Mo, 10:15 Uhr
11.06.2007
Bericht einer Sportskanone
Nordhausen (nnz). Bewegung macht schlau, sagen meine Eltern. Ich gehe in den Kindergarten Ida-Vogeler-Seele in der Uferstraße Nordhausen. Wenn mein Papi oder meine Mami mich dort hin bringen, wissen sie schon, dass sie ihr Liebstes den Kindergärtnerinnen anvertrauen....
Bewegung (Foto: nnz)
Aber sie wissen ja, dass es mir dort gut geht. Ich fühle mich pudelwohl, spiele und lerne mit meinen Freunden. Das muss so sein, sagen die Großen, damit ich mich gesund entwickeln kann, stark werde und wachse. Aber ich muss und ich will mich auch ganz viel bewegen, damit ich gesund bleibe. Wenn ich froh bin, muss ich einfach hüpfen und springen. Ich klettere und laufe oft mit den anderen um die Wette. Wenn ich gewinne, fühle ich mich so stark und mutig. Dann möchte ich ganz schwere Sachen ausprobieren.
Die Erwachsenen sagen, viele Kinder haben dazu keine Lust und werden deshalb krank. Sie können nicht so gut lernen und sie haben Schwierigkeiten beim Sprechen.
Mein Papi hat mir erklärt: Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit muss man trainieren. Ich habe ihn gefragt warum. Er hat geantwortet, wenn ich eine gute Ausdauer habe, bleibt mein Herz gesund. Da werde ich nicht so schnell schlapp beim Turnen. Eine gute Beweglichkeit wirkt Haltungsschwächen entgegen und die Muskeln können sich nach dem Sport besser entspannen. Wer eine gute Koordination besitzt, verfügt über mehr Bewegungssicherheit sowie Selbstbewusstsein und weiß, was er sich zutrauen kann. Kräftige Muskeln schützen vor Haltungsschäden, vor Verletzungen und verhelfen zu einem leistungsfähigen Stütz- und Bewegungsapparat.
Alles verstehe ich ja noch nicht, aber was mein Papi sagt, stimmt. Wenn ich mit den Kindern aus meinem Haus spiele, erzähle ich manchmal, was ich im Kindergarten so mache. Dann sind sie immer ein wenig neidisch.
Ich komme dieses Jahr zur Schule. Damit das leichter für uns ist, gehen wir zum Sport in die Petersbergschule zu Frau Bielez. Das finde ich toll, weil ich da zeigen kann, was ich schon kann. Das Seilklettern klappt noch nicht gut. Im Kindergarten hängt ein Kletterseil, an dem übe ich fleißig. Mein Onkel klettert auf hohe Berge. Wenn ich die Kletterwand im Kindergarten übersteigen kann, nimmt er mich mit. Das wird super. Über die Wackelbrücke gehe ich schon ohne festhalten. Und Tore kann ich schon ganz gut schießen. Aber Fahrrad fahren ist am coolsten. Auf unserer Reckstange im Kindergarten turne ich schon ganz gut. In der Ballrutsche verstecke ich mich oft.
Aber es ist gar nicht so leicht, da hinein zu kommen. Um auf den neuen Kletternetzen hoch und runter zu klettern, muss man ganz schön geschickt sein. Auch der alte Baumstamm im Garten hat seine Tücken beim balancieren. Dagegen sind die neuen Balancierbalken leicht für mich. Schaukeln kann ich jeden Tag im Kindergarten. Wenn schönes Wetter ist, schaukel ich im Garten und bei Regen in unserer Gruppe oder im Therapieraum in der Hängematte. Dort gehen wir oft ins Bällchenbad. Das ist okay. Jeden Freitag turnt unsere Gruppe im Turnraum. Die Fußbodenverlegefirma Reinhardt hat dort einen rechteckigen Balancierstreifen auf den Fußboden gemalt. Solche Streifen sind auch im Flur. Darauf versuche ich immer rückwärts zu gehen.
Das ist nicht einfach. Außerdem kleben die Zahlen von 1 bis 10 auf dem Fußboden. Dort muss ich einfach immer von Zahl zu Zahl springen. Manchmal spreche ich laut mit und jetzt weiß ich plötzlich, wie die Zahlen heißen und aussehen. Es stimmt, Bewegung macht schlau.
Eure Sportskanone aus dem Integrativen Kindergarten Ida-Vogeler-Seele
Autor: nnz
Bewegung (Foto: nnz)
Aber sie wissen ja, dass es mir dort gut geht. Ich fühle mich pudelwohl, spiele und lerne mit meinen Freunden. Das muss so sein, sagen die Großen, damit ich mich gesund entwickeln kann, stark werde und wachse. Aber ich muss und ich will mich auch ganz viel bewegen, damit ich gesund bleibe. Wenn ich froh bin, muss ich einfach hüpfen und springen. Ich klettere und laufe oft mit den anderen um die Wette. Wenn ich gewinne, fühle ich mich so stark und mutig. Dann möchte ich ganz schwere Sachen ausprobieren.Die Erwachsenen sagen, viele Kinder haben dazu keine Lust und werden deshalb krank. Sie können nicht so gut lernen und sie haben Schwierigkeiten beim Sprechen.
Mein Papi hat mir erklärt: Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit muss man trainieren. Ich habe ihn gefragt warum. Er hat geantwortet, wenn ich eine gute Ausdauer habe, bleibt mein Herz gesund. Da werde ich nicht so schnell schlapp beim Turnen. Eine gute Beweglichkeit wirkt Haltungsschwächen entgegen und die Muskeln können sich nach dem Sport besser entspannen. Wer eine gute Koordination besitzt, verfügt über mehr Bewegungssicherheit sowie Selbstbewusstsein und weiß, was er sich zutrauen kann. Kräftige Muskeln schützen vor Haltungsschäden, vor Verletzungen und verhelfen zu einem leistungsfähigen Stütz- und Bewegungsapparat.
Alles verstehe ich ja noch nicht, aber was mein Papi sagt, stimmt. Wenn ich mit den Kindern aus meinem Haus spiele, erzähle ich manchmal, was ich im Kindergarten so mache. Dann sind sie immer ein wenig neidisch.
Ich komme dieses Jahr zur Schule. Damit das leichter für uns ist, gehen wir zum Sport in die Petersbergschule zu Frau Bielez. Das finde ich toll, weil ich da zeigen kann, was ich schon kann. Das Seilklettern klappt noch nicht gut. Im Kindergarten hängt ein Kletterseil, an dem übe ich fleißig. Mein Onkel klettert auf hohe Berge. Wenn ich die Kletterwand im Kindergarten übersteigen kann, nimmt er mich mit. Das wird super. Über die Wackelbrücke gehe ich schon ohne festhalten. Und Tore kann ich schon ganz gut schießen. Aber Fahrrad fahren ist am coolsten. Auf unserer Reckstange im Kindergarten turne ich schon ganz gut. In der Ballrutsche verstecke ich mich oft.
Aber es ist gar nicht so leicht, da hinein zu kommen. Um auf den neuen Kletternetzen hoch und runter zu klettern, muss man ganz schön geschickt sein. Auch der alte Baumstamm im Garten hat seine Tücken beim balancieren. Dagegen sind die neuen Balancierbalken leicht für mich. Schaukeln kann ich jeden Tag im Kindergarten. Wenn schönes Wetter ist, schaukel ich im Garten und bei Regen in unserer Gruppe oder im Therapieraum in der Hängematte. Dort gehen wir oft ins Bällchenbad. Das ist okay. Jeden Freitag turnt unsere Gruppe im Turnraum. Die Fußbodenverlegefirma Reinhardt hat dort einen rechteckigen Balancierstreifen auf den Fußboden gemalt. Solche Streifen sind auch im Flur. Darauf versuche ich immer rückwärts zu gehen.
Das ist nicht einfach. Außerdem kleben die Zahlen von 1 bis 10 auf dem Fußboden. Dort muss ich einfach immer von Zahl zu Zahl springen. Manchmal spreche ich laut mit und jetzt weiß ich plötzlich, wie die Zahlen heißen und aussehen. Es stimmt, Bewegung macht schlau.
Eure Sportskanone aus dem Integrativen Kindergarten Ida-Vogeler-Seele

