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Di, 13:54 Uhr
03.04.2007

Entwicklung mitbestimmt

Nordhausen (nnz). Im Oktober 1992 wurde die Stelle des Chefarztes der Klinik für Nuklearmedizin im Südharz-Krankenhaus Nordhausen erstmals besetzt. Dr. Jürgen Frohn, damals leitender Oberarzt in Regensburg, hatte sich beworben. Die hat sich mit dem Mediziner unterhalten.

Dr. Jürgen Frohn und seine Mitarbeiterinnen (Foto: SHK) Dr. Jürgen Frohn und seine Mitarbeiterinnen (Foto: SHK)

Für ihn besonders reizvoll war die Tatsache, daß eine neue Abteilung für Nuklearmedizin aufgebaut werden sollte. Als Chefarzt konnte er deren Entwicklung also von Beginn an maßgeblich mitgestalten und den erforderlichen Sachverstand einbringen. Wenn Dr. Frohn jetzt zurückschaut, dann konstatierte er im Jahre 1992 in der Region einiges, das einen gewissen Verfallscharakter aufwies. Jetzt - 15 Jahre später - hat sich vieles erwartungsgemäß verbessert.

Nicht nur Nordhausen hat sich positiv verändert, auch das Südharz- Krankenhaus entwickelte sich zu einer modernen angesehenen medizinischen Einrichtung, die überregionalen Versorgungscharakter hat.

Ein wichtiger Meilenstein für die Leistung der Klinik für Nuklearmedizin war die Ersatzbeschaffung zweier neuer Gammakameras – darunter eine Zweikopf-SPECT-Kamera (siehe Foto) - die mit Unterstützung des Thüringer Gesundheitsministeriums im Jahre 2005 angeschafft werden konnten.

Damit ist die Klinik dem aktuellen Stand der Technik entsprechend ausgerüstet. Mit den Kameras sind funktionstopografische Abbildungen möglich, die exakte Diagnosen ermöglichen. Die so gewonnenen Bilder werden in peripheren Geräten digital gespeichert und können mittels einer speziellen Software weiter bearbeitet werden.

So lassen sich zum Beispiel Erkrankungen der Schilddrüse nicht nur diagnostizieren, die Klinik für Nuklearmedizin kann den Patienten auch eine Radiojodtherapie anbieten, was mit der Etablierung der Klinik im Bettenhaus II möglich wurde. Dabei werden zum Beispiel erkrankte Gewebspartien, so genannte autonome Adenome, funktional ausgeschaltet. Die Hormonproduktion der Schilddrüse stabilisiert sich.

Patienten, die nicht nur aus der Nordhäuser Region, sondern auch aus angrenzenden Landkreisen und Bundesländern kommen, können diagnostische Leistungen der Klinik für Nuklearmedizin sowohl stationär als auch ambulant in Anspruch nehmen. Die nächsten Kliniken mit einem vergleichbaren Diagnose- und Therapieangebot befinden sich erst in größerer räumlicher Entfernung.
Autor: nnz

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