eic kyf msh nnz uhz tv nt
Mi, 15:18 Uhr
13.02.2002

Wacker 90: Frank Ludwig kehrt zurück

Nordhausen (nnz). Alle guten Wünsche der Nordhäuser Fußballfans begleiten Mannschaft des FSV Wacker 90 Nordhausen am kommenden Sonnabend auf dem Weg nach Jena zum Rückrundenstart. Gegner ist die Elf von SV Schott JENA GLAS, die zum Saisonauftakt in Nordhausen nicht nur die drei Punkte entführte, sondern Wacker mit 5:1 regelrecht deklassierte. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg mit einer Zwischenbilanz.


Abhaken und nach vorn schauen, das möchte man den Kickern mit auf den Weg geben, angesichts der niederschmetternden ersten Halbserie. Aber so leicht darf man es sich nicht machen, schließlich stehen noch 15 Spiele auf dem Programm, da kann noch so einiges passieren, auch wenn wahrscheinlich nur noch die kühnsten Optimisten an einen Klassenerhalt glauben. Die Elf von Trainer Jörg Weißhaupt erkämpfte in der Hinrunde gerade mal sechs Punkte und landete da-mit weit abgeschlagen am Tabellenende der Thüringenliga. Zehn erzielte Treffern bei 42 Gegentoren sprechen eine eindeutige Sprache. Die gegenwärtige sportliche Situation beim einstige Renommierklub Nordthüringens so schlimm, dass es eigentlich nur noch besser werden kann. Auch wirtschaftlich ist der nun schuldenfreie Verein alles andere als auf Rosen gebettet. Zahlreiche Sponsoren wendeten sich vom Verein ab, um so höher ist das Engagement von Nordbrand Nordhausen, der Kreissparkasse Nordhausen und nicht zuletzt auch das der Stadt zu würdigen. Neueinkäufe bleiben allerdings nur Wunschträume. Aber gerade die werden dringend benötig, um eventuell doch noch die Klasse halten zu können.

Den Ex-Oberligist hatten vor Beginn der Saison wichtige Leistungsträger verlassen. Erinnert sei an dieser Stelle an Grunig, Schneider, Malura, Rüdiger, Otte, Traore und Brkic. Diese Ausfälle konnten nicht kompensiert werden. Es ist anerkennenswert, dass in dieser schwierigen Lage junge talentierte Kicker aus der Region zu Wacker hinzu gestoßen sind. Aber die Masse macht bekanntlich noch keine Klasse. Diese bittere Erfahrung blieb den damaligen Trainer Görke und Jödicke nicht erspart. Niederlage folgte auf Niederlage. In der zehnten Partie gelang endlich der erste Sieg. Er blieb der einzige in der Halbserie. Jörg Weißhaupt übernahm die Trainerfunktion, der zählbare Erfolg stellte sich trotzdem nicht ein.
Woran lag es. Sicher, es fehlten auf wichtigen Positionen Leistungsträger. Das allein war es aber nicht. Zu Beginn der Serie hoffte man berechtigt, dass die unerfahrenen Kicker von den „alten Hasen“ mitgerissen und motiviert, dass Spieler wie Jens Ludwig und Sven Pistorius die jungen Leute zu höheren Leistungen führen werden. Davon war aber in den 15 Spielen kaum etwas zu sehen. Sicher ist es nicht leicht von Niederlage zu Niederlage zu eilen und trotzdem noch hochmotiviert und konzentriert zu spielen, aber die Kicker werden alles daran setzen, ihren treuen Fans wenigstens in der Rückrunde noch ein paar ansehnliche Partien bieten. „Solange noch ein Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt besteht, will ich von Abstieg nichts hören“, gibt sich Weißhaupt kämpferisch. Wenn sich die Mannschaft zur gleichen Einstellung durchringt, dann kann man doch noch spannende Partien erwarten.

Mit Torwart Marczin Lenczewski steht ein weiterer polnischer Spieler in der Mannschaft. Eine weitere freudige Nachricht bescherte Frank Ludwig der Wacker-Fangemeinde. Ab 15. März (bis dahin wegen Vereinswechsel gesperrt) wird er wieder für seinen alten Verein auflaufen und versuchen mitzuhelfen, dass das Ziel Klassenerhalt vielleicht doch noch geschafft wird. Am Sonnabend 16.02.) muss Weißhaupt auf Prokosch (Urlaub), Kulbacki (5. Gelbe Karte) und auf den verletzten Facius verzichten. Auch der Einsatz von Jens Ludwig und Hafermalz ist noch ungewiss. „Ich muss auf Juniorenspieler zurückgreifen. Die werden ihre Chance nutzen“, so der Trainer. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)