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So, 17:38 Uhr
05.11.2000

Dagmar Becker (SPD): "Land soll den Gipsabbau am Kuhberg zu verhindern!"

Nordhausen (nnz). "Dass der Gipsabbau keinen Bogen um den Kuhberg machen würde, war letztes Jahr schon klar. Die Landesregierung hat keinen Finger krumm gemacht, um die Abbaurechte von Börgardts zu beschränken. Ebenso wenig hat die Planungsversammlung Nordthüringen die Planungen auf eine umweltverträglichere Lösung ausgerichtet. Das Fehlen einer Entscheidung, der sogenannte ,weiße Fleck' im Regionalplan, hat die Tür für die Gipsindustrie weit aufgemacht", so Dagmar Becker gegenüber nnz.
Diese Entscheidung bzw. der "weiße Fleck" soll den Wirtschaftsminister im Herbst des vergangenen Jahres ermutigt haben, der besorgten Öffentlichkeit weiter Sand in die Augen zu streuen. Minister Schuster stellte mit Blick auf die nicht vorhandenen Planungsziele am Kuhberg fest: "Dies ist gleichzeitig auch eine Dokumentation dafür, dass die Planungsregion an dieser Stelle keinen Bergbau wünscht. Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens werden nun die Ziele der regionalen Raumordnung für dieses Gebiet festgelegt."
Die Region könne nur hoffen, der Minister erinnert sich bei der Entscheidung zum Raumordnungsverfahren an seine Worte und die vielen Einwendungen der besorgten Bürgerinnen und Bürger des Südharzes bleiben nicht unberücksichtigt. Das am Montag zu Ende gehende Raumordnungsverfahren könnte den Gipsabbau am Kuhberg auf Dauer festschreiben, mutmaßt Becker.
"Die Landesregierung hat in sensiblen Bereichen des Südharzgebietes weder genügend FFH-Gebiete ausgewiesen noch Bergrechte beschränkt, obwohl ihr für beides Instrumente zur Verfügung stehen. Mit der viel beschworenen nachhaltigen Entwicklung in Thüringen hat dies nichts zu tun. Wer weiterhin der Gipsindustrie gegen den Willen der Menschen Tür und Tor öffnet, sollte sich über Politikverdrossenheit nicht beschweren" so Dagmar Becker abschließend.
Autor: nnz

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