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Mi, 13:57 Uhr
18.03.2026
45. Harzquerung von Wernigerode nach Nordhausen

53 Kilometer über den Harz

Am letzten Samstag im April werden in Wernigerode die Lauf- und Wanderschuhe geschnürt und zwar schon seit 1982. Auf der Harzquerung geht es über 53 Kilometer vorbei an den schönsten Seiten des Harzes, das Ziel ist auch in diesem Jahr wieder Nordhausen…

Nach 53 Kilometer unterstützt am Ziel auch der Landkreis Nordhausen, v.l.: Landrat Matthias Jendricke, Sportkoordinator Werner Hütcher, Lauforganisator Alexander Brune (Foto: agl) Nach 53 Kilometer unterstützt am Ziel auch der Landkreis Nordhausen, v.l.: Landrat Matthias Jendricke, Sportkoordinator Werner Hütcher, Lauforganisator Alexander Brune (Foto: agl)

Drei Stunden, 23 Minuten und 47 Sekunden - das ist der Streckenrekord der „Harzquerung“, den Karsten Sörensen 1995 aufgestellt hat. Der „Ultralauf“ - die Klasse über dem Marathon - war da schon Tradition, seit 1982 haben sich Tausende auf den Weg über den Harz gemacht.

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Inzwischen steht man vor der 45. Ausgabe der größten Laufveranstaltung im Harz und man wird sich an die Traditionen halten, erzählt Alexander Brune vom Ski-Klub Wernigerode, dem Hauptorganisator des Traditionslaufes: drei Strecken, zwei Ziele. Am 25. April starten die ersten Läufer von Wernigerode aus um 08.30 Uhr in der Frühe und gehen auf die anspruchsvolle Langstrecke. Wem das zu viel ist, der kann auch von Benneckenstein aus loslaufen, das sind aber immer noch 30 Kilometer bis nach Nordhausen. Strecke Nummer drei ist mit 26 Kilometern nur ein wenig kürzer und führt von Benneckenstein gen Wernigerode.

„Aus der Kalten heraus läuft man solche Strecken nicht, aber die Länge und der Anspruch des Laufs machen auch den Reiz aus. Viele, die hier mitmachen, sind Wiederholungstäter, der Termin im April steht da fest im Kalender und ist auch rasend schnell voll.“, berichtet Brune. In diesem Jahr ging es so schnell wie noch nie, zwei Wochen nach Anmeldung waren 1.300 Startplätze belegt und da hatte man schon einhundert Plätze zu den üblichen 1.200 hinzugegeben, so der Lauforganisator weiter.

Rund 80 Helfer sind im Einsatz, um das Gelingen auch in diesem Jahr wieder sicherzustellen. Auf der anderen Seite des Harzes warten die Nordhäuser auf die Zieleinläufe und stellen noch einmal 30 Kräfte, die für Versorgung und Unterhaltung sorgen. Die Volksläufe in der Region werden dabei seit einigen Jahren auch vom Landkreis unterstützt - vom großen Harztorlauf bis zu den kleineren Events im jährlichen Laufkalender.

Die Harzquerung lief dabei lange unter dem Radar, erzählt Sportkoordinator Werner Hütcher, seit sieben Jahren sei man aber dabei, auch auf der Südharzer Seite für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen und den Sportlern, ihren Familien und den Besuchern am Zieleinlauf etwas mehr zu bieten. „Die Harzquerung ist eine außerordentliche Veranstaltung und es ist wirklich faszinierend, was da geleistet wird. Nach kaum vier Stunden kommen die ersten Läufer an, gehen durchs Ziel und geben kurz danach Interviews ohne groß außer Atem zu sein. Wir hatten einen Sportler, der war zur Siegerehrung nicht zu finden, weil er sich im Stadtpark noch ein paar Kilometer lang auslaufen wollte, nach 53 Kilometern rennen.“, schwärmt Landrat Matthias Jendricke begeistert. Nicht nur die sportlichen Leistungen nötigten dabei Respekt ab, auch die Organisation des Laufs und die Beständigkeit, mit die Traditionsveranstaltung durchgeführt wird.


Laufen für den Harzer Wald
An der Harzquerung hat sich in 45 Jahren wenig geändert, wohl aber am Harz. Dem Waldlauf sind über die trockenen Jahre ab 2018 die Bäume abhanden gekommen, seit 2022 wird die Harzquerung deswegen mit einer Spendenaktion zur Renaturierung verbunden. Wer sich für den Lauf anmeldet, kann für die „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ spenden, die unter anderem im Wernigeröder Stadtwald für Wiederaufforstung sorgt. Zum Startschuss vor vier Jahren fanden sich 94 edle Spender, im vergangenen Jahr waren es schon 207, wobei 2430 Euro für frische Setzlinge zusammen kamen.

„Die Harzquerung war von Beginn an naturverbunden und wenn es den Lauf noch 30 Jahre gibt, dann geht es wie früher auch wieder durch den Wald“, sagt Brune.

Wer auf dem Lauf auf der Nordhäuser Seite beiwohnen will, ist herzlich eingeladen am 25. April zum Zieleinlauf in den Albert-Kuntz-Sportpark zu kommen, wirbt Landrat Jendricke, ab Mittag ist mit den ersten Läuferinnen und Läufern zu rechnen, ein Besuch lohne sich.

Anmeldungen zum "Ultralauf" sind nicht mehr möglich, wer im nächsten Jahr dabei sein möchte, findet die passenden Informationen zur rechten Zeit im Netz unter harz-querung.de/
Angelo Glashagel
Autor: red

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