Mi, 11:43 Uhr
18.03.2026
Ein Blick in die Statistik
Mehr Insolvenzen in Thüringen
Die Thüringer Amtsgerichte entschieden im vergangenen Jahr über 2 357 Insolvenzverfahren. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik insgesamt 156 Anträge und 7,1 Prozent mehr als im Vorjahr...
Mit 2 175 Verfahren wurden 92,3 Prozent aller beantragten Insolvenzverfahren eröffnet. 169 Verfahren bzw. 7,2 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 13 Verfahren bzw. 0,6 Prozent endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf 478,0 Millionen Euro (2024: 410,2 Millionen Euro). Pro beantragtem Verfahren bestanden somit voraussichtliche Gläubigerforderungen von durchschnittlich 203 Tausend Euro.
64,9 Prozent aller Insolvenzverfahren im betrachteten Zeitraum waren Verbraucherinsolvenzen. Insgesamt wurden im letzten Jahr 1 530 Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt, das entspricht einem Anstieg von 7,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 18,3 Prozent bzw. 87,4 Millionen Euro aller voraussichtlichen Gläubigerforderungen entstammten Verbraucherinsolvenzverfahren (2024: 62,5 Millionen Euro). Durchschnittlich waren das voraussichtliche Forderungen von rund 57 Tausend Euro pro Verbraucherinsolvenzverfahren.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Insolvenzverfahren von ehemals selbstständig Tätigen, die ein vereinfachtes Insolvenzverfahren beantragt haben, um 16,4 Prozent gesunken. Dabei waren voraussichtliche Forderungen von durchschnittlich 107 Tausend Euro angegeben.
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen stieg im Jahr 2025 auf 345 Verfahren (+30,7 Prozent) gegenüber 2024 an. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 3 592 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, also durchschnittlich 10 Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer pro Unternehmen. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen insgesamt wurden auf 289,0 Millionen Euro beziffert (2024: 279,5 Millionen Euro).
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der beantragten Unternehmensinsolvenzen lag mit 56 Verfahren im Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, mit 52 Verfahren im Bereich Baugewerbe, mit 46 Verfahren im Bereich Verarbeitendes Gewerbe sowie im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (192 Anträge) sowie Einzelunternehmen (66 Anträge) Insolvenz anmelden.
Autor: redMit 2 175 Verfahren wurden 92,3 Prozent aller beantragten Insolvenzverfahren eröffnet. 169 Verfahren bzw. 7,2 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 13 Verfahren bzw. 0,6 Prozent endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf 478,0 Millionen Euro (2024: 410,2 Millionen Euro). Pro beantragtem Verfahren bestanden somit voraussichtliche Gläubigerforderungen von durchschnittlich 203 Tausend Euro.
64,9 Prozent aller Insolvenzverfahren im betrachteten Zeitraum waren Verbraucherinsolvenzen. Insgesamt wurden im letzten Jahr 1 530 Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt, das entspricht einem Anstieg von 7,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 18,3 Prozent bzw. 87,4 Millionen Euro aller voraussichtlichen Gläubigerforderungen entstammten Verbraucherinsolvenzverfahren (2024: 62,5 Millionen Euro). Durchschnittlich waren das voraussichtliche Forderungen von rund 57 Tausend Euro pro Verbraucherinsolvenzverfahren.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Insolvenzverfahren von ehemals selbstständig Tätigen, die ein vereinfachtes Insolvenzverfahren beantragt haben, um 16,4 Prozent gesunken. Dabei waren voraussichtliche Forderungen von durchschnittlich 107 Tausend Euro angegeben.
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen stieg im Jahr 2025 auf 345 Verfahren (+30,7 Prozent) gegenüber 2024 an. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 3 592 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, also durchschnittlich 10 Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer pro Unternehmen. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen insgesamt wurden auf 289,0 Millionen Euro beziffert (2024: 279,5 Millionen Euro).
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der beantragten Unternehmensinsolvenzen lag mit 56 Verfahren im Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, mit 52 Verfahren im Bereich Baugewerbe, mit 46 Verfahren im Bereich Verarbeitendes Gewerbe sowie im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (192 Anträge) sowie Einzelunternehmen (66 Anträge) Insolvenz anmelden.


