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Fr, 13:37 Uhr
01.06.2007

Öffentlichen Druck erzeugen

Nordhausen (nnz). Mit einem abgesagten Vor-Ort-Termin des kreislichen Umweltausschusses beschäftigt sich Gisela Hartmann von den Bündnisgrünen auch heute noch in der nnz. Mehr dazu mit dem bekannten Klick.


Eigentlich war gestern eine Führung des Umweltausschusses des Kreistages mit Bürgermeister von Niedersachswerfen, Jochen Napiralla, am Abbaugebiet Rüsselsee durch Vertreter der Südharzer Arbeitsgemeinschaft Gipskarst (SAG) geplant. Kurzfristig wurde die Begehung wegen schlechter Witterungsverhältnisse abgesagt. Zahlreichen Mitgliedern erschien der Grund der Absage nicht glaubwürdig und sie trafen sich wie geplant ohne einen Vertreter der Gipsindustrie trotzdem am Abbaugebiet.

Gisela Hartmann von den Bündnisgrünen hält es für unerlässlich, permanent durch öffentliche Gespräche, durch vielfältig gestaltete Demonstrationen vor Ort parteiübergreifend aber auch unter Beteiligung der Bevölkerung den erneuten Begehrlichkeiten der Gipsindustrie im Südharz zu neuen Abbaufeldern die Grenzen aufzuzeigen. Das betrifft die Rüdigsdorfer Schweiz /Günzdorf , den Alten Stolberg genau so wie die Region Niedersachswerfen/Ellrich/Woffleben. Die Grünen fordern eine eindeutige Positionsbeschreibung von der Landesregierung. Seit 1990 werden der Südharzregion Entwicklungschancen zur nachhaltigen Entwicklung und Profilierung der Region von der Landesregierung vorenthalten. Noch immer wartet der Kreistag auf die Genehmigung der Landesregierung, Teil des „Naturpark Harz“. werden zu dürfen. Ganz zu schweigen von der Weigerung der Landesregierung , die Gipskarstlandschaft an die UNESCO als länderübergreifendes Biosphärenreservat zu melden.

Alle Welt spricht von Ressourcenschonung, vom nachhaltigen Wirtschaften – die Stadt Nordhausen und der Landkreis haben vor wenigen Tagen gemeinsam die „Aalborg Commitments“ unterzeichnet. Jetzt gilt es am Beispiel der Gipskarstlandschaft im Südharz zu zeigen, dass die große Politik (Rio 92 ) bereit ist diese vor Ort zu zu lassen und um zu setzen. Die Südharzer haben sich seit Jahren zum Erhalt der Gipskarstlandschaft bekannt. „Wann wird dies endlich von der Landesregierung und der Gipsindustrie respektiert?, fragt Gisela Hartmann und hat auch schon die Antwort parat:

Wahrscheinlich erst dann, wenn der Abbau von Gips so teuer ist, dass die Gewinne für die Firmen nicht mehr attraktiv sind. Da die Rohstofflagerstätten im Südharz maximal 30 Jahre bei dem derzeitigen Abbauumfang zur Verfügung stehen, wird es höchste Zeit, dass die knappen wertvollen Rohstoffe auch endlich ihren angemessenen Preis bekommen, so die Bündnisgrüne.
Autor: nnz

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