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Mo, 06:56 Uhr
09.04.2007

Zweierlei Maß für einen Radweg

Nordhausen (nnz). Der neue Radweg von Nordhausen über Krimderode nach Niedersachswerfen hat schon mehrfach die Öffentlichkeit beschäftigt. Erstaunlich ist eigentlich, dass sich diejenigen besorgt äußern, für die doch diese angebliche „Sicherheit geschaffen wurde“.


Gefahren (Foto: EB) Gefahren (Foto: EB) Im Bereich Ellermühle sollen alle Radfahrer zur Benutzung auf den zu schmalen Gehweg gezwungen werden. Allein schon die Begegnung mit Fußgängern und Kinderwagen oder dem Windschatten eines mit 50 km/h unmittelbar auf den Zentimeter genau vorbeifahrenden 40 Tonner LKW’s bringt mehr Gefahren als Sicherheit. Hauptsache scheint aber, die lästigen Radfahrer wurden von der Straße verdrängt.

In der Höhe des Kohnsteins quert der Radweg gemeinsam mit der Harzer Schmalspurbahn den Mühlbach und die Zorge. Mit Fördermitteln zur Schaffung eines die B4 begleitenden Radweges wurde der ursprünglich vorhandene sehr schmale Übergang vollkommen neu gebaut. Er entspricht exakt den Maßen für einen gemeinsamen Geh- und Radweg und ist auch durch seine Gestaltung sehr ansprechend. Allerdings darf er von Radfahrern nicht benutzt werden!? Die Gefahren auf der Brücke sind weitaus geringer, als die vorgenommene Radwegführung auf dem schmalen Gehweg in Krimderode in Höhe Ellermühle.

Interessant wäre ein Statement, wer und aus welchen Gründen diese Beschilderung angeordnet hat und wie sie vor allem mit dem Gefährdungsansatz und der Beschilderung in Krimderode verglichen werden kann.

In der Praxis werden solche Einschränkungen, sofern sie überhaupt erforderlich sind, von professionellen Planern laut StVO mit dem Zeichen Ze. 240 und dem Zusatzzeichen 1012-32 – beides sind amtliche Verkehrszeichen - versehen.

Till Eulenspiegel hätte sein Fahrrad im Bereich des jetzt ausgeschilderten Gehweges über die Brücke getragen. Ob das von den Radfahrern erwartet wird, kann mit Recht angezweifelt werden. Fragwürdig bleibt trotzdem diese einzigartige Lösung der Beschilderung.
Erhard Berger

PS: Die nnz-Redaktion hatte über die kuriosen Um- und Zustände dieses von den Verwaltungen als revolutionär beschriebenen Radweges bereits berichtet.
Unsinn (Foto: EB)
Unsinn? (Foto: EB)
Autor: nnz

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