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Do, 16:27 Uhr
08.03.2007

Sicheres Nordthüringen

Nordhausen (nnz). Nirgendwo in Thüringen lebt es sich sicherer als in den vier nördlichen Landkreisen. die Zahl der Straftaten sinkt, die Aufklärungsquote ist die beste im Land. Alle Einzelheiten über die Verbrechen des vergangenen Jahres finden Sie hier mit einem Klick.

Köppen (Foto: Wiethoff) Köppen (Foto: Wiethoff)

Die Polizeidirektion Nordhausen konnte ihren Spitzenplatz verteidigen. Mit einer Aufklärungsquote von 68,8 Prozent liegt sie vor Saalfeld (67,9) und Gera (67,4). Durchschnittlich wurden in Thüringen 64,1 Prozent der 150.077 Straftaten aufgeklärt. Im Bereich der Polizeidirektion Nordhausen wurden 19.322 Verbrechen angezeigt. Das sind 1.324 weniger als 2005. Auf den Bereich der Polizeiinspektion Nordhausen entfallen 3.858 Taten, ein Rückgang von 411 gegenüber dem Vorjahr. Die Aufklärungsquote ist von 60,6 Prozent auf 63,1 gestiegen. 1.885 Tatverdächtige konnten ermittelt werden.

Polizeidirektor Uwe Köppen konnte heute ein recht erfreuliche Kriminalitätsstatistik präsentieren. Doch nach wie vor gibt es besonders anfällige Bereiche für Straftaten. Immer wieder werden alte Menschen Opfer von Trickdieben. Einbrecher schrecken nicht mehr davor zurück bei Tag in Häuser einzusteigen. Sie haben es auf Omas Sparstrumpf abgesehen und kennen natürlich alle Verstecke. Auch Einbrüche in Autos sind ein gefragtes Feld für Kriminelle. Sie schlagen die Seitenscheibe ein und erbeuten Handtaschen oder Laptops, die von gutgläubigen Menschen in ihren Fahrzeugen gelassen worden. „Die Bürger sollten unsere Ratschläge ernst nehmen und keine Wertsachen im Auto lassen.“ Warnte Köppen.

Insgesamt ging die Zahl der Diebstähle etwas zurück, auf 7.573 Fälle im Bereich der Polizeidirektion. Das sind 513 weniger als im Vorjahr. Von Geschäften wurden nicht mehr so viele Diebstähle gemeldet. „Aber das hat auch damit zu tun, daß sich die meisten Läden keine Detektive mehr leisten können“, so Köppen. Dafür wurden vermehrt Wohnungen und Gaststätten heimgesucht. Die Aufklärungsquoten in dem Bereich liegen bei etwa 50 Prozent.

Die meisten Täter sind nach wie vor männlich. Von den 9.665 Verdächtigen waren 7.532 Männer und 2.133 Frauen. Kinder, Jugendliche und Heranwachsende sind überproportional an Verbrechen beteiligt. 2.954 Täter (30,5%) sind bis 21 Jahre alt, dabei gehören nur 19,3 % aller Einwohner dieser Altersgruppe an. Ähnlich ist es bei den ausländischen Tätern. 443 Personen sind nichtdeutscher Herkunft (4,5 %). Dabei beträgt der Ausländeranteil nur 1,8 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

Die schweren Verbrechen landen auf den Tischen der Kriminalpolizei. Jährlich werden es mehr.5.334 Fälle mußten 2006 bearbeitet werden. Der erste Kriminalhauptkommissar Bernd Isserstedt blickte zurück auf die schlimmsten Taten des vergangenen Jahres. Sicher erinnern Sie sich an den Mord und Totschlag an einer Frau und ihrem Sohn in Ellrich. Das war eines der spektakulärsten Verbrechen, welches inzwischen zur Verhandlung gekommen ist. Kindesmißhandlung und sexueller Mißbrauch machen einen weiteren Bereich aus. Ein 26jähriger Vater brach beim Wickeln seinem 10 Monate altem Sohn das Bein. Er hatte einen Wutanfall bekommen und sich an dem Kind abreagiert. Ein Mädchen war von ihrem Großvater, 71 Jahre, über ein Jahr mehrfach sexuell mißbraucht worden. Erst als sie sich der Mutter anvertraute, wurde der alte Mann verhaftet und ist für vier Jahre eingesperrt. Vieles können Sie im nnz-Archiv nachlesen.

2007 wird die Polizei weiter wachsam sein. 669 Polizisten und 133 Polizistinnen kümmern sich um die Sicherheit auf Straßen und Plätzen, 98 weitere Mitarbeiter sind in der Verwaltung oder als Angestellte bei der Polizei tätig. Polizeidirektor Uwe Köppen dankte ihnen und den zahlreichen aufmerksamen Bürgern für ihre Arbeit und Hilfe.
Autor: wf

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