Di, 09:56 Uhr
27.03.2007
Kooperieren statt verdrängen
Nordhausen (nnz). Momentan ist Dr. Bernhard Senft für einige Menschen im Landkreis Nordhausen eine unbeliebte Person. Vor allem für die Fachleute, die sich mit der frühen Orientierung auf einen Ausbildungsplatz beschäftigen. Die nnz hat sich mit dem Hauptgeschäftsführer der Nordthüringer Handwerkerschaft unterhalten.
Derzeit ist der Eichsfelder oft in Nordhausen. Gestern ein Gespräch mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Egon Primas, morgen ein Termin mit der städtischen Beigeordneten Inge Klaan (CDU). Die Berufswahlorientierung im Landkreis Nordhausen wird seit Jahren mit Erfolg vom Bildungswerk Bau Hessen-Thüringen und vom IKL angeboten und durchgeführt. Ohne Zweifel haben die Verantwortlichen vor Ort viel eher die Zeichen der Zeit erkannt als die Eichsfelder. Das muss doch aber nicht heißen, dass die gute Arbeit nicht noch besser zu machen ist, so Dr. Bernhard Senft im nnz-Gespräch. Vor allem verweist er auf die Möglichkeiten, die Angebotsvielfalt noch zu erweitern. Dazu sei das klassische Handwerk der originäre Partner.
Die Nordthüringer Kreishandwerkerschaft will in der Bochumer Straße eine leerstehende Halle kaufen. 350.000 Euro sollen dafür locker gemacht werden. Auf 900 Quadratmeter sollen dort Schüler der 7. bis 9. Klassen für jene Berufe interessiert werden, die vom Bildungswerk Bau und dem IKL nicht angeboten werden. Kfz-Mechaniker, Friseure, Fleischer oder Bäcker zum Beispiel.
Bislang, so hat Senft recherchiert, wähle die Schule das jeweilige Angebot, bzw. den Träger aus. Das ist verbesserungsfähig, so der Eichsfelder und hat 32 Berufe in einem Konzept zusammengestellt, unter denen die Schüler auswählen können. Auch ein Transportkonzept habe er mitgeliefert. Das sei umsetzbar und würde nicht mehr als bisher kosten. Als Träger des berufswahlvorbereitenden Angebotes sollen die Nordthüringer Bildungsakademie sowie andere Partner aus dem Landkreis Nordhausen fungieren. Sein Motto: Was andere gut können, das sollte die auch weitermachen!
Natürlich hat der Hauptgeschäftsführer des Handwerks der Landkreise Eichsfeld und Nordhausen das Handwerk im Blick. Im vergangenen Jahr konnten wir im Landkreis Nordhausen keinen Lehrling im Fleischer- oder Bäckerhandwerk verzeichnen. Gerade aber diese Betriebe brauchen Nachwuchs, meint der 62jährige. Und mit einem breitgefächerten Angebot will er Schüler der 7. bis 9. Klassen an diese Beruf heranführen. Auch die Betriebe müssen mitmachen, von ihnen fordert er bei geeigneten Bewerbern den Lehrvertrag bereits mit dem Halbjahrszeugnis der zehnten Klasse anzuschließen. Die besten Lehrlinge sind sonst weg und kommen auch nicht mehr zurück!
In einem Landkreis wie Nordhausen wird und muss die industrielle Entwicklung auch weiterhin Priorität besitzen, doch das Handwerk darf nicht das fünfte Rad am Wagen sein. Letztlich, so Bernhard Senft, werden die nächsten Gespräche zeigen, ob das Konzept aus dem Eichsfeld mit dem aus dem Landkreis Nordhausen zu vereinigen sei. Das Wichtigste jedoch: Der politische Wille dafür muss vorhaben sein. Wenn ich merke, dass die Ideen des Handwerks nicht willkommen sind, werden wir unser Angebot wieder zurückziehen. Im positiven Fall könnten in den nächsten Jahren bis zu 500 neue Arbeitsplätze im Handwerk des Landkreises Nordhausen geschaffen werden, so das euphorische Fazit des Eichsfelders.
Autor: nnzDerzeit ist der Eichsfelder oft in Nordhausen. Gestern ein Gespräch mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Egon Primas, morgen ein Termin mit der städtischen Beigeordneten Inge Klaan (CDU). Die Berufswahlorientierung im Landkreis Nordhausen wird seit Jahren mit Erfolg vom Bildungswerk Bau Hessen-Thüringen und vom IKL angeboten und durchgeführt. Ohne Zweifel haben die Verantwortlichen vor Ort viel eher die Zeichen der Zeit erkannt als die Eichsfelder. Das muss doch aber nicht heißen, dass die gute Arbeit nicht noch besser zu machen ist, so Dr. Bernhard Senft im nnz-Gespräch. Vor allem verweist er auf die Möglichkeiten, die Angebotsvielfalt noch zu erweitern. Dazu sei das klassische Handwerk der originäre Partner.
Die Nordthüringer Kreishandwerkerschaft will in der Bochumer Straße eine leerstehende Halle kaufen. 350.000 Euro sollen dafür locker gemacht werden. Auf 900 Quadratmeter sollen dort Schüler der 7. bis 9. Klassen für jene Berufe interessiert werden, die vom Bildungswerk Bau und dem IKL nicht angeboten werden. Kfz-Mechaniker, Friseure, Fleischer oder Bäcker zum Beispiel.
Bislang, so hat Senft recherchiert, wähle die Schule das jeweilige Angebot, bzw. den Träger aus. Das ist verbesserungsfähig, so der Eichsfelder und hat 32 Berufe in einem Konzept zusammengestellt, unter denen die Schüler auswählen können. Auch ein Transportkonzept habe er mitgeliefert. Das sei umsetzbar und würde nicht mehr als bisher kosten. Als Träger des berufswahlvorbereitenden Angebotes sollen die Nordthüringer Bildungsakademie sowie andere Partner aus dem Landkreis Nordhausen fungieren. Sein Motto: Was andere gut können, das sollte die auch weitermachen!
Natürlich hat der Hauptgeschäftsführer des Handwerks der Landkreise Eichsfeld und Nordhausen das Handwerk im Blick. Im vergangenen Jahr konnten wir im Landkreis Nordhausen keinen Lehrling im Fleischer- oder Bäckerhandwerk verzeichnen. Gerade aber diese Betriebe brauchen Nachwuchs, meint der 62jährige. Und mit einem breitgefächerten Angebot will er Schüler der 7. bis 9. Klassen an diese Beruf heranführen. Auch die Betriebe müssen mitmachen, von ihnen fordert er bei geeigneten Bewerbern den Lehrvertrag bereits mit dem Halbjahrszeugnis der zehnten Klasse anzuschließen. Die besten Lehrlinge sind sonst weg und kommen auch nicht mehr zurück!
In einem Landkreis wie Nordhausen wird und muss die industrielle Entwicklung auch weiterhin Priorität besitzen, doch das Handwerk darf nicht das fünfte Rad am Wagen sein. Letztlich, so Bernhard Senft, werden die nächsten Gespräche zeigen, ob das Konzept aus dem Eichsfeld mit dem aus dem Landkreis Nordhausen zu vereinigen sei. Das Wichtigste jedoch: Der politische Wille dafür muss vorhaben sein. Wenn ich merke, dass die Ideen des Handwerks nicht willkommen sind, werden wir unser Angebot wieder zurückziehen. Im positiven Fall könnten in den nächsten Jahren bis zu 500 neue Arbeitsplätze im Handwerk des Landkreises Nordhausen geschaffen werden, so das euphorische Fazit des Eichsfelders.

