeitung des Blindengeldes.
Nun aber sollen - geht es nach dem Willen der Landesregierung – diese vier Ämter aufgelöst werden. Wie viele Mitarbeiter da pro Landkreis benötigt werden, darüber gibt natürlich die unterschiedlichsten Auffassungen. Der Landkreistag sieht den Bedarf bei etwa acht Mitarbeitern, das Sozialministerium in Erfurt geht von vier so genannten VbE aus. Ob nun acht oder vier, vielleicht auch sechs, zwei Jahre übernimmt das Land die Bezahlung direkt, dann wird indirekt aus einem großen Topf bezahlt.
Es sei allerdings nur schwer vorstellbar, dass Mitarbeiter, die in Erfurt arbeiten, unbedingt nach Nordhausen wollen oder gar hier herziehen, gab Grünwald zu bedenken. Außerdem greife bei vielen das Beamtenrecht, was die Sache zusätzlich erschwere. Zu den Personalproblemen kommen weitere, wie zum Beispiel der Hardwarebereich. Zwei unterschiedliche Hard- und Softwarekomponenten stehen sich quasi unversöhnlich gegenüber.
Bei der Kommunalisierung der staatlichen Umweltämter sieht es ähnlich aus. Hier sollen sich die mehr als 300 Mitarbeiter entscheiden, wo sie hin wollen. Aber erst vor kurzem sei mit ihnen gesprochen worden. Wer zieht künftig wohin? Solle der Wasserfachmann aus Sondershausen künftig andere Aufgaben in Nordhausen übernehmen?
Landrat Joachim Claus (CDU) erhofft sich ein wenig Klarheit, zumindest über die Position der Landkreise von der nächsten Landräte-Konferenz.

