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Mo, 15:29 Uhr
04.02.2002

Aus der Not eine Tugend machen

Nordhausen/Walkenried (nnz). Seit einigen Tagen ist der Schienenverkehr zwischen Northeim und Nordhausen infolge eines Böschungsrutsches am Walkenrieder Tunnel unterbrochen. Wie man der nnz entnehmen kann, wird es auch einige Zeit dauern, bis die Sicherungsarbeiten in dem recht schwierigen Gelände abgeschlossen werden können. Da hat die Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ eine Idee.


Der seit dem 2.2. geltende Notfahrplan wiederum kann wegen etlicher Anschlussprobleme nicht zufrieden stellen. Die Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" hat daher in einem Schreiben an den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG in Hannover eine Bündelung der ohnedies für die Abschnitte Woffleben - Ellrich und Walkenried - Ellrich geplanten Sanierungsmassnahmen mit denen am Walkenrieder Tunnel vorgeschlagen und regt an, das gesamte Paket bis Mai 2002 unter Dach und Fach zu bringen. Die Bahn könne, so Michael Reinboth, Sprecher der Initiative, dabei sogar noch Geld sparen und für die Kunden etwas Gutes tun.

Sieben auf einen Streich

Eine Ausweitung des Busersatzverkehrs auf den Abschnitt Ellrich - Woffleben brächte nämlich wegen der dort sehr geringen Geschwindigkeit der Züge eine Fahrzeiteinsparung von etwa 5 Minuten, die sich sehr positiv auf die Zuganschlüsse auswirken würde:
1.Die Anschlüsse in Göttingen an den ICE nach Frankfurt,
2.in Herzberg an die Züge nach Braunschweig und
3.in Nordhausen an die Eilzüge nach Halle wären wieder ohne weiteres möglich, ebenso
4.der Übergang in Walkenried aus Nordhausen zu den Bussen nach Hohegeiß.
5.Des weiteren würden die 2 eingesetzten Busse wesentlich intensiver genutzt und
6.zwischen Nordhausen und Woffleben könnte während des Provisoriums ein Triebwagen weniger eingesetzt werden.
7.Schließlich wäre ab sofort Baufreiheit zwischen Woffleben und Ellrich geschaffen, und die ersten Arbeiten, etwa die Herausnahme des alten Gleises und die Beseitigung des alten Oberbaus, könnten - nahezu unabhängig von der Witterung - anlaufen.

"In der für niemanden erfreulichen Lage sind das immerhin sieben Verbesserungen auf einen Streich" meint man bei "Höchste Eisenbahn". Mit ihrem Vorschlag verbindet die Initiative zugleich die Erwartung, dass mehr Druck in die Sanierung Ellrich - Woffleben kommt, denn man traut der Bahn hier immer noch nicht über den Weg. Im Gegenteil: Es gibt sogar neue Ängste. Die Initiative traut der Bahn nämlich ohne weiteres zu, den Hangrutsch am Tunnel als willkommenen Vorwand für eine Stillegung zu nutzen. "Die Bahn könnte mit dem Einstieg in die längst fällige Sanierung bei Ellrich diese in den Jahren gewachsenen Ängste recht elegant zerstreuen - wir hoffen, dass sie es auch tut" meint Michael Reinboth.

Denn bei "Höchste Eisenbahn" ärgert man sich schon wieder über die Zeitverluste. Am Dienstag wurde die Strecke gesperrt, am Donnerstag waren die Gutachter zur Stelle, und am Montag weiss man vielleicht, was zu tun ist - wenn das so weitergeht, meint man bei der Initiative, wird unnötig viel Zeit verloren - und der Verdacht, dass man ganz andere Ziele im Kopf hat, erhält neue Nahrung. Mehr Informationen gibt es Hier.
Autor: nnz

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