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Mo, 11:53 Uhr
11.06.2007

Nachlese auf den Samstagabend

Nordhausen (nnz). Es gäbe noch so vieles zu berichten, über das 39. Rolandsfest und die Feierlichkeiten zum 500jährigen Kornbrandjubiläum. Die nnz macht es – mit einer Mini-Galerie.


Zwei Zugaben forderte das begeisterte Publikum, als die Gruppe "Limonchiki" weit nach Mitternacht ihr Programm auf der Kornmarkt-Bühne beendete. Rund 90 Minuten hatten die sieben Musiker die Nordhäuser und ihre Gäste "Russian Roll" klatschen, schunkeln und tanzen lassen. Für Südharzer Ohren etwas ungewohnte Klänge, aber durch ihren Rhythmus und die begeisternde Darbietung einfach nur mitreißend.

War es doch für die Freizeitmusiker keine leichte Aufgabe als letzter Programmpunkt nach einem heißen, erlebnisreichen und anstrengenden Tag die Massen auf dem Platz zu halten. Zumal auf dem Petersberg harte Konkurrenz auf der Bühne stand. Die Bandmitglieder aus Georgien, Russland, England, Leipzig haben gemeinsam mit ihrer Sängerin Romy aus Potsdam eine gemeinsame musikalische Sprache gefunden. Eine Art ost-westslawisches Angelsächsisch, mit einer Brise Georgisch gewürzt.

Begonnen hatte alles vor rund 20 Jahren im fernen, russischen Voronesh, wo die aus dem Erzgebirge stammende Potsdamer Elfe Romy Brock mit dem Gitarre spielenden Engländer Chris Abbey zusammentraf. Seit dem singt Romy russische, ukrainische und englische Lieder nicht mehr nur in den russischen Weiten, sondern eben jetzt auch in Nordhausen. Wer weiß, ob die Nordhäuser jemals in den Genuss der russischen Balladen, der gerockten Lieder und georgischen Gesänge der Gruppe "Limonchiki" gekommen wären, hätten sich nicht damals die Wege der Studenten im fernen Russland gekreuzt.

Das Publikum dankte der Band für die einzigartige Darbietungen auf seine Weise. Es sorgte dafür, dass der Platz vor der Bühne bis eine Stunde nach Mitternacht gut gefüllt blieb. Viele Besucher des Konzertes auf dem Petersberg fühlten sich auf dem Heimweg von der Stimmung vor der Sparkasse angezogen und gesellten sich zu den Tanzenden und Singenden um den Schluss des Programms und die Zugaben mitzuerleben.

Eine Gruppe Jugendlicher ließ es nicht nur beim Zuschauen und Klatschen. Mit den Worten: "Wären wir doch gleich hierher gegangen" legten einige eine flotte Sohle auf das Pflaster und tanzten bis der letzte Takt verklungen war. Ein Bestätigung dafür, wie es die Band verstanden hatte, das Publikum in ihren Bann zu ziehen.

Zwei der Musiker sind übrigens besonders gern nach Nordhausen gekommen. Traf man sich doch am Rande des Geschehens mit einer alten Freundin aus Voronesh- und Leipziger Studentenzeiten, die heute Lehrerin an der Berufsschule für Wirtschaft, Soziales und Gesundheit ist. Vielleicht gibt es sogar bald ein Wiedersehen. Nicht nur mit der Freundin aus alten Zeiten, sondern auch mit dem Nordhäuser Publikum. Interessierten sich doch unmittelbar nach dem Konzert der Nordhäuser Jazzklub und Liebhaber des Kunstmarktes in Friedrichsrode für die Kontaktdaten der Band. Also dann Doswidanja "Limonchiki" und Spasibo für den tollen Abend.

Übrigens, wer "Limonchiki" am Samstag verpasst hat, kann sich unter www.limonchiki.de einen kleinen Einblick verschaffen...
Musik und Völkerfreundschaft (Foto: sos)
Musik und Völkerfreundschaft (Foto: sos)
Musik und Völkerfreundschaft (Foto: sos)
Autor: nnz

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