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Do, 11:40 Uhr
07.02.2002

Mehr als nur eine Ausstellung

Nordhausen (nnz). Am 20. Februar wird in Nordhausen eine äußerst interessante Ausstellung eröffnet. Sie bietet mehr als nur Tafeln und Bilder...


Ausstellung zum Ansehen, Nachdenken und Reden In 54 deutschen Städten war sie bereits zu sehen. Gezählt wurden fast 250.000 Besucher: Die Internationale Wanderausstellung „Anne Frank - eine Geschichte für heute“. Die Stadtverwaltung Nordhausen arbeitet bereits seit einigen Tagen gemeinsam mit dem Landkreis und den „Falken“ an der Vorbereitung der Exposition. Neu an der Ausstellung ist unter anderem die Tatsache, dass Jugendliche in Vorbereitung und Durchführung mit einbezogen werden. 22 junge Menschen haben sich für die Mitarbeit beworben. Sie werden nun in zweitägigen Seminaren geschult, um die Besucher über vier Wochen durch die Exposition zu begleiten.

Zum pädagogischen Ensemble gehört neben der Besichtigung auch die Möglichkeit zur Nachbereitung für Jugendgruppen und Schulklassen. Dazu werden im Neuen Rathaus durch die Stadtverwaltung Seminarräume zur Verfügung gestellt. Auch an einem Rahmenprogramm wird fieberhaft gearbeitet. Lesungen, Vorträge und Diskussionsrunden sind angedacht. Der Nordhäuser Organisationschef, Reiner Schumann, machte gegenüber der nnz deutlich, dass sich diese Ausstellung in die Aktivitäten des Nordhäuser „Bündnis gegen Nazis“ einreihen soll, auch unter der Sicht, dass die NPD in diesem Jahr allein in Nordhausen fünf Aufmärsche angekündigt habe. Enttäuscht zeigte sich Schumann über das mangelnde Interesse der hiesigen Unternehmen bei der Unterstützung des Bündnisses. Von 40 angeschriebenen Unternehmen hätten lediglich zwei ein Engagement bekundet.

Die Internationale Wanderausstellung „Anne Frank - eine Geschichte für heute“ ist im Bürgersaal des Neuen Rathauses vom 20. Februar bis zum 24. März 2002 zu sehen. Weitere Informationen gibt es in der Stadtverwaltung bei Frau Sabine Jacobi (03631/696-549).
Autor: nnz

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