Mo, 13:14 Uhr
26.03.2007
Stadt wird zahlen
Nordhausen (nnz). Seit Jahren gibt es Streit zwischen der Stadtverwaltung Nordhausen und Sven-Bolko Heck. Hintergrund sind die Querelen zurückliegender Rolandfeste. Jetzt wird, kann, muss die Stadt zahlen...
140.000 Euro – so der Streitwert des Verfahrens, das Heck angestrengt hatte. Die Stadtverwaltung soll ihm einst eine Zusage gegeben haben, fünf Rolandfestes durchzuführen. Nach zwei Festen schwand das Erinnerungsvermögen, eine andere Agentur wurde beauftragt, die - mit Verlaub gesagt – für einen weiteren Niveauverfall des Volksfestes gesorgt hatte. Sven Bolko Heck jedoch waren eingeplante Einnahmen entgangen.
Vor den Schranken des Mühlhäuser Gerichts soll die dortige Richterin nach Studium der Akten signalisiert haben, dass sich beide Seiten auf einen Vergleich in Höhe von 50.000 Euro einigen sollten. Und irgendwie tauchte diese Zahl denn auch auf Tagesordnungen nicht öffentlicher – also geheim tagender Ausschüsse auf. Auch in nicht öffentlichen Teilen von öffentlichen Gremien war diese Zahl zu lesen. Mal wurde darüber gesprochen, mal wurde der Tagungsordnungspunkt herunter genommen.
Wenn die Stadtverwaltung sich so sicher sei, wie deren Oberen immer behaupteten, so könne man mit dem Streitwert doch weiter runter gehen, sagten einige Stadträte. Man ging runter, es wurde aber immer verwirrender. Mal wurden 20.000 Euro in Richtung Hamburger Medienhaus signalisiert, dann wieder 25.000 Euro. Jetzt, so pfeiffen es die Spatzen von den Dächern, sollen es 35.000 Euro sein. Sven Bolko Heck will vielleicht seine Ruhe, er muß die dritte Motorboot-WM in Bitterfeld durchziehen. Wie der nnz berichtet wurde, soll eine Abstimmung über die zu zahlenden Euronen denkbar knapp im Stadtrat ausgefallen sein. Geflüstert wird von 12:11 für die Zahlung. Vermutlich waren die Argumente der städtischen Rechtsexperten doch nicht bei allen Stadträten angekommen.
Für Heck, der sich nach einer Durststrecke mit seinem Unternehmen wieder etabliert hat, ist es immer noch unverständlich, dass er von anderen Kommunen seit Jahren auf einem Silbertablett getragen werde, in seiner Geburtsstadt jedoch zur Persona non Grata erklärt werde.
Das diesjährige Rolandsfest wird vermutlich nicht die Meßlatte sein, das Jahr danach wird zeigen, ob sich ein neues Konzept bewährt. Man wird zulegen müssen wenn es gilt, die Fest-Ära Heck vergessen zu machen. Bei allen Problemen, die es mit Sven Bolko Heck gab – eines muß man ihm lassen: Er hatte immer für Hingucker gesorgt.
Autor: nnz140.000 Euro – so der Streitwert des Verfahrens, das Heck angestrengt hatte. Die Stadtverwaltung soll ihm einst eine Zusage gegeben haben, fünf Rolandfestes durchzuführen. Nach zwei Festen schwand das Erinnerungsvermögen, eine andere Agentur wurde beauftragt, die - mit Verlaub gesagt – für einen weiteren Niveauverfall des Volksfestes gesorgt hatte. Sven Bolko Heck jedoch waren eingeplante Einnahmen entgangen.
Vor den Schranken des Mühlhäuser Gerichts soll die dortige Richterin nach Studium der Akten signalisiert haben, dass sich beide Seiten auf einen Vergleich in Höhe von 50.000 Euro einigen sollten. Und irgendwie tauchte diese Zahl denn auch auf Tagesordnungen nicht öffentlicher – also geheim tagender Ausschüsse auf. Auch in nicht öffentlichen Teilen von öffentlichen Gremien war diese Zahl zu lesen. Mal wurde darüber gesprochen, mal wurde der Tagungsordnungspunkt herunter genommen.
Wenn die Stadtverwaltung sich so sicher sei, wie deren Oberen immer behaupteten, so könne man mit dem Streitwert doch weiter runter gehen, sagten einige Stadträte. Man ging runter, es wurde aber immer verwirrender. Mal wurden 20.000 Euro in Richtung Hamburger Medienhaus signalisiert, dann wieder 25.000 Euro. Jetzt, so pfeiffen es die Spatzen von den Dächern, sollen es 35.000 Euro sein. Sven Bolko Heck will vielleicht seine Ruhe, er muß die dritte Motorboot-WM in Bitterfeld durchziehen. Wie der nnz berichtet wurde, soll eine Abstimmung über die zu zahlenden Euronen denkbar knapp im Stadtrat ausgefallen sein. Geflüstert wird von 12:11 für die Zahlung. Vermutlich waren die Argumente der städtischen Rechtsexperten doch nicht bei allen Stadträten angekommen.
Für Heck, der sich nach einer Durststrecke mit seinem Unternehmen wieder etabliert hat, ist es immer noch unverständlich, dass er von anderen Kommunen seit Jahren auf einem Silbertablett getragen werde, in seiner Geburtsstadt jedoch zur Persona non Grata erklärt werde.
Das diesjährige Rolandsfest wird vermutlich nicht die Meßlatte sein, das Jahr danach wird zeigen, ob sich ein neues Konzept bewährt. Man wird zulegen müssen wenn es gilt, die Fest-Ära Heck vergessen zu machen. Bei allen Problemen, die es mit Sven Bolko Heck gab – eines muß man ihm lassen: Er hatte immer für Hingucker gesorgt.

