Mo, 13:13 Uhr
04.02.2002
Mehr Mitsprache für Gesellschafter
Nordhausen (nnz). Ein Gutachten zum Theater Nordhausen im Thüringer Ensemble liegt seit einigen Tagen vor. Erstellt hat es im Auftrag der Stadt Nordhausen Frau Dr. Canaris.
Die Stadt Nordhausen wollte mit diesem Gutachten unter anderem herausarbeiten, welchen Stellenwert das Nordhäuser Haus in Thüringen und darüber hinaus speziell in der Region um Nordhausen habe. Daraus sollte eine klare Position abgeleitet werden, um somit weitere Argumente für einen Erhalt die Mehr-Sparten-Hauses zu sammeln. Fakt ist, dass das Nordhäuser Theater einen anderen Stellenwert auf Grund seiner Positionierung einnimmt, als es andere Thüringer Spielstätten vorweisen können. Man muß sich dazu einfach nur eine Karte mit den umliegenden Theaterstandorten ansehen, so Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) im Gespräch mit der nnz.
Das Gutachten geht davon aus, dass sowohl das Land Thüringen als auch die vier Gesellschafter dafür Sorge tragen müssen, dass sich die kulturellen Verhältnisse im Norden Thüringens nicht schlechter darstellen als in anderen Regionen des Freistaates. Barbara Rinke verwies darauf, dass vor allem die Einnahmesituation des Hauses in den nächsten Jahren wesentlich verbessert werden muß. So müsse die Zahl der Vorstellungen ebenso steigen wie die der Gastspiele. Rinke spielte da vor allem auf zur Zeit nicht oder kaum stattfindende Gastspiele im Eichsfeld an. Es könne nicht sein, dass im Heiligenstädter Kulturhaus Theater aus Halberstadt oder Eisleben Gastspiele abgeben, das Nordhäuser Haus jedoch außen vor bleibe.
Das Gutachten sei für die Oberbürgermeisterin auch ein Rückenhalt hinsichtlich der Taktik, mit der man die künftigen Verhandlungen in Erfurt angehen wolle. Hierzu habe es bereits intensive Gespräche mit den Gesellschaftern und dem Aufsichtsrat gegeben. Gegenwärtig werde auch ein Mietvertrag mit dem Theater erarbeitet, das Vertragswerk soll Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten festschreiben. Es soll aber auch als Grundlage für die im kommenden Jahr beginnende Sanierung des Hauses dienen.
Eine Überarbeitung soll schließlich auch der Gesellschaftervertrag erfahren. Im Mittelpunkt soll unter anderem das stärkere Mitspracherecht der Gesellschafter bei Personalentscheidungen in der Leitungsebene stehen. So soll nach nnz-Informationen die Stellung des neuen Generalmusikdirektors gestärkt werden. Ihr Mitspracherecht bei dessen Arbeitsvertrag wollen die vier Gesellschafter noch in diesem Tagen geltend machen. Bis zum 11. Februar soll der dann auch in Sack und Tüten sein.
Autor: nnzDie Stadt Nordhausen wollte mit diesem Gutachten unter anderem herausarbeiten, welchen Stellenwert das Nordhäuser Haus in Thüringen und darüber hinaus speziell in der Region um Nordhausen habe. Daraus sollte eine klare Position abgeleitet werden, um somit weitere Argumente für einen Erhalt die Mehr-Sparten-Hauses zu sammeln. Fakt ist, dass das Nordhäuser Theater einen anderen Stellenwert auf Grund seiner Positionierung einnimmt, als es andere Thüringer Spielstätten vorweisen können. Man muß sich dazu einfach nur eine Karte mit den umliegenden Theaterstandorten ansehen, so Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) im Gespräch mit der nnz.
Das Gutachten geht davon aus, dass sowohl das Land Thüringen als auch die vier Gesellschafter dafür Sorge tragen müssen, dass sich die kulturellen Verhältnisse im Norden Thüringens nicht schlechter darstellen als in anderen Regionen des Freistaates. Barbara Rinke verwies darauf, dass vor allem die Einnahmesituation des Hauses in den nächsten Jahren wesentlich verbessert werden muß. So müsse die Zahl der Vorstellungen ebenso steigen wie die der Gastspiele. Rinke spielte da vor allem auf zur Zeit nicht oder kaum stattfindende Gastspiele im Eichsfeld an. Es könne nicht sein, dass im Heiligenstädter Kulturhaus Theater aus Halberstadt oder Eisleben Gastspiele abgeben, das Nordhäuser Haus jedoch außen vor bleibe.
Das Gutachten sei für die Oberbürgermeisterin auch ein Rückenhalt hinsichtlich der Taktik, mit der man die künftigen Verhandlungen in Erfurt angehen wolle. Hierzu habe es bereits intensive Gespräche mit den Gesellschaftern und dem Aufsichtsrat gegeben. Gegenwärtig werde auch ein Mietvertrag mit dem Theater erarbeitet, das Vertragswerk soll Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten festschreiben. Es soll aber auch als Grundlage für die im kommenden Jahr beginnende Sanierung des Hauses dienen.
Eine Überarbeitung soll schließlich auch der Gesellschaftervertrag erfahren. Im Mittelpunkt soll unter anderem das stärkere Mitspracherecht der Gesellschafter bei Personalentscheidungen in der Leitungsebene stehen. So soll nach nnz-Informationen die Stellung des neuen Generalmusikdirektors gestärkt werden. Ihr Mitspracherecht bei dessen Arbeitsvertrag wollen die vier Gesellschafter noch in diesem Tagen geltend machen. Bis zum 11. Februar soll der dann auch in Sack und Tüten sein.


