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Sa, 18:40 Uhr
10.03.2007

Ende der Träume

Nordhausen (nnz) Wacker empfing heute den Ligakrösus aus Gera. Der hatte noch eine Rechnung offen mit unserem Team. Ob sie eingelöst werden konnte, steht hier.


Wenn man in der zweiten Minuten das erste Gegentor kassiert und in der letzen ein Eigentor fabriziert, kann man kaum gewinnen. Und so kam es für Wacker - dem Spielverlauf nach nicht überraschend - zu einem 1:5-Debakel auf eigenem Platz. Mit einer völlig undiskutablen Leistung rannte das Hoffmann-Team ins offene Messer.

Brack vertändelt den Ball, schiebt quer und Geras Goalgetter Mike Sadlo spritzt dazwischen – 0:1. Da waren keine 100 Sekunden absolviert. Dann hat Wacker mehr vom Spiel, ohne wirklich zu spielen, kann die Möglichkeiten in der 15. Minute (Heber von Pistorius) und 18. Minute (Pohl nach einer Unsicherheit in der Gästedeckung) aber nicht nutzen und die zweite halbe Chance für Gera macht Andy Raab mit einem Schlenzer rein – 2:0 in der 27. Minute.

Wacker danach bemüht, Gera im Schongang.
Weder Pohl in der 32. Minute noch Hoffmann in der 40. (Freistoß) können das Ergebnis korrigieren und nach der Pause gibt es in der 61. Minute das erste Lebenszeichen von Wacker. Der agile Lars Pohl legt für seinen Kapitän Pistorius auf, aber der kommt gegen Keeper Roß einen Schritt zu spät. Besser macht es der Oldie Mike Sadlo, nachdem Torsten Klaus eine gute Chance mit einem schlampigen Abspiel in einen Konter verwandelt hat und netzt zum 3:0 ein (65. Minute). Bei Wacker dirigiert mangelndes Selbstvertrauen.

Lars Pohl, vom eingewechselten Daniel Braun herrlich frei gespielt, versucht eine Querpaß zu spielen, anstatt einfach drauf zu halten. Die Folge ist in der 68. Minute das 0:4. Marc Janke kommt völlig frei zum Kopfball, köpf Finsterbusch an und der boxt sich den Ball ins eigene Tor.

In der 73. Minute kommt Dominik Kohlhause für den verletzten Pistorius und fünf Minuten später verwandelt er ein mustergültiges Zuspiel des sehr gut aufgelegten Daniel Braun zum Ehrentreffer für Nordhausen.

Der vielleicht bezeichnendste Spielzug in der 85. Minute. Torsten Klaus läuft auf das eigene Tor zu, schießt dann scharf auf seinen Torhüter Finsterbusch, der kommt dem Ball entgegengelaufen und drischt einen halben Meter am Streitobjekt vorbei. Viel Glück, dass da kein Geraer in der Nähe war.

Die liefen ohnehin nur so viel, wie sie unbedingt mussten. Der Ex-Wackere Weißhaupt wird vermutlich die meiste Zeit des Spiels die Knospen in der benachbarten Kleingarten gezählt haben. Vornehm ausgedrückt: er spielte sehr effektiv. Sein Gegenspieler Torsten Klaus war jedenfalls nicht zu sehen.

In der 87. Minute kratzt der Geraer Bloß einen Pohl-Kopfball von der Linie und in der 90. köpft Sebastian Elle den Ball über seinen Torhüter ins eigene Netz.

Dieser traurige Schlusspunkt war symptomatisch für das ganze Spiel. Eine völlig verunsicherte Wacker-Elf unterlag einer niemals geforderten Geraer Mannschaft glatt mit 1:5. In der Parkallee hat heute Nachmittag der Abstiegskampf begonnen.

Trainerstimmen:

Nico Quade (1.FC Gera 03):
Das war ein verdienter Sieg und ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.. Es war ein Spiel von hoher Brisanz, denn wirt wollten die Schmach der 3:6 - Heimniederlage rächen. Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass wir hier auf einen verunsicherten Gegner treffen werden, den wir nicht ins Spiel kommen lassen dürfen. Mit dem frühen Tor haben wir den Grundstein gelegt und danach hat die Mannschaft routiniert ihr Pensum gespielt. Alle hinter uns Platzierten hatten gehofft, dass wir hier Federn lassen. Das ist nicht passiert.


Udo Hoffmann (Wacker 90 Nordhausen):
Erst einmal möchte ich den Geraern zu ihrem verdienten Sieg gratulieren. Es ist jetzt auch egal, ob er ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Gera hat uns von Anfang an die Grenzen aufgezeigt. Wir waren eindeutig unterlegen. Durch Lässigkeiten und Versagen der eigentlichen Leistungsträger geraten wir schnell in Rückstand und offenbaren ein total indiskutables Abwehrverhalten. Besonders die erfahrenen, älteren Spieler agierten weit unter ihren Möglichkeiten, taktische Vorgaben wurden nicht eingehalten. Da sind einige für die Landesliga einfach ungeeignet.

Wir sind in einer kritischen Phase, haben ein schweres Auftaktprogramm nach der Winterpause. Doch wir müssen Geduld haben und die Truppe kontinuierlich weiter umstrukturieren. Heute war jedenfalls ein Klassenunterschied sichtbar.
Autor: osch

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