Mi, 06:45 Uhr
07.03.2007
nnz-Rückspiegel: Pest, Geld und Hände
Nordhausen (nnz). Von einer Pest mußte Landrat Joachim Claus (CDU) vor einem Jahr im Kreistag referieren. Was noch an wichtigen Meldungen am 7. März 2006 rausgehauen wurde, das hat die nnz wiederum für Sie zusammengefaßt.
Keine Schwarzmalerei
Die Vogelgrippe ist im Landkreis Nordhausen noch nicht angekommen, trotzdem sei man auf die Ankunft vorbereitet. Das war eine Kernaussage von Landrat Joachim Claus (CDU) in seinem Bericht an den Kreistag. Die Geflügelpest habe seit ihrem Ausbruch in Südostasien ein Gebiet erfasst, in dem rund 2,4 Milliarden Menschen leben, letztlich aber sind bislang 90 Personen an dem gefährlichen Virus gestorben. Im Landkreis Nordhausen gebe es noch keinen positiven Fall des für Menschen gefährlichen Erregers, dennoch werden die Vogelzuggebiete um den Stausee bei Kelbra und um die Schiedunger Teiche herum zweimal in der Woche kontrolliert. Einmal wöchentlich tage der kleine Krisenstab, täglich gebe es Absprachen zwischen den verantwortlichen Ämtern, so der Landrat...ausführlich im nnz-Archiv
Geld wollen, das nicht da ist
In jedem Jahr soll sich der Landkreis Nordhausen zur Bereitstellung von Fördermitteln für die Kinder- und Jugendarbeit bekennen. Das hatte bislang auch immer so geklappt. Nur in diesem Jahr ist das alles ein wenig anders. Andreas Weigel ist nicht nur der Chef des Jugendsozialwerkes, des mit Abstand größten freien Trägers im Landkreis Nordhausen. Andreas Weigel ist auch der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. In dieser Funktion brachte er eine Vorlage ein, die den Weg für 368.000 Euro freimachen soll. Dass die Projekte der Jugendarbeit nützlich seien und gefördert werden müssen, dazu bekannte sich auch Finanzdezernentin Jutta Krauth (SPD), doch sie hatte gleichzeitig Bedenken der Verwaltung vorzutragen...ausführlich im nnz-Archiv
Zeigt her eure Hände!
Es ging während der heutigen Kreistagssitzung um die Entlastung des Landrates zur Jahresrechnung 2002. Eine trockene Materie, doch im Wahlkampf wird daraus schon mal mehr gemacht. Heute wurde es so viel, dass die Kreistagsmitglieder mit dem Abstimmen so ihre Probleme hatten.
nnz-Rückspiegel: Pest, Geld und Hände (Foto: nnz)
Birgit Keller, die Herausforderin der Linkspartei im Landratswahlkampf, hielt wieder mal eine Rede. Zuvor hatte die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Hannelore Haase, Teile der Beschlußvorlage vorgetragen. Jetzt musste abgestimmt werden und damit begann das Drama.
Der Augenzeuge hat nicht die Möglichkeit, ins Protokoll zu schauen. Waren es nun 21 Ja-Stimmen im zweiten, waren 22 Ja-Stimmen im ersten Versuch? Einmal war die Linksfraktion in der Mehrheit, dann wieder CDU und FDP, die Grünen enthielten sich konsequent. Schließlich – nach mehreren Versuchen stand fest: Der Änderungsantrag ist beschlossen. Also musste nur noch die geänderte Fassung beschlossen werden. Dafür gab es lediglich 15 Ja-Stimmen, alles andere waren Enthaltungen und Nein-Stimmen. Viele Kreistagsmitglieder guckten sich ungläubig an. Die geänderte Beschlussvorlage wurde abgelehnt, der Landrat wurde also für 2002 nicht entlastet. Na und?
Autor: nnzKeine Schwarzmalerei
Die Vogelgrippe ist im Landkreis Nordhausen noch nicht angekommen, trotzdem sei man auf die Ankunft vorbereitet. Das war eine Kernaussage von Landrat Joachim Claus (CDU) in seinem Bericht an den Kreistag. Die Geflügelpest habe seit ihrem Ausbruch in Südostasien ein Gebiet erfasst, in dem rund 2,4 Milliarden Menschen leben, letztlich aber sind bislang 90 Personen an dem gefährlichen Virus gestorben. Im Landkreis Nordhausen gebe es noch keinen positiven Fall des für Menschen gefährlichen Erregers, dennoch werden die Vogelzuggebiete um den Stausee bei Kelbra und um die Schiedunger Teiche herum zweimal in der Woche kontrolliert. Einmal wöchentlich tage der kleine Krisenstab, täglich gebe es Absprachen zwischen den verantwortlichen Ämtern, so der Landrat...ausführlich im nnz-Archiv
Geld wollen, das nicht da ist
In jedem Jahr soll sich der Landkreis Nordhausen zur Bereitstellung von Fördermitteln für die Kinder- und Jugendarbeit bekennen. Das hatte bislang auch immer so geklappt. Nur in diesem Jahr ist das alles ein wenig anders. Andreas Weigel ist nicht nur der Chef des Jugendsozialwerkes, des mit Abstand größten freien Trägers im Landkreis Nordhausen. Andreas Weigel ist auch der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. In dieser Funktion brachte er eine Vorlage ein, die den Weg für 368.000 Euro freimachen soll. Dass die Projekte der Jugendarbeit nützlich seien und gefördert werden müssen, dazu bekannte sich auch Finanzdezernentin Jutta Krauth (SPD), doch sie hatte gleichzeitig Bedenken der Verwaltung vorzutragen...ausführlich im nnz-Archiv
Zeigt her eure Hände!
Es ging während der heutigen Kreistagssitzung um die Entlastung des Landrates zur Jahresrechnung 2002. Eine trockene Materie, doch im Wahlkampf wird daraus schon mal mehr gemacht. Heute wurde es so viel, dass die Kreistagsmitglieder mit dem Abstimmen so ihre Probleme hatten.
nnz-Rückspiegel: Pest, Geld und Hände (Foto: nnz)
Birgit Keller, die Herausforderin der Linkspartei im Landratswahlkampf, hielt wieder mal eine Rede. Zuvor hatte die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Hannelore Haase, Teile der Beschlußvorlage vorgetragen. Jetzt musste abgestimmt werden und damit begann das Drama.
Der Augenzeuge hat nicht die Möglichkeit, ins Protokoll zu schauen. Waren es nun 21 Ja-Stimmen im zweiten, waren 22 Ja-Stimmen im ersten Versuch? Einmal war die Linksfraktion in der Mehrheit, dann wieder CDU und FDP, die Grünen enthielten sich konsequent. Schließlich – nach mehreren Versuchen stand fest: Der Änderungsantrag ist beschlossen. Also musste nur noch die geänderte Fassung beschlossen werden. Dafür gab es lediglich 15 Ja-Stimmen, alles andere waren Enthaltungen und Nein-Stimmen. Viele Kreistagsmitglieder guckten sich ungläubig an. Die geänderte Beschlussvorlage wurde abgelehnt, der Landrat wurde also für 2002 nicht entlastet. Na und?


