Di, 12:39 Uhr
10.04.2007
Keine Antworten
Nordhausen (nnz). Eisiges Schweigen herrscht derzeit in der Nordhäuser Stadtverwaltung, wenn die nnz nach dem Stand der Planungen zum Einkaufszentrum am Pferdemarkt nachfragt. Dafür haben sich jetzt die Fraktionen im Stadtrat geäußert.
Alles im grünen Bereich, wir sind auf einem guten Weg – das waren und das sind die standardisierten Antworten, die seit Monaten zu hören sind. Da sind zwar schon allerlei Fristen abgelaufen, da werden Ankermieter nicht genannt, statt dessen ist von Branchen die Rede. Die Liste der Ausreden ließe sich beliebig fortsetzen. Jetzt wollen die Verwaltungsoberen in der kommenden Woche an die Öffentlichkeit. Wieder mal soll ein Vertrag mit dem Investor unterschrieben werden.
Trotzdem genießt das Tun im Nordhäuser Rathaus immer noch großes Vertrauen. Zum Beispiel in der CDU-Fraktion. Offiziell weiß auch Vorsitzender Norbert Klodt nicht mehr als die Öffentlichkeit, obwohl die zuständige Dezernentin, Inge Klaan (CDU), regelmäßig an den Fraktionssitzungen der Christdemokraten teilnehme. Wie man hört, soll sie auch den Bauausschuss informiert haben, wie man hört... Andererseits hat Norbert Klodt Verständnis für die Geheimniskrämerei der Verwaltung. Unsere Fraktion weiß ob der Schwierigkeit. Es ist immer noch ein sensibles Thema, schließlich sei der erste Investor nicht umsonst abgesprungen, so Klodt auf Nachfrage.
Auch sein SPD-Kollege Andreas Wieninger kann kaum etwas anderes sagen. Entweder ist er genauso unwissend wie der Otto-Normal-Bürger oder er verschweigt dem einstigen Wähler etwas. Ich verlasse mich auf das Verwaltungshandeln, ich habe auch keine anderen Informationen, so sein Statement.
Das verwundert nicht, schließlich haben die CDU und die SPD die zweite Leitungsebene im Rathaus in trauter Gemeinsamkeit unter einander verteilt. Da wird man nicht die politischen Krallen schärfen, die Krähen halten immer noch Winterschlaf. Wie aber sieht es bei denen aus, die nicht am Kuchen der Verwaltungsführung nagen können?
Zum Beispiel die Liberalen: Ich glaube, die Verantwortlichen im Rathaus sollten sich schon mal langsam aber sicher Gedanken machen, was mit der brachliegenden Fläche werden soll, wenn das Fiasko mit dem zweiten Investor beendet ist, meint Martin Höfer (FDP) in seiner deftigen Art. Dieses Fiasko gäre nun schon seit zwei Jahren, schiebt er nach. Möglichkeiten der Nachnutzung der Fläche gebe es viele, diese würden von einer wunderschönen Grünfläche mit Bänken für ältere Menschen bis hin zu einem Hotel mit angeschlossenem Kongresszentrum reichen.
Skeptisch äußert sich auch die neue Fraktionsvorsitzende der Linkspartei.PDS im Nordhäuser Stadtrat, Barbara Schencke. Der Termin, am 31. März die Ankermieter seitens der Verwaltung zu benennen, ist mehr als überfällig. Ich erwarte, dass spätestens zur nächsten Stadtratssitzung detaillierte Informationen auf den Tisch kommen. Unsere Fraktion wird jedoch schon morgen zur Hauptausschusssitzung eine entsprechende Anfrage stellen, so Schencke.
Eine Anfrage hat sich übrigens auch Andreas Wieninger für den morgigen Tag vorgemerkt. Bleibt zu hoffen, dass die Antwort nicht im nichtöffentlichen Teil der Sitzung gegeben wird.
Autor: nnzAlles im grünen Bereich, wir sind auf einem guten Weg – das waren und das sind die standardisierten Antworten, die seit Monaten zu hören sind. Da sind zwar schon allerlei Fristen abgelaufen, da werden Ankermieter nicht genannt, statt dessen ist von Branchen die Rede. Die Liste der Ausreden ließe sich beliebig fortsetzen. Jetzt wollen die Verwaltungsoberen in der kommenden Woche an die Öffentlichkeit. Wieder mal soll ein Vertrag mit dem Investor unterschrieben werden.
Trotzdem genießt das Tun im Nordhäuser Rathaus immer noch großes Vertrauen. Zum Beispiel in der CDU-Fraktion. Offiziell weiß auch Vorsitzender Norbert Klodt nicht mehr als die Öffentlichkeit, obwohl die zuständige Dezernentin, Inge Klaan (CDU), regelmäßig an den Fraktionssitzungen der Christdemokraten teilnehme. Wie man hört, soll sie auch den Bauausschuss informiert haben, wie man hört... Andererseits hat Norbert Klodt Verständnis für die Geheimniskrämerei der Verwaltung. Unsere Fraktion weiß ob der Schwierigkeit. Es ist immer noch ein sensibles Thema, schließlich sei der erste Investor nicht umsonst abgesprungen, so Klodt auf Nachfrage.
Auch sein SPD-Kollege Andreas Wieninger kann kaum etwas anderes sagen. Entweder ist er genauso unwissend wie der Otto-Normal-Bürger oder er verschweigt dem einstigen Wähler etwas. Ich verlasse mich auf das Verwaltungshandeln, ich habe auch keine anderen Informationen, so sein Statement.
Das verwundert nicht, schließlich haben die CDU und die SPD die zweite Leitungsebene im Rathaus in trauter Gemeinsamkeit unter einander verteilt. Da wird man nicht die politischen Krallen schärfen, die Krähen halten immer noch Winterschlaf. Wie aber sieht es bei denen aus, die nicht am Kuchen der Verwaltungsführung nagen können?
Zum Beispiel die Liberalen: Ich glaube, die Verantwortlichen im Rathaus sollten sich schon mal langsam aber sicher Gedanken machen, was mit der brachliegenden Fläche werden soll, wenn das Fiasko mit dem zweiten Investor beendet ist, meint Martin Höfer (FDP) in seiner deftigen Art. Dieses Fiasko gäre nun schon seit zwei Jahren, schiebt er nach. Möglichkeiten der Nachnutzung der Fläche gebe es viele, diese würden von einer wunderschönen Grünfläche mit Bänken für ältere Menschen bis hin zu einem Hotel mit angeschlossenem Kongresszentrum reichen.
Skeptisch äußert sich auch die neue Fraktionsvorsitzende der Linkspartei.PDS im Nordhäuser Stadtrat, Barbara Schencke. Der Termin, am 31. März die Ankermieter seitens der Verwaltung zu benennen, ist mehr als überfällig. Ich erwarte, dass spätestens zur nächsten Stadtratssitzung detaillierte Informationen auf den Tisch kommen. Unsere Fraktion wird jedoch schon morgen zur Hauptausschusssitzung eine entsprechende Anfrage stellen, so Schencke.
Eine Anfrage hat sich übrigens auch Andreas Wieninger für den morgigen Tag vorgemerkt. Bleibt zu hoffen, dass die Antwort nicht im nichtöffentlichen Teil der Sitzung gegeben wird.

