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Mi, 11:26 Uhr
07.03.2007

Nordhausen setzt nicht auf Kurzfristigkeit

Nordhausen (nnz). Die Kinderbetreuung ist wieder mal in aller Munde – vor allem in der großen Politik in Berlin und der kleineren in Erfurt. Wie aber sieht das die Nordhäuser Stadtverwaltung?


Mit insgesamt 1841 Plätzen in 20 Kindertageseinrichtungen ist das Kinderbetreuungsangebot in Nordhausen „beispielhaft breit und aufgrund der unterschiedlichen inhaltlichen Profilierung der Kitas auch äußerst vielfältig“ - sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) mit Blick auf die Kinderbetreuungs-Debatte in Berlin. Die Stadt stelle damit rund die Hälfte aller Kita-Plätze im Landkreis. Diese Breite und Vielfalt des Kita-Angebotes in Nordhausen sei auch darin begründet, „dass wir uns in Sachen Kinderbetreuung nie vorschnell irgendwelchen kurzfristigen Trends angeschlossen- sondern immer einen eigenständigen und vor allem beständigen Ansatz verfolgt- und damit bis heute ausreichend Betreuungsangebote erhalten haben“, konstatiert Rinke.

Deshalb sehe sie die derzeitige Diskussion auf Bundesebene mit Gelassenheit: „Aus meiner Sicht erlebt zum Beispiel die Philosophie der `Vereinbarkeit von Familie und Beruf` aus DDR-Zeiten zurzeit eine Renaissance, obwohl sie im Osten unmittelbar nach der Wende ideologisch aufgeladen und negativ behaftet war. Nun geht es wieder in die andere Richtung beim selben Thema, jetzt allerdings unter der Überschrift: `Wichtigkeit der frühkindlichen Bildung´. Jedenfalls ist es positiv, dass die Bundesregierung nun offenbar das Kindebetreuungsangebot erweitern- und auf eine breitere finanzielle Basis stellen will“, sagte Frau Rinke.

Auch bei den Kinderkrippen habe man in Nordhausen stets für ein ausreichendes Angebot gesorgt, „damit auch junge Mütter ihrer Arbeit bzw. Ausbildung nachgehen können.“ So gebe es in Nordhausen die einzige eigenständige Kinderkrippe des Landkreises für Kinder bis zu 2 Jahren. Dies Einrichtung, das „Zwergenschlösschen“ werde vom JugendSozialwerk Nordhausen e.V. betrieben. Die 48 Plätze seien immer gut ausgelastet. Allerdings würden auch sechs weitere Kitas in der Stadt Kinder unter 2 Jahren aufnehmen und so das Krippenangebot ergänzen.

Das gute Nordhäuser Angebot bei der Kinderbetreuung sei auch für Eltern aus den Nachbargemeinden attraktiv. „Dank der gesetzlichen Änderungen können auch Kinder aus anderen Kommunen in unserer Stadt betreut werden. Das ist besonders interessant für die Eltern, die außerhalb wohnen, aber hier in Nordhausen arbeiten. “So merken wir seit einiger Zeit, dass insbesondere die Plätze in verkehrsgünstig gelegenen Kindergärten besonders nachgefragt sind“, so die Oberbürgermeisterin. Rund 80 Kinder kämen täglich aus den Umlandgemeinden in die Nordhäuser Kitas. „Deshalb begrüßen wir auch die Einführung der Kita-Card im Landkreis, weil sich damit die Anmeldung der Kinder in den Einrichtungen vereinfacht.“
Autor: nnz

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