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Mi, 13:44 Uhr
06.02.2002

Alle Appelle bisher verpufft

Nordhausen (nnz). Es gibt viele schöne Ecken in Nordhausen, aber auch das Gegenteil ist oftmals anzutreffen. Zum Beispiel an den Stellplätzen für Glas- und Papiercontainer. nnz hat sich umgesehen.


Abfalltragödien „Das Landratsamt weist erneut darauf hin, dass die Bürger verpflichtet sind, ihre Wertstoffe ordnungsgemäß in die Container einzufüllen. Dabei sind die Einwurfzeiten zu beachten.“ So ist es heute in einer Pressemitteilung des Landratsamtes zu lesen. Datiert ist diese Meldung auf den 6. Februar. Sie hätte aber auch vom 23. September, 1 Juli oder 2. Februar des vergangenen Jahres sein können. Derartige Meldungen flattern der nnz-Redaktion in nahezu verlässlicher Beständigkeit auf den Tisch.

Gerade diese Beharrlichkeit ist letztlich Zeugnis dafür, dass sich an den Stellplätzen nichts aber auch gar nichts getan hat. So werden immer noch die Container mit Dingen gefüllt, die darin nichts zu suchen haben. Plasteflaschen oder Plastverpackungen. Manche der lieben Mitbürger machen sich nicht mal diese Mühe, sondern deponieren ihre Pappe einfach neben, vor oder hinter die Container. Nicht immer sind es die „Privaten“, die so für Unordnung sorgen. Wer soll als Otto-Normal-Recycler denn schon sechs bis sieben Kartons auf einmal abgeben, in denen einst Sektflaschen der Marke Rotkäppchen standen? Oder wer liefert mal gleich zehn Gemüsekartons an? Das sind Gewerbetreibende, Händler und Gastronomen. Die aber dürfen eigentlich nicht dort entsorgen.

In den nächsten Wochen sollen nun Aufkleber mit Hinweisen zur richtigen Nutzung an den Wertstoffcontainern angebracht werden. Diese sollten unbedingt beachtet werden, meint das Fachgebiet Abfallwirtschaft des Landratsamtes. Ob das allerdings hilft, wird nicht nur von der nnz-Redaktion bezweifelt. Alle bisherigen Appelle sind doch auch wirkungslos verpufft! Bereits im vergangenen Jahr wies nnz darauf hin, dass in dieser Beziehung nur eine Bestrafung der Sünder hilft. Die aber müssen erst einmal ertappt werden. Das bedeutet für die Umweltinspektoren unter anderem tagelanges Beobachten der Standorte, dann aber müssen auch noch die Adressaten ermittelt werden.
Autor: nnz

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