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Di, 16:31 Uhr
13.02.2007

Kultur zum Anfassen

Nordhausen (nnz). Für uns ist heute Ostern und Weihnachten auf einen Tag, freute sich Martin Hoff von der Kulturstiftung für Kinder des Landkreises Osterode. Die Stiftung hat es möglich gemacht, dass 450 Mädchen und Jungen aus verschiedenen Schulen des Landkreises Osterode ins Theater nach Nordhausen zur Opernwerkstatt „Der Freischütz“ fahren konnten. Eindrücke in Ihrer nnz.

Das ganze Theater hatten die Kinder vom Landkreis Osterode belegt (Foto: Theater/I. Diete) Das ganze Theater hatten die Kinder vom Landkreis Osterode belegt (Foto: Theater/I. Diete) Sie waren äußerst gespannt darauf, was sie im Theater erwartete. Bereits seit einigen Wochen haben die Lehrer ihrer Schüler theoretisch mit Theater und Oper vertraut gemacht, sie über den „Freischütz“ aufgeklärt, kleine Rollen selbst spielen lassen. Alles klappte wie am Schnürchen. Die Busse kamen pünktlich und was anfangs nach einem unüberschaubaren Gewimmel aussah, entpuppte sich als logistische Meisterleistung. Schüler und Lehrer konnten sich entspannt dem widmen, was auf der Bühne geschah. Und das schien alle gleich zu faszinieren, sowohl die Opernwerkstatt, bei der Intendant Lars Tietje und die Leiterin des Jungen Theaters, Bianca Henne, das junge Publikum ein bisschen hinter die Kulissen entführten und mit dem einen oder anderen Künstler bekannt machte, als auch den ersten Akt der Oper „Der Freischütz“.

Das Konzept der Kulturstiftung für Kinder mit diesem neuen Projekt scheint aufzugehen. Mit dem Theater Nordhausen hat sie einen weiteren Partner gefunden, der es möglich macht, Kindern für kulturelle Dinge bis hin zur Oper zu begeistern. Und nicht nur das. Unabhängig vom Geldbeutel der Eltern soll jedem Kind im Landkreis Osterode die Möglichkeit gegeben werden, an kulturellen Angeboten teilzuhaben, so Bert-Heinrich Hunke, einer der Mitbegründer der Stiftung.

Die Kulturstiftung initiiert kulturelle Veranstaltungen, finanziert Musikunterricht, vergibt Stipendien und vermittelt mittel- bzw. langfristige "Patenschaften" zwischen Spendern und Kindern aus sozial schwachen Familien. Die Förderung erfolgt unter rein sozialen Gesichtspunkten, ohne religiöse, ethnische oder politische Hintergründe.

Der Theaterbesuch in Nordhausen heute soll nachhaltig auch für andere sein. So werden die Kinder aus Schuhkartons in den nächsten Wochen eigene Bühnenbilder entwerfen, die dann wiederum beispielsweise bei der Volksbank im Har eG in verschiedenen Filialen ausgestellt werden. Die Volksbank hat das Projekt finanziell mit unterstützt, damit auch Kinder von sozial schwachen Eltern mit ins Theater gehen konnten.
Martin Hoff von der Kulturstiftung überreichte dem Theater Nordhausen eine Kulturaktie (Foto: Theater/I. Diete)
Autor: nnz

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