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Mo, 07:55 Uhr
05.03.2007

Gilde zog Bilanz

Nordhausen (nnz). Auf der unlängst im Hotel „Zur Sonne“ durchgeführten Jahreshauptversammlung der Stadt- und Gästeführergilde e.V. Nordhausen konnte Gildemeister Winfried Wehrhan auf ein erfolgreiches Jahr 2006 zurückblicken. Auch die nnz war wieder mal neugierig und die wichtigsten Daten zusammengefasst.

Diskussion in der Gilde (Foto: GFG) Diskussion in der Gilde (Foto: GFG)

Rund 340 Veranstaltungen mit mehr als 8.600 Personen wurden durchgeführt. Das waren nicht nur Führungen per Fuß, Straßenbahn und Bus durch das über tausendjährige Nordhausen, sondern auch Bus- und Bahnbegleitungen durch den Landkreis und den Harz sowie Führungen in der Traditionsbrennerei und im Kupferschieferschaubergwerk „Lange Wand“ sowie seit einigen Monaten auch die Unterstützung der Blasii-Kirchengemeinde beim Projekt „Offene Kirche“.

Um auch den Nachwuchs an die Geschichte der Stadt heranzuführen, wurden 338 Schülern in 16 Gruppenführungen mit historischen Stätten Nordhausens bekannt gemacht.

45 Vorträge wurden vor 1249 Zuhörern abgehalten. So stellte u.a. in einer öffentlichen Buchlesung Dorothee Schwarz das Buch „Adelheid von Lare“ von Simone Knodel vor.

Auch außerhalb der Gilde waren Gildemitglieder in verschiedenen anderen Institutionen aktiv tätig, so beispielsweise Dorothee Schwarz (Bücherkreis Nordhausen), Volker Hennicke (Straßennamenvergabekommission Nordhausen), Horst Holter (Führungen in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora), Petra Wäldchen (Kyffhäuser und Bad Frankenhausen), Klaus Großmann (Arbeitskreis „Stadtgeschichte“ im Seniorenbegegnungszentrum). Die Gilde wirkt auch als Mitglied in den Fördervereinen „Park Hohenrode“ und „Flohburg“

Aber auch die Weiterqualifizierung der 29 Gildemitglieder wurde nicht vernachlässigt. Dem dienten u.a. eine 2-Tagesfahrt nach Magdeburg mit Stadtführung, sowie Besichtigung der Ausstellungen „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“ und „1000 Jahre Taufe in Mitteldeutschland“, Befahrung des Schaubergwerks „Lange Wand“ in Ilfeld, Orts-und Kirchenbesichtigungen in Windehausen und Kleinfurra, Besichtigungen der Mühle Büschlepp in Worbis, der Kirche in Stempeda, der Basilika und Krypta in Göllingen, der Gemeindeverwaltung Hohenstein (ehemals Rittergut), der Kirche und der Burgruine in Klettenberg, Kräuterführung in Benneckenstein.

Sorge bereitet der Gilde das relativ hohe Durchschnittsalter der Mitglieder (57,2 Jahre). Deshalb appellierte Winfried Wehrhan in seinem Schlusswort an alle, junge interessierte Jugendliche für die Mitarbeit in der Gilde zu werben, die dann entsprechend aus- und weitergebildet werden.
Autor: nnz

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