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Di, 17:39 Uhr
05.06.2007

Der Wirtschaft sei dank

Nordhausen (nnz). Die wirtschaftliche Belebung in der Stadt Nordhausen wird nun auch in Zahlen deutlich. Im gestrigen Finanzausschuss gab Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) die aktuellen Mehreinnahmen für 2007 bekannt.


Konkret wird die Stadtverwaltung noch in diesem Jahr 1,4 Millionen Euro Mehreinnahmen aus den Umlagen der Einkommens- bzw. Umsatzsteuer und aus den allgemeinen Schlüsselzuweisungen bekommen. Jendricke gab allerdings auch zu Bedenken, dass die Stadt noch zusätzliche Mehrausgaben für die Kreisumlage in Höhe von rund einer Million Euro in diesem Jahr zu tragen hat.

Der erfreuliche Trend der Einnahmeverbesserung lässt sich auch schon im Jahr 2006 erkennen, wie es die aktuellen Zahlen des statistischen Landesamtes beweisen. Insgesamt nahm Nordhausen im Jahr 2006 17,3 Millionen Euro an Realsteuern ein. Das sind 5,6 Prozent mehr als im Jahr 2005. Im Realsteuervergleich je Einwohner hat sich somit die Stadt von 370 Euro im Jahr 2005 auf nunmehr 401 Euro Steuereinnahmekraft je Einwohner im Jahr 2006 gesteigert.

„Die starke Wirtschaftskraft der Stadt Nordhausen wird insbesondere dadurch deutlich, dass Nordhausen mehr Realsteuern pro Kopf der Bevölkerung einnimmt als beispielsweise die kreisfreien Städte Gera (350 Euro) und Weimar (331 Euro)“, erklärte Jendricke.

Die aktuellen Zahlen belegen allerdings auch das ganze Dilemma des Landkreises Nordhausen. Während Nordhausen positiv davon zieht, ist bei den Zahlen der anderen Gemeinden insgesamt keine wesentliche Besserung zu erkennen. Dies wird insbesondere daran deutlich, dass z.B. die Stadt Heringen gerade mal eine Einnahmekraft von 186 Euro pro Einwohner besitzt und somit nicht einmal die Hälfte des Thüringer Durchschnittes von 383 Euro pro Einwohner erreicht.

Von den 27,8 Millionen Euro Steuereinnahmen insgesamt im Landkreis Nordhausen entfallen nur ein Drittel der Einnahmen auf die Kommunen im Landkreis und zwei Drittel allein auf die Stadt Nordhausen. „Wer sich mit diesen Fakten und Zahlen genau beschäftigt, wird erneut erkennen müssen, dass eine Kreisgebietsreform dringend notwendig ist, um mit größeren Strukturen effizienter arbeiten zu können“, so Jendricke abschließend mit dem Wink zu seinem politischen Lieblingsthema.
Autor: nnz

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