Mi, 18:26 Uhr
07.03.2007
Was für eine Braut?
Nordhausen (nnz). Alles sei sehr schnell gegangen. Erst vor einigen Wochen habe sich die Gemeinde Petersdorf auf den Weg nach Nordhausen gemacht. Heute sollte der Nordhäuser Hauptausschuss den Weg freimachen. Brautschau war angesagt.
Doch bevor es die Zustimmung zur kommenden Eingemeindung gab, wollte Sven Lutze (CDU) doch schon wissen, was für eine Braut sich die Stadt an ihre Seite hole. Schließlich sei Petersdorf eine der am höchsten verschuldeten Gemeinden des Landkreises. 650.000 Euro würden den Haushalt belasten, wusste Lutze. Und da gebe es doch sicherlich finanzielle Auswirkungen für den Haushalt der Stadtverwaltung, ebenso, wenn ein Kindergarten und eine Grundschule künftig dazugehören. Das, was in den entsprechenden Beschlussvorlagen zu finanziellen Auswirkungen und Folgekosten zu finden ist, sei ihm einfach zu dürftig.
Also versuchte sich die Verwaltungsspitze in Aufklärung. Da die Gemeinde Petersdorf eine Wurzelkläranlage ihr eigen nennt und damit als einzige im Landkreis keinem Zweckverband angehört, seien alle Anschaffungskosten nun mal Bestandteil des Haushaltes. Auch so mache Petersdorf einen guten Eindruck. Alle Straßen und Gehwege seien tipptopp. Da besteht in den nächsten Jahren kein Investitionsbedarf. Schulden gibt es trotzdem.
Eigentlich sollte Petersdorf schon 1994 nach Nordhausen eingemeindet werden. Ein entsprechender Vertragsentwurf datiert aus dem Jahr 1992. Damals gab es unter den Bürgern der Gemeinde aber auch beim Rat und Bürgermeister heftige Bedenken, die Selbstständigkeit aufzugeben. Jetzt sind diese Bedenken verschwunden. Warum, das wird wohl das Geheimnis eines Tilo Große bleiben...
Die grundsätzliche Zustimmung zur Eingemeindung gaben alle anwesenden Mitglieder des Hauptausschusses. Beim Beschluß zum entsprechenden Vertrag enthielten sich die beiden CDU-Räte. Wie gesagt, ihnen waren die Vorab-Informationen zu dürftig.
Autor: nnzDoch bevor es die Zustimmung zur kommenden Eingemeindung gab, wollte Sven Lutze (CDU) doch schon wissen, was für eine Braut sich die Stadt an ihre Seite hole. Schließlich sei Petersdorf eine der am höchsten verschuldeten Gemeinden des Landkreises. 650.000 Euro würden den Haushalt belasten, wusste Lutze. Und da gebe es doch sicherlich finanzielle Auswirkungen für den Haushalt der Stadtverwaltung, ebenso, wenn ein Kindergarten und eine Grundschule künftig dazugehören. Das, was in den entsprechenden Beschlussvorlagen zu finanziellen Auswirkungen und Folgekosten zu finden ist, sei ihm einfach zu dürftig.
Also versuchte sich die Verwaltungsspitze in Aufklärung. Da die Gemeinde Petersdorf eine Wurzelkläranlage ihr eigen nennt und damit als einzige im Landkreis keinem Zweckverband angehört, seien alle Anschaffungskosten nun mal Bestandteil des Haushaltes. Auch so mache Petersdorf einen guten Eindruck. Alle Straßen und Gehwege seien tipptopp. Da besteht in den nächsten Jahren kein Investitionsbedarf. Schulden gibt es trotzdem.
Eigentlich sollte Petersdorf schon 1994 nach Nordhausen eingemeindet werden. Ein entsprechender Vertragsentwurf datiert aus dem Jahr 1992. Damals gab es unter den Bürgern der Gemeinde aber auch beim Rat und Bürgermeister heftige Bedenken, die Selbstständigkeit aufzugeben. Jetzt sind diese Bedenken verschwunden. Warum, das wird wohl das Geheimnis eines Tilo Große bleiben...
Die grundsätzliche Zustimmung zur Eingemeindung gaben alle anwesenden Mitglieder des Hauptausschusses. Beim Beschluß zum entsprechenden Vertrag enthielten sich die beiden CDU-Räte. Wie gesagt, ihnen waren die Vorab-Informationen zu dürftig.


