Fr, 11:35 Uhr
02.02.2007
nnz-doku: Brief aus Frankreich
Nordhausen (nnz). Im Alter von 86 Jahren verstarb Ende des Jahres der Nordhäuser Ehrenbürger, Jean René Jaques Mialet. Jetzt bedankte sich sein Sohn Olivier bei der Oberbürgermeisterin Barbara Rinke in einem Brief. Die nnz veröffentlicht das Schreiben innerhalb der doku-Reihe.
Sehr geehrte Frau Rinke,
ich möchte Ihnen und Ihrem gesamten Team für die zahlreichen Sympathiebekundungen gegenüber unserer Familie zum Ableben unseres Vaters danken. Wir waren sehr berührt von der Anwesenheit Ihrer Vertreter zur Trauerzeremonie sowie über den Erhalt der Schärpe der Ehrenbürgerschaft und schließlich über die Traueranzeige in der Zeitung Le Parisien libéré. All das verpflichtet uns sehr.
Ich habe meinen Vater mehrmals nach Nordhausen begleitet und konnte Ihre Empfänge und die Ihrer Mitbürger jedes Mal genießen. Für meinen Vater war es eine große Ehre, an dem Ort, wo er gequält wurde, geehrt zu werden, was uns allen auch zeigt, dass sein Leben mit Sinn erfüllt war.
Unsere Familie bewundert Ihren politischen und menschlichen Mut zur Wiedergutmachung und Aussöhnung, von dem sich die Franzosen manchmal inspirieren lassen sollten, um sich ihrer eigenen Vergangenheit mit ihren Tragödien zu stellen. Ich kann Ihnen versichern, dass die Fahrten meines Vaters nach Nordhausen und die Ehre, die ihm dadurch zuteil wurde, für ihn wahrhaft große Momente des Glücks am Ende seines Lebens waren. Zum Schluss, verehrte Frau Rinke, erlaube ich mir hinzu zu fügen, dass Ihr persönlicher Charme hier einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet hat.
Mit den besten Grüßen, auch von meiner Schwester Betty und ihrem Ehemann Etienne
Olivier Mialet
Autor: nnzSehr geehrte Frau Rinke,
ich möchte Ihnen und Ihrem gesamten Team für die zahlreichen Sympathiebekundungen gegenüber unserer Familie zum Ableben unseres Vaters danken. Wir waren sehr berührt von der Anwesenheit Ihrer Vertreter zur Trauerzeremonie sowie über den Erhalt der Schärpe der Ehrenbürgerschaft und schließlich über die Traueranzeige in der Zeitung Le Parisien libéré. All das verpflichtet uns sehr.
Ich habe meinen Vater mehrmals nach Nordhausen begleitet und konnte Ihre Empfänge und die Ihrer Mitbürger jedes Mal genießen. Für meinen Vater war es eine große Ehre, an dem Ort, wo er gequält wurde, geehrt zu werden, was uns allen auch zeigt, dass sein Leben mit Sinn erfüllt war.
Unsere Familie bewundert Ihren politischen und menschlichen Mut zur Wiedergutmachung und Aussöhnung, von dem sich die Franzosen manchmal inspirieren lassen sollten, um sich ihrer eigenen Vergangenheit mit ihren Tragödien zu stellen. Ich kann Ihnen versichern, dass die Fahrten meines Vaters nach Nordhausen und die Ehre, die ihm dadurch zuteil wurde, für ihn wahrhaft große Momente des Glücks am Ende seines Lebens waren. Zum Schluss, verehrte Frau Rinke, erlaube ich mir hinzu zu fügen, dass Ihr persönlicher Charme hier einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet hat.
Mit den besten Grüßen, auch von meiner Schwester Betty und ihrem Ehemann Etienne
Olivier Mialet

