Fr, 10:32 Uhr
09.03.2007
Gegen weiteren Abbau von Gipskarst
Nordhausen (nnz). Mitglieder der SPD-Fraktion des Thüringer Landtags besuchten Forst im Südharz und Gemeinde Niedersachswerfen. Dabei informierten sie sich auch über den geplanten Rohstoffabbau in dem Revier.
Über den Abbau von Gips in der Region Niedersachswerfen und die Art und Weise der forstlichen Bewirtschaftung im Forstamtsbereich Bleicherode machte sich der Arbeitskreis Umwelt/Landwirtschaft /Forst der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag ein Bild.
Klärungsbedarf gab es nach einem Gespräch mit Forstexperten über die Folgen des Orkans Kyrill im Januar dieses Jahres. Es müsse geklärt werden, inwieweit Schäden im Baumbestand hausgemacht seien, und ob bei der Bewirtschaftung des Waldes Richtlinien eingehalten wurden.
Die Abgeordneten der SPD-Fraktion wollen nun im Landwirtschaftsausschuss die Arbeitsweise der dortigen Forstamtsleitung hinterfragen. Unter anderem solle geprüft werden, ob der Aspekt der Nachhaltigkeit bei der Bewirtschaftung eingehalten wurde. So dürfe die Bekämpfung des Borkenkäfers nicht dafür missbraucht werden, gültige Richtlinien im Waldbau, wie zum Beispiel gegen übermäßige Kahlschläge, durchzuführen. Dies dürfe auch nicht dann geschehen, wenn dadurch kurzfristig höhere Gewinne bei der Bewirtschaftung erzielt werden.
Die Abgeordneten Dagmar Becker und Dr. Hartmut Schubert befassten sich außerdem mit der Bewirtschaftung des FFH-Gebiets Brandesbachtal, das auch den Fluss Bere und das Überflutungsgebiet Netzwiesen umfasst. Fragen gab es zur Anlage einer neuen Zufahrt durch die Weichholzaue und zu der offenbar mit schwerem Gerät erfolgten Beräumung des Flussbettes.
Auf der Tagesordnung stand außerdem der Abbau von Gips in der Region Niedersachswerfen, für den sich mehrere Unternehmen interessieren. Dagmar Becker hinterfragte das ungebremste Interesse am Gipsabbau, der insbesondere das nahe gelegene Vogelschutzgebiet Himmelsberg beeinträchtigen würde. Neben dem Naherholungs- und Wandertourismus entstünde vor allem den Straßen, durch die die tonnenschweren, mit Gips beladenen Lkw fahren, Schaden.
Nach einem Gespräch mit Gemeindebürgermeister Jochen Napiralla und dem Arbeitskreis Gipskarst hat sich die SPD-Fraktion klar gegen einen weiteren Abbau von Gips positioniert und wird dies auch im Umweltausschuss zum Thema machen.
Autor: nnzÜber den Abbau von Gips in der Region Niedersachswerfen und die Art und Weise der forstlichen Bewirtschaftung im Forstamtsbereich Bleicherode machte sich der Arbeitskreis Umwelt/Landwirtschaft /Forst der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag ein Bild.
Klärungsbedarf gab es nach einem Gespräch mit Forstexperten über die Folgen des Orkans Kyrill im Januar dieses Jahres. Es müsse geklärt werden, inwieweit Schäden im Baumbestand hausgemacht seien, und ob bei der Bewirtschaftung des Waldes Richtlinien eingehalten wurden.
Die Abgeordneten der SPD-Fraktion wollen nun im Landwirtschaftsausschuss die Arbeitsweise der dortigen Forstamtsleitung hinterfragen. Unter anderem solle geprüft werden, ob der Aspekt der Nachhaltigkeit bei der Bewirtschaftung eingehalten wurde. So dürfe die Bekämpfung des Borkenkäfers nicht dafür missbraucht werden, gültige Richtlinien im Waldbau, wie zum Beispiel gegen übermäßige Kahlschläge, durchzuführen. Dies dürfe auch nicht dann geschehen, wenn dadurch kurzfristig höhere Gewinne bei der Bewirtschaftung erzielt werden.
Die Abgeordneten Dagmar Becker und Dr. Hartmut Schubert befassten sich außerdem mit der Bewirtschaftung des FFH-Gebiets Brandesbachtal, das auch den Fluss Bere und das Überflutungsgebiet Netzwiesen umfasst. Fragen gab es zur Anlage einer neuen Zufahrt durch die Weichholzaue und zu der offenbar mit schwerem Gerät erfolgten Beräumung des Flussbettes.
Auf der Tagesordnung stand außerdem der Abbau von Gips in der Region Niedersachswerfen, für den sich mehrere Unternehmen interessieren. Dagmar Becker hinterfragte das ungebremste Interesse am Gipsabbau, der insbesondere das nahe gelegene Vogelschutzgebiet Himmelsberg beeinträchtigen würde. Neben dem Naherholungs- und Wandertourismus entstünde vor allem den Straßen, durch die die tonnenschweren, mit Gips beladenen Lkw fahren, Schaden.
Nach einem Gespräch mit Gemeindebürgermeister Jochen Napiralla und dem Arbeitskreis Gipskarst hat sich die SPD-Fraktion klar gegen einen weiteren Abbau von Gips positioniert und wird dies auch im Umweltausschuss zum Thema machen.

