Di, 17:20 Uhr
12.02.2002
Auf dem Weg nach Nordhausen
Bleicherode (nnz). Kennen Sie den schwarzen Peter? Nein? Der ist gerade zwischen Bleicherode und Nordhausen unterwegs. Im Gepäck hat er den Aktenvorgang Autistenheim.
Zwischen dem Kyffhäuser Bildungswerk und der Stadt Bleicherode scheinen alle Verträge, Verhandlungen und Absprachen abgeschlossen sein. In den Gesprächen in Bleicherode wurde vereinbart, dass die Stadt der Nutzungsänderung des ehemaligen Hotels zustimmt, wenn die Baulast für die Flurstücke eingetragen ist, die künftig die Wege zum Heim für autistische Kinder beinhalten. Die sogenannte Baulast muß das Bauordnungsamt der Kreisverwaltung eintragen. Macht es aber nicht, meinte Bleicherodes Bürgermeister Dieter Kochbeck (CDU) gegenüber nnz. Hier soll es noch Einwendungen geben. Keine Baulast, kein neuer Weg zum Heim, keine Nutzungsänderung.
Dieser wohl einmalige verwaltungstechnische Vorgang beschäftigte auch den Thüringer Gemeinde- und Städtebund. Die dortigen Experten schüttelten zwar den Kopf, fanden dann aber doch einen Weg. Nun muß das Kyffhäuser Bildungswerk einen Antrag auf Eintragung der Baulast für das Flurstück stellen. Dann, so Kochbeck, sei das Bauordnungsamt verpflichtet, diese auch einzutragen. Aus seiner Sicht habe die Stadtverwaltung in Bleicherode nun alles getan, was in ihrer Macht stehe. Sollte die Eintragung der Baulast nun erfolgen, könne sich der Bürgermeister vorstellen, dass das Autistenheim im Mai 2002 eröffnet werde. Wie die nnz erfuhr, soll es mittlerweile auch eine Schadenersatzklage des Kyffhäuser Bildungswerkes gegen die Kreisverwaltung geben. Bestätigt wurde dieser Sachverhalt aber noch nicht. Fakt ist aber, der schwarze Peter scheint in Nordhausen angekommen zu sein.
Autor: nnzZwischen dem Kyffhäuser Bildungswerk und der Stadt Bleicherode scheinen alle Verträge, Verhandlungen und Absprachen abgeschlossen sein. In den Gesprächen in Bleicherode wurde vereinbart, dass die Stadt der Nutzungsänderung des ehemaligen Hotels zustimmt, wenn die Baulast für die Flurstücke eingetragen ist, die künftig die Wege zum Heim für autistische Kinder beinhalten. Die sogenannte Baulast muß das Bauordnungsamt der Kreisverwaltung eintragen. Macht es aber nicht, meinte Bleicherodes Bürgermeister Dieter Kochbeck (CDU) gegenüber nnz. Hier soll es noch Einwendungen geben. Keine Baulast, kein neuer Weg zum Heim, keine Nutzungsänderung.
Dieser wohl einmalige verwaltungstechnische Vorgang beschäftigte auch den Thüringer Gemeinde- und Städtebund. Die dortigen Experten schüttelten zwar den Kopf, fanden dann aber doch einen Weg. Nun muß das Kyffhäuser Bildungswerk einen Antrag auf Eintragung der Baulast für das Flurstück stellen. Dann, so Kochbeck, sei das Bauordnungsamt verpflichtet, diese auch einzutragen. Aus seiner Sicht habe die Stadtverwaltung in Bleicherode nun alles getan, was in ihrer Macht stehe. Sollte die Eintragung der Baulast nun erfolgen, könne sich der Bürgermeister vorstellen, dass das Autistenheim im Mai 2002 eröffnet werde. Wie die nnz erfuhr, soll es mittlerweile auch eine Schadenersatzklage des Kyffhäuser Bildungswerkes gegen die Kreisverwaltung geben. Bestätigt wurde dieser Sachverhalt aber noch nicht. Fakt ist aber, der schwarze Peter scheint in Nordhausen angekommen zu sein.

