eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 10:00 Uhr
29.01.2007

Minister freut sich

Nordhausen (nnz). Der Thüringer Ausbildungspakt ist erfüllt worden. Die Anzahl der noch nicht vermittelten Jugendlichen lag nach der Statistik der Thüringer Arbeitsagenturen Ende 2006 bei 179. Und das wiederum freut THüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU). Die nnz mit den Einzelheiten.


179 - das sind lediglich 0,6 % der insgesamt im betreffenden Berufsberatungsjahr erfassten Bewer­berinnen und Bewerber für Ausbildungsplätze. Thüringen weist damit die beste Vermitt­lungsquote aller Bundesländer auf.

„Der Ausbildungspakt hat sich auch im dritten Jahr seines Bestehens bewährt“, sagte Thü­ringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz. Er dankte allen ausbildenden Betrieben und Einrichtungen für ihr Engagement. Der Minister kündigte an, dass der Thü­ringer Ausbil­dungspakt auch im Jahr 2007 fort­gesetzt werde. Man führe bereits Gespräche mit den Paktpartnern, die erneut ihre Mitarbeit zugesagt hätten. Auch wenn im Jahr 2007 mit einem Bewerberrückgang um 9,2 % auf etwa 27 400 zu rechnen sei, bleibe der Pakt notwendig, um das betriebliche Ausbildungsangebot weiter zu verbessern.

Im Bereich der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammern Thüringens wurden bis zum 31. Dezember 2006 insgesamt 17 676 neue Ausbildungsverträge abge­schlossen und registriert. Das sind 1 476 oder 9,1 Prozent mehr als die im Ausbildungs­pakt 2006 zugesagten Plätze (16 200).

Von den im Jahr 2006 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurden in den ver­gangenen Monaten insgesamt 1 224 Verträge überwie­gend während der Probezeit wie­der gelöst bzw. nicht angetreten. Somit liegt der Bestand neuer Ausbildungsverträge zum Stichtag 31. Dezember 2006 bei 16 452. Das Berufsbildungsgesetz sieht vor, dass während der Probezeit von vier Monaten Ausbildungsverträge ohne Angabe von Grün­den sowohl vom ausbildenden Betrieb als auch von den Auszubildenden gelöst werden können.

Neben dem Nichtantritt von bereits abgeschlossenen Ausbildungsverträgen gab es Ab­brüche, weil nach Beginn der Ausbildung ein Studium aufgenommen, der Wehrdienst angetreten oder eine weitere schulische Ausbildung begonnen wurde.

Daneben gab es aber auch Vertragsauflösungen durch die Ausbildungsbetriebe, weil Leistung und Eignung der Jugendlichen nicht passten.

Herauszustellen ist insbesondere, dass 2006 von den Kammern insgesamt 1 089 Unter­nehmen für eine erstmalige Ausbildung gewonnen werden konnten. Im Pakt war verein­bart worden, 1 050 Unternehmen zu gewinnen. Ferner wurden durch die Wirtschaft Thüringens 1 259 Plätze für Einstiegsqualifizierungen von Jugendlichen zur Berufsvorbereitung akqui­riert, von denen aber nur 461 bislang besetzt wurden.

Die Landesregierung unterstützt den Ausbildungs­pakt mit rund 25 Millionen Euro aus ESF- und Landesmitteln. Dieses Geld wird insbesondere zur Förderung betrieblicher Ausbildungs­verbünde, zur Förderung der überbetrieblichen Lehrunterweisung im Handwerk, zur Ver­besserung der Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung – z.B. im Projekt „Berufs­start“ –, zur Förde­rung von praxisorientierten Maßnahmen für nicht berufsreife Jugend­liche – z.B. im Projekt IMPULS oder in der Einjährigen Berufsfachschule – sowie den Thüringer Berufswahlpass und weitere Maßnahmen bereitgestellt.

Das Lehrstellenprogramm-Ost wurde in Thüringen im Umfang von 1 532 Plätzen gemein­sam von Bund und Land finanziert und vom Land um weitere 400 Plätze auf insgesamt 1 932 Plätze aufgestockt.

Zur Ergänzung der betrieblichen Ausbildungsangebote wurden durch das Thüringer Kul­tusministerium berufsvorbereitende vollzeitschulische Bildungsmaßnahmen für rund 5.300 Jugendliche und vollzeitschulische Bildungsmaßnahmen mit staatlich geprüftem Berufsabschluss für rund 3.200 Jugendliche angeboten.

Durch die Arbeitsagenturen, ARGEN und optierenden Kommunen wurden insgesamt 3 394 überbetriebliche Aus­bildungsplätze für benachteiligte und behinderte Jugendliche in Thü­ringen finanziert. Für nicht ausbildungsreife Jugendliche wurden 2 442 Plätze für berufsvor­bereitende Maßnahmen bereitgestellt. Fer­ner wurde die Zusammenarbeit mit Kammern und Verbänden im Bereich der Ausbildungs­vermittlung und Ausbildungsberatung weiter intensiviert.

Der Thüringer Bauernverband hat seine Zielstellung, den Abschluss von 347 Neuverträgen in den Berufen Landwirt/in und Tierwirt/in und die Leistungsgarantien deutlich erfüllt.

Der „Thüringer Pakt für Ausbildung 2006“ war am 23. Mai 2005 zwischen den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, dem Verband der Wirtschaft Thüringens e. V., dem Landesverband der freien Berufe e. V., dem Thüringer Bauernverband e. V. sowie der Thüringer Landesregierung und der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen der Bundesagentur für Arbeit geschlossen worden. Die Unterzeichner verpflichten sich darin, allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Thüringer Jugendlichen ein Aus­bildungsangebot – mit dem Vorrang betrieblicher Ausbildungsplätze und praxisorientierter Angebote in der Berufsvorbereitung – zu unterbreiten. Dafür wurden nachvollziehbare Zielstellungen und Leistungsangebote festgelegt.

Alle Paktpartner haben sich in großem Maße engagiert und mit insgesamt weit über 40.000 Betriebsbesuchen, vielen Ausbildungsbörsen, Informationsveranstaltungen, Trä­gerschaften von Projekten (z. B. im Bereich „Schule-Wirtschaft“) und der Unterstützung der Berufsvorbereitung dazu beigetragen, berufliche Perspektiven für die Thüringer Jugend zu schaffen.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)