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Do, 14:26 Uhr
08.03.2007

Ist das „Wunder von Gera“ wiederholbar?

Nordhausen (nnz). Am Samstag um 14 Uhr wird es ganz heiß im Albert-Kuntz-Sportpark. Der Spitzenreiter kommt mit den Ex-Wackeren Weißhaupt und Baumann. Warum Nordhausen eigentlich nicht verlieren kann, erklärt Ihnen Klaus Verkouter.


Das erste in unseren Archiven gefundene Spiel gegen eine Geraer Mannschaft gewann Motor Nordhausen am Kuhberg 1951 mit 4:2. Dabei handelte es sich um ein Freundschaftsspiel gegen die Elf von Motor Gera, die damals der höchsten Spielklasse der DDR, genannt DS-Oberliga, angehörte.

Das letzte Aufeinandertreffen mit einer Geraer Mannschaft bescherte Wacker im Oktober einen grandiosen 6:3-Auswärtssieg gegen den seit vier Jahren in die heutige NOFV-Oberliga strebenden Klub, den 1. FC Gera 03. Beide Geraer Vereine haben nichts miteinander zu tun.

Während Motor Gera (1953 in Wismut, 1993 in 1. SV umbenannt) über Jahrzehnte hinweg zu unseren häufigsten Spielpartnern zählte, entstand der 1. FC 03 erst vor knapp vier Jahren. Das ist eine gut bezahlte Truppe gestandener Akteure, die z.T. sogar schon in der Bundesliga ihre Visitenkarten abgaben.

Während die Sportberichterstatter 1951 von einer Nordhäuser Mannschaft mit „Kampfkraft“ und „Stehvermögen“ schrieben, waren im Herbst 2006 Worte dominierend wie „Spielrausch“, „Sensation“ oder „Wunder“.

Jener 3.10. hatte es schon in sich, wie wird es wohl am 10.3.? Da kehrt sich doch hoffentlich nur das Datum um, obwohl nach den Ergebnissen der letzten Punkterunden eine weitere Niederlage für Wacker nicht überraschend käme.

Entgegen den Befürchtungen einiger Fans im Wacker-Forum kommt diese Spitzenmannschaft für mich zur rechten Zeit. Wenn die Nordhäuser in absehbarer Zeit eine Klasse höher spielen wollen, wären dort solche (und noch bessere) Gegner das Normale. Die gleichen Spieler, die im Moment eine beängstigende Talfahrt hinlegen, haben zur Beginn der 1. Halbserie gezeigt, was möglich ist, wenn alle Akteure am gleichen Strang ziehen, kämpfen, Laufbereitschaft zeigen und mit „freien“ Köpfen als Team auftreten.

Zweimal wurde der 1. FC Gera 03 auswärts von uns in der Thüringenliga schon bezwungen – es geht also. Warum sollte das nicht zu Hause gelingen? Wacker ist schließlich die einzige Mannschaft in diesem Spieljahr, die gegen Gera gewinnen konnte. Nun muss sich in den nächsten Wochen beweisen, dass die harte Vorbereitung Früchte (Punkte) trägt. Selbst wenn die Trauben gegen Gera noch zu hoch hängen sollten, wollen die Fans spüren, dass sich jeder Einzelne und damit die gesamte Mannschaft nach ihnen streckt. Dann ist auch die Begeisterung der Anhänger da. Wünschen wir uns ein gutes Spiel mit Fairness auf Rasen und Rängen.

Übrigens hat Wacker in der über hundertjährigen Vereinsgeschichte noch nie an einem 10. März verloren:.

1935 Wacker – VfL Halle 96 4:1
1957 Motor – SC Aktivist Brieske-Senftenberg 2:1
1974 FC Carl Zeiss Jena II – Motor 1:1
1985 Robotron Sömmerda – Motor 0:1
1990 Motor Gotha – Motor 1:2
1991 Motor Weimar – Wacker 1:1
1996 Wacker – Lok Altmark Stendal 2:0

Klaus Verkouter
Autor: nnz

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