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Do, 08:53 Uhr
19.04.2007

Punkte beim Schlusslicht?

Nordhausen (nnz). „Da müssen wir eben die drei gegen Weimar verlorenen Punkte nächste Woche in Leinefelde holen“, meinte Cheftrainer Udo Hoffmann bei der Pressekonferenz am vergangenen Wochenende. Klaus Verkouter faßt das als Versprechen zu einem heißen Fight seiner Männer im Eichsfeld auf...


Nur, Spiele gegen vermeintlich leichtere Gegner, noch dazu gegen das Schlusslicht, verleiten oft, zumeist sogar unbewusst, zu einem Hang nach Überheblichkeit. Schließlich hat man ja den SC 1912 Leinefelde in heimischen Gefilden in der ersten Halbserie beim 6:0 regelrecht auseinandergenommen. Doch Vorsicht! In jener Begegnung hätte es nach stürmischen und spielerisch gelungenen Attacken der Leinefelder schon nach einer Viertelstunde 0:2 stehen können. Erst als der Wacker-Motor heiß lief, kamen die sympathischen Jungen aus dem Eichsfeld (Durchschnittsalter damals 21 Jahre) unter die Räder.

Auch in den bisherigen drei Auswärtsspielen um Punkte in Leinefelde hat Nordhausen noch nie gewonnen! Wie schwer es in der Vergangenheit dort war, sollen nur einige Auszüge aus der Presse zu diesen Spielen belegen.

Auf Schneeboden spielte man 1968 in der Erfurter Bezirksliga 2:2. „Den Ausgleich sicherte sich die Platzelf aufgrund einer guten kämpferischen Leistung. Nordhausen hatte viel Glück, dass der jungen und ehrgeizigen Mannschaft von Leinefelde nicht noch der Siegestreffer gelang. Torhüter Kronenberg musste sich oft mächtig strecken, um keinen Rückstand zuzulassen.“

Zum Spiel 1969 vor 1400 Zuschauern reiste sogar ein Sonderzug der Reichsbahn mit Hunderten Fans aus Nordhausen an, die ein 1:1 erlebten. Aber „…auch dem Spitzenreiter Nordhausen gelang es nicht, den Leinefeldern am Wolfhagen eine Heimniederlage beizubringen. Die zweite Halbzeit ging an den Gastgeber.“

Nach dem 1:1 1990 war zu lesen: „In Leinefelde hingen für die BSG Motor Nordhausen erwartungsgemäß die Trauben hoch. Die Motormannschaft war zwar spieltechnisch überlegen, aber die Gastgeber glichen das durch kämpferischen Einsatz aus.“

Obwohl inzwischen viele Jahre ins Land gingen, bleibt eine Fußballweisheit aktuell: Ohne Kampf geht nichts.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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