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Mi, 14:33 Uhr
17.01.2007

Gäste aus dem Nachbarland

Nordhausen (nnz). Das Nordhäuser Theater verfügt schon seit Jahren nicht mehr über eine Schauspielsparte. Bislang hatte man sich mit Rudolstädter Inszenierungen aushelfen lassen. Ende des Monats kommen Gäste aus Sachsen-Anhalt in die Rolandstadt und stellen einen Klassiker auf die Bühne.

Der Tragödie erster Teil (Foto: theater) Der Tragödie erster Teil (Foto: theater)


Die Landesbühne Sachsen-Anhalt aus Eisleben wird am 27. Januar um 19.30 Uhr den „Faust“ auf die Bretter bringen. Der Faust-Stoff hat Goethe von seiner Kindheit bis ins hohe Alter begleitet. Erste Bekanntschaft schloss er beim Puppentheater mit den abenteuerlichen Geschichten und dem berühmten mittelalterlichen Doktor. Sie versetzten seine Phantasie in Erregung. Grundlage für die damals beliebten Puppenspiele waren die zahlreichen Faust-Volksbücher. Gelebt hat Johann Faust tatsächlich. Er war ein Zeitgenosse Luthers. Verbürgt sind Studium und ein Hauskauf, Humanisten beschreiben seine vielbestaunten Auftritte.

Dann verliert sich sein Leben in das Reich der Legenden. Er zog durch halb Europa und wurde ob seiner Gelehrsamkeit bestaunt und bewundert. Allerdings machte er sich den Aberglauben seiner Zeit zunutze, indem er mittels alchemistischer Schauversuche sein Publikum verblüffte und betrog. Das Gesehene war für viele nur durch Zauber erklärbar: Faust musste mit dem Teufel im Bunde sein. Und natürlich forderte der seinen Lohn und fuhr mit Faust geradewegs in die Hölle. Wahrscheinlich kam der historische Faust bei einem Versuch ums Leben.

„Faust – der Tragödie erster Teil“, für viele das Werk der deutschen Dichtkunst schlechthin, wird im Gastspiel von einem 12-köpfigen Ensemble aufgeführt.

Gastspiel am 27. Januar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Karten unter: Tel 03631 98 34 52
Autor: nnz

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